Monthly Archives: Mai 2015

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Ich bin wirklich keine gute Köchin…einfach, weil ich echt überhaupt nicht gern koche. Dennoch kann ich es, ein richtig gutes Rindsteak zubereiten. Zumindest sagt das mein Mann 🙂

Und so geht´s….

Du brätst einfach das Fleisch in einer guten Pfanne von beiden Seiten scharf an. Scharf anbraten heißt auf höchster Stufe, dafür aber nur kurz. Wichtig ist, das Fleisch ungewürzt zu braten. Salzt du es vorher, wird dem Fleisch Wasser entzogen. Nicht gut.

Sind beide Seiten gut angebraten, nimmst du das Fleisch auch schon aus der Pfanne. Nun legst du es einfach in eine Auflaufform oder etwas ähnliches. Jetzt kannst du auch würzen. Eigentlich reichen Salz und Pfeffer. Aber auch Chilli oder andere Gewürze können, je nach Geschmack verwendet werden. Belege das Fleisch nach dem Würzen immer noch mit frischen Frühlingszwiebeln.

Jetzt schiebst du die Auflaufform einfach in den vorgheizten Backofen. 120° sind absoult ausreichend. Das Fleisch bleibt zehn bis fünfzehn Minuten im Ofen.

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Fertig! Schmecken lassen 🙂

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Thüringen bietet seinen Läufern in der Zwischenzeit unzählige Möglichkeiten an Wettkämpfen auf unterschiedlichsten Strecken teilzunehmen. So zog es mich vergangenes Wochenende erstmalig zum Scharfensteinlauf ins Eichsfeld…einer der traditionsreichsten Läufe Thüringens.

Ich schreibe Fitness sehr groß. Zu Fitness gehört nicht nur das Laufen, sondern Vieles mehr…das ist klar. Deshalb trainiere ich seit etwa einem Jahr unter Anleitung der Trainer rund um das Team der Prana Sportslounge von Nils Schumann. Natürlich kommt man dann auch ins Gespräch, tauscht sich aus und saugt Informationen rund um das Thema Sport auf. Ab und an höre ich da auch von dem ein oder anderem Lauf, den ich vorher nicht kannte. So kam es auch, dass mir der Scharfensteinlauf eigentlich nur wegen Nils aufgefallen ist.

Da ich aktuell gemeinsam mit meiner kleinen Schwester für einen Halbmarathon in den Schweizer-Alpen trainiere, war ich von der verschiedenen Streckenwahl und dem Profil des Scharfensteinlaufs gleich begeistert. Gesehen, gehört und sofort angemeldet.

Nathalie und ich waren also dabei. Auch unsere Schwägerin Synke entschloss sich kurzfristig uns zu begleiten. Für meine kleine Schwester war es der erste Lauf unter Wettkampfbedingungen. Und für beide war es hinzu der erste Lauf im Profil. Ich trainiere mit Nathalie bewusst seit vielen Wochen in bergigen Gegenden sie war also darauf vorbereitet, aber für Synke, die zwar seit längerem läuft, war es der erste Lauf im Gelände.
Ich selber kenne solche Strecken und habe bereits mehere Halbmarathondistanzen im Profil zurückgelegt…aber ich stehe wenige Tage vor dem nächsten Marathon und war hin und her gerissen, mit welcher Leistung ich den Scharfensteinlauf bewältigen wollte. Auf der einen Seite hatte ich die ganze Zeit im Kopf, dass es ein kleiner Teilnehmerkreis war und ein Platz auf dem Treppchen angestrebt werden könnte, auf der anderen Seite wusste ich, dass kurz vor dem Marathon laut Trainingsplan keine Läufe im hohen Pulsbereich angedacht sind.
Nun ja, wir waren angemeldet und in erster Linie stand die Teilnahme und das Durchkommen auf dem Plan.

20150523_094606Der Start war für Punkt zehn Uhr geplant. Leider gab es keine Sensoren, die den genauen Start der einzelnen Läufer registrierten. Somit wussten wir bereits vor Beginn, dass nur unsere Bruttozeiten erfasst werden. Aber egal. Das Lauffeld war übersichtlich und wir sicherten uns Plätze in der fünften oder sechsten Reihe, so dass der Zeitverlust gering war.
Ich habe Nathalie noch fix ein paar kleine Tipps gegeben. Ich wusste, dass es zu Beginn fast nur bergab geht. Sie sollte also in einem flotten Tempo loslaufen. Zwar braucht sie Kraft um nach dem fünften Kilometer die Berge hinauf zu kommen, doch kann man aufgrund des steiler werdenden Profils nach der ersten Hälfte der Strecke, am Ende kaum noch Zeit rein laufen. Außerdem sollte sie sich auf sich konzentrieren, nicht auf die anderen Läufer. Sich im ersten Lauf gleich mit anderen Läufern messen zu wollen ist sicher nicht unbedingt sinnvoll. Nun gut, pünktlich zehn Uhr fiel der Startschuss durch Nils. Die ersten hundert oder zweihundert…vielleicht auch dreihundert Meter liefen wir erstmal einen leichten Anstieg hinauf. Ich versuchte mich fix an den anderen Läufern vorbeizudrängeln, was mir auch recht gut gelang. Dann ging es auch schon bergab – und zwar fast über drei Kilometer. Alle zwei Minuten habe ich gemerkt, wie meine Uhr am Arm vibrierte. Ich wusste, dass ich zu schnell war. Aber bergab langsamer zu laufen fiel mir jetzt am Anfang einfach zu schwer. Also flitzte ich die ersten Kilometer mit einer Pace um die vier Minuten durch. Egal, dachte ich.
Etwa nach vier Kilometern änderte sich das Ganze dann. Nun kamen die ersten Anstiege. Etwa nach 5,5 Kilometern ging es dann den berüchtigten „Kreuzweg“ hinauf. Hier habe ich mich bereits in der ersten Runde etwa nach der Hälfte des Anstieges entschieden, die nächsten 300 Meter zu gehen. Froh war ich, dass dies auch alle anderen Läufer um mich herum gemacht haben. Sonst hätte ich es wahrscheinlich wegen des schlechten Gewissens gelassen und wäre auch diesen hinauf gelaufen.
Nach diesem steilen Anstieg hatten wir es aber geschafft. Die letzten drei Kilometer führte die Strecke durch leichtes Profil, bis wir kurz vor dem Ziel bzw.  der zweiten Runde nochmals den Anstieg zur Scharfensteinburg in Angriff nehmen mussten. Aber an diesem gaben sich die Zuschauer alle Mühe einem diese Hürde möglichst zu erleichtern, was bei mir auch immer gelingt.
Ich freute mich für die jenigen, die an dieser Stelle abbiegen durften und ins Ziel einlaufen konnten. Ich musste allerdings noch in die zweite Runde.
Auf den ersten neuen Kilometern lief ich mit einer Läuferin, die ein gutes aber machbares Tempo vorgab. Allerdings schien sie in der zweiten Runde nochmal ein bisschen mehr Tempo hineinbringen zu wollen. Das war mir dann doch zu viel. Zu sehr hatte ich meinen bevorstehenden Marathon im Kopf. Also lies ich sie laufen 🙂 Ich hatte außer ihr auch keine anderen Frauen gesehen, wusste also nicht um welchen Platz wir liefen. Sicher war ich mir aber, dass es sich nicht um den ersten Platz handelte. Und ob ich nun zweite oder dritte oder auch vierte oder fünfte bin, darauf kam es mir nicht an.
Die Abstiege auf den ersten Kilometern ging ich nun ruhiger an und versuchte meinen Puls wieder herunter zu fahren. Nicht ganz einfach, aber ich hatte dafür ja fast vier Kilometer Zeit. Dann die Anstiege. Diese liefen sich in der zweiten Runde, ganz klar, nicht mehr so gut wie in der ersten. Aber ich kam sie laufend hinauf und das war doch das Wichtigste. Einzige Ausnahme – der Kreuzweg. Diesen bin ich in dieser Runde wieder gemeinsam mit allen anderen Läufern um mich herum hinaufgegangen. Danach ging es dann endlich Richtung Ziel. Ich bereitete mich im Kopf schon die ganze Zeit auf den letzten Aufstieg, den Weg zum Ziel, vor. Und dann war es auch endlich soweit. Nach 1:35:27 war ich im Ziel!

IMG-20150523-WA0011_20150523221552207Im Ziel angekommen hörte ich den Sprecher sagen „Wir begrüßen Christiane Kind als dritte Frau im Ziel.“ Yes!!! Freute ich mich…doch dann – „Oh, tut mir leid…die fünfte Frau im Ziel.“ Ach Mensch, ich hatte mich gerade sooooo gefreut. Aber egal. Ich bin die zweite Runde viel zu ruhig gelaufen, um eine Chance auf einen Platz auf dem Treppchen zu bekommen.

Am Ziel wartete schon Nathalie auf mich. Humplend. Oh je… Doch sie ist gut durchgekommen und auf den neun Kilometern ist sie unter einer Stunde geblieben. Zielzeit 59:28, womit sie sehr zufrieden sein kann. Vor allem, wenn man sich die Ergebnisliste anschaut. Sie hat immerhin noch sieben Frauen hinter sich gelassen. In ihrer Alterklasse verpasste sie den dritten Platz ganz knapp um 28 Sekunden. Sie sah glücklich aus, auch wenn sie Schmerzen hatte. Und ich war stolz auf sie.

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Gemeinsam warteten wir noch auf Synke. Auch sie kam noch unter zwei Stunden mit einer Zeit von 1:54:05 ins Ziel. Und auch sie war mit ihrer Leistung zufrieden.
Da der Veranstalter alle Altersklassen auszeichnete, habe ich dann doch noch meinen dritten Platz erhalten. Ärgerlich ist nur, dass die Erst- und Zweitplatzierte meiner AK gleichzeitig auch Erst- und Drittplatzierte in der Gesamtwertung waren. Gut zu wissen, in der stärksten Altersklasse zu laufen. Auch Synke schaffte es in ihrer AK aufs Treppchen.

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Alle Ergebnisse mit der Möglichkeit die persönlichen Urkunden auszudrucken gibt es hier: Ergebnisse Scharfensteinlauf

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine sehr angenehme und gut laufbare Strecke ist. Wie bei allen Läufen würde ich sagen – im nächsten Jahr gern wieder 🙂

 

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Barfuß laufen ist gesund… das hört man immer wieder. Stimmt das auch?

Ich bin sehr gern barfuß unterwegs. Im Sommer eigentlich fast immer. Es ist einfach ein angenehmes Gefühl, den Boden direkt unter den Füßen zu spüren. Dabei ist mir auch egal ob ich auf Asphalt laufe oder im Gelände unterwegs bin. Barfuß laufen passt einfach immer!

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Ist man ohne Schuhe unterwegs müssen sich die Füße ständig an die Unebenheiten im Boden anpassen. Und das stärkt ganz klar die Muskulatur der Füße. Durch diese Stärkung minimieren wir das Risiko Platt- oder Senkfüße zu bekommen.

Selbstverständlich ist beim Barfußlaufen Vorsicht geboten….
Die Augen müssen genau beobachten, wo man als nächstes hintritt. Spitze Steine, Dornen, stechende Insekten oder auch Glasscherben führen zu schmerzhaften und unnötigen Verletzungen. Also – Augen auf beim Barfußlauf!

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Wie sieht es jetzt mit dem Lauftraining aus – sollte dieses auch hin und wieder barfuß durchgeführt werden?

Ich habe mich ein bisschen umgehört und auf Erfahrungen unter Läufern gehofft. Christian und Belinda, die auf Instagram als „Laufliebe“ zufinden sind, teilten mir sehr positive Erfahrungen mit. Kniebeschwerden hat man beispielsweise durch regelmäßige Barfuß-Einheiten wieder in den Griff bekommen. Diese Einheiten haben einen Umfang von 10 bis 30 Minuten und werden wenigstens einmal in der Woche durchgeführt. „Laufliebe“ berichtete auch, dass man barfuß vor allem besser an der Lauftechnik arbeiten kann.
Auch „Kneipp“ hat sich zu meinem geposteten Bild geäußert. Barfuß laufen ist sehr gesund. „Jeder sollte regelmäßig über verschiedene Gelände barfuß laufen. Sowohl die Massage der Reflexzonen, als auch das Training ungefedert zu laufen ist sehr gesund.“

Tja, wenn es so gesund ist, sollte ich das doch auch einfach mal probieren…dachte ich mir. Und deshalb machte ich mich noch am gleichen Abend auf den Weg zum Sportplatz. Dieser müsste je eigentlich frei von möglichen Gefahrenquellen sein. Los ging´s. Sechs Kilometer sind es in 32 Minuten geworden. Es lief sich gut. Irgendwie leichter. Leider hatte es seit Tagen nicht geregnet und so war der Platz recht hart. Trotzdem hatte ich Spaß und fühlte mich gut dabei.

Ein Lauftraining ohne Schuhe lohnt sich in meinen Augen auf alle Fälle und wird von mir wiederholt, das steht fest!

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Das Tolle an der Blackroll ist – sie soll uns zu mehr Flexibilität, Balance, Mobilität und Stärke verhelfen. Und das ganz einfach durch leichte Übungen und Selbstmassagen.

Aber erstmal müssen wir wissen, was wir mit einer Blackroll eigentlich bearbeiten!?
Ein wichtiger Bestandteil unserer Muskulatur sind die Faszien. Dieses Bindegewebe hält unsere Muskeln zusammen. Allerdings wird nicht nur jeder Muskel, sondern auch jeder Knochen, jeder Nerv und jedes Organ von Faszien umgeben und durchdrungen. Dadurch haben sie also einen großen Einfluss auf unsere Bewegung, unsere Haltung und unser Schmerzempfinden. Um Muskelkater vorzubeugen und die Regeneration der Muskeln zu ermöglichen muss man also dafür sorgen, dass dieses Gewebe (die Faszien) entspannt wird. Dabei hilft die Blackroll!

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Die wichtigsten Punkte… Was genau wird jetzt durch das Rollen bewirkt?

1. Muskelschmerzen werden vorgebeugt, häufige Verletzungen werden verhindert
2. eine gezielte Regeneration der Muskeln wird hervorgerufen 3. die Blutzirkulation wird gesteigert
4. eine schlechte Körperhaltung wird durch Balancearbeit verbessert
5. (…)

Mehr dazu: Blackroll

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Wir sollten uns alle gesund ernähren, das steht fest und ist eigentlich auch jedem klar. Doch was heißt denn gesund? In verschiedensten Studien wird belegt, welche Lebensmittel uns gut tun und welche wir besser meiden sollen. Stück für Stück wird auch bewiesen, dass Kräuter wirklich Zauberkräuter sein können. Bestimmte Inhaltsstoffe können unter anderem Krebserkrankungen oder altersbedingten Krankheiten vorbeugen.

Schnittlauch zum Beispiel beinhaltet Quercetin. Dieser Pflanzenstoff gilt als Bekämpfer von Krebszellen. Minze schützt vor Alzheimer und Basilikum hemmt arthritische Prozesse.

Gibt es auch Kräuter, die besonders für Sportler von Bedeutung sind? Ja!

Rosmarin zum Beispiel. Dieses Kraut soll vor Gelenksbeschwerden schützen. Außerdem fördert es die Durchblutung und stärkt das Immunsystem. Eine ähnliche Wirkung hat Johanniskraut.
Viele Menschen entscheiden sich für eine gesunde Ernährung und für den Einstieg in den Sport um Gewicht zu verlieren oder ihren Körper stärker zu definieren. Es gibt eine Vielzahl von Kräutern, die den Stoffwechsel anregen. Melisse, Petersilie und Basilikum sind Beispiele dafür.

Die Wirkung von Kräutern ist offensichtlich vielseitig. Verzichtet jedoch bitte auf Kräutermischungen aus dem Fertig-Gewürzregal …auch wenn das Würzen damit einfacher ist. In den Tüten ist immer Zucker enthalten und die Kräuter sind garantiert nicht frisch eingetütet.

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Wer sich keinen eigenen Kräutergarten anlegen kann und möchte kann doch auch einfach auf schockgefrorene Kräuter ausweichen. Im Tiefkühlregal findet man verschiedenste Angebote. Von Schnittlauch über Pertersilie bis hin zum Dill ist alles vorhanden. Und wie bei allen Produkten im Supermarkt kann hier selbstverständlich auch auf Bio-Produkte zurückgreifen.
Diese Kräuter dann je nach Menge mit etwas Leinsamen- und Olivenöl sowie ein wenig Wasser mischen, mit Salz, Pfeffer und Chilli abschmecken – fertig!

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Können wir Kindern die Lust auf Sport und Bewegung quasi in die Wiege legen?

Heute morgen habe ich unsere Tochter in die KiTa gebracht. Eigentlich wollte ich längst zur Arbeit aufbrechen. Doch dann sah ich ihre Sportsachen, die ich gestern Abend bereit gelegt hatte. Nein, dachte ich. Heute musst du sie in die KiTa bringen und ihr ganz viel Spaß und Erfolg für das anstehende Sportfest wünschen.

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Unsere Tochter lernte quasi vom ersten Tag an, dass ich Bewegung liebe und sie brauche. Eine Woche nach der Geburt stand ich wieder auf meinen Inlinern und skatete mit ihr über die Radwege in der Umgebung. Nach etwa vier Wochen gingen wir gemeinsam laufen. Mit neuen Wochen bestieg sie mit mir den Preikestolen in Norwegen. Auch sie selbst wurde im PEKiP- und dem Schwimmkurs gefordert. Die Zeit verging und unser kleiner Schmetterling war immer dabei, wenn es hieß SPORT FREI!
Zu ihrem ersten Geburtstag, da konnte sie bereits drei Monate laufen, bekam sie ein Laufrad. Zwei Monate später konnte Sie Laufrad fahren. Jetzt konnte sie uns auf längern Strecken nicht mehr nur im Wagen oder in der Trage, sondern auch auf ihren eigenen zwei Rädern begleiten. Das kleine Pucky-Laufrad war unserer ständiger begleiter. Selbst im Urlaub hatten wir es immer dabei.

Gehen wir zum Training in unseren Fitnessraum, ist unsere Kleine ebenfalls meistens dabei. Sie versucht Übungen nachzumachen, läuft auf dem Laufband oder probiert die TRX-Bänder aus. Besonders viel Spaß haben wir, wenn wir sie selbst als Gewicht einsetzen können. Wenn Mama Liegstütz macht, dann unterstützt sie mich. …nicht durch anfeuern oder positives Zusprechen, sondern dadurch, dass sie auf meinem Rücken sitzt und fleißig mitzählt.

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Im September 2014 begleitete mich meine Familie nach Berlin. Dort lief ich meinen ersten Marathon. Unsere Tochter feuerte mich an der Strecke an so gut sie konnte. Sie freute sich jedes Mal, wenn ich an ihr vorbeilief und sie mir zurufen konnte. Dieser Tag hat sich bei ihr wie verrückt eingeprägt. Über Tage, Wochen und Monate erzählte sie vom Marathon in Berlin. Und das Tollste – sie wollte selbst laufen und endlich eine eigene Medaille bekommen. Pünktlich zum Frühlingsanfang und drei Tage vor ihrem dritten Geburtstag lief sie als kleinste Teilnehmerin ihren ersten Kinderlauf mit. Es war auf dem Possen bei Sondershausen. Sie war unendlich stolz auf ihre Medaille. Der nächste Lauf steht Ende Mai auf dem Plan und auf den freut sie sich genauso, wie ich mich auch auf jeden Wettkampf freue.

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Mit zwei Jahren bekam unsere Tochter ein Fahrrad zu Weihnachten. Dieses fuhr sie knapp vier Monate mit Stützrädern. Seit zwei Tagen klappt das jetzt auch ohne. Nun fährt sie längere Strecken auch allein. Bereits gestern, am zweiten Tag auf dem Rad, fuhr sie auf dem Radweg fast bis ins nächste Dorf. Sie hat unwahrscheinlich Spaß daran und freut sich, dass sie ohne Stützräder auf dem Weg ist.

Heute habe ich die Bilder vom Sportfest gesehen und ich bin unwahrscheinlich stolz, wenn ich sehe mit wie viel Spaß und Eifer unsere Tochter daran teilnimmt.

Ich bin selbst immer unterwegs, ich brauche immer Bewegung und suche ständig nach Möglichkeiten mich auszupowern und alles auszuprobieren. Ich glaube, diese Dinge haben auf unseren kleinen Schmetterling abgefärbt. Zwar sieht sie 100% aus wie ihr Papa, aber in dieser Richtung ist sie 200% Mama!

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Laufen befreit, macht mich glücklich und hilft mir dabei Stress abzubauen. Diese positiven Nebeneffekte gekoppelt mit dem Drang danach besser zu werden und meine Leistungen zu steigern führen dazu, dass ich etwa fünf mal in der Woche in meine Laufschuhe steige.
Vor allem in der Vorbereitung auf den Marathon wird der Wochenumfang gesteigert, nicht in der Anzahl der Läufe, aber in der Distanz. Nicht selten ist diese Intensivierung des Trainings mit kleineren oder auch größeren Beschwerden verbunden. Bereits vor dem Marathon in Berlin habe ich mir eine Verletzung im linken Sprunggelenk zugezogen. Ich konnte nach mehr als sechs Wochen Laufpause zwar am Marathon teilnehmen, an gute Zeiten war nach dieser Zwangsruhe allerdings nicht zu denken.
Aktuell dreht sich wieder alles um den Marathon. Auf dem Plan stehen in der Woche teilweise mehr als 70 Kilometer.  …und warum sollte es auch anders sein als sonst, wieder lassen mich meine Beine spüren, dass ihnen der eine oder andere Kilometer einfach zu viel ist.

Ganz klar macht mich dieser Umstand nicht glücklich, erleichtert hat mich aber das Ergebniss aus einer aktuellen Umfrage der RUNNERSWOLRD. Diese verdeutlicht, dass das Schienbeinkantensydrom zu den häufigsten Laufverletzungen zählt. 15% der Befragten gaben an, unter diesen Beschwerden zu leiden. (Ausgabe Juni 2015) Genauso geht es mir. Nur durch das Training mit der Blackroll, durch Übungen zur Besserung, durch regelmäßiges Taping und durch die „Wunderhände“ meines Physiotherapeuten kann ich weiter laufen.

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Doch was genau ist ein Schienbeinkantensyndrom eigentlich? Einfach gesagt ist es eine Stressreaktion des Schienbeines. Bei den meisten Läufern treten die Beschwerden bei einer Steigerung des Wochenumfangs, einer Temposteigerung oder bei einem Wechsel des Untergrundes auf. Häufig ist eine vermehrte Pronation die Ursache. Es sind folglich Läufer betroffen, die den Fuß nach außen abrollen, statt über die Innenseite und den Großzeh. Aber auch die jenigen, die den Vorfuß zu stark belasten, leiden häufig unter diesen Beschwerden.

Was tun, wenn die Beschwerden auftreten? Wichtig – einen Gang zurückfahren. Wenn es der Trainingsplan zulässt, auf das Laufen verzichten, bis die Schmerzen gelindert sind. Zu Empfehlen sind Wärme- und Kälteanwendungen im Wechsel.

Vorbeugen kann man diesen Beschwerden eigentlich nur durch richtiges Aufwärmen, einem angemessenen Trainingsumfang sowie der richtigen Lauftechnik, auf die man ohnehin achten sollte.

Für mich heißt es jetzt durchhalten, den Marathon gut überstehen und dem Schienbein danach ausreichend Zeit zur Regeneration lassen.

 

 

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Der StrongmanRun am Nürburgring – unser erster Hindernislauf

Am Freitag (08. Mai 2015) machten wir uns gegen Mittag auf zum Nürburgring. Das Wochenende startete mit einem fetten Stau. Na prima, das kann ja was werden…
Fünf Stunden später erreichten wir Sierscheid, ein kleines Dorf mitten in der Eifel. Das kleine aber absolut feine Ferienhaus wurde fix unter die Lupe genommen und schon ging es weiter zum 20 Kilometer entfernten Nürburging. Startnummern holen, den Brooksstand leer kaufen und uns auf der Pastaparty satt essen. Das war der Plan, der auch umgesetzt wurde. Leider durften wir nicht auf die Strecke. Man hätte sich sonst Vorteile verschaffen können. Tzzzzz….

Am Abend bereiteten wir alles für den nächsten Tag vor. Der Chip wurde am Schuh befestigt, die Startnummern wurden mit Notfalladressen beschriftet und die Klamotten wurden bereit gelegt. Nach einem alkoholfreiem Radler gings dann auch schon ins Bett. Wir wollen ja am nächsten Tag fit sein.

Sonnenstrahlen weckten uns am Wettkampftag. Wettkampf…nun ja, wie auch immer. Das Wetter scheint auf unserer Seite zu sein. Ein gesundes und ausgewogenes Frühstück und schon sprangen wir in die Kostüme. Die Startnummern wurden angebracht und die letzten Highlights gesetzt. Los geht´s…

Kurz vorm Nürburgring standen wir dann endlich wieder im Stau. Darauf hatten wir uns dieses Mal allerdings eingestellt. Aber egal, nach gut 30 Minuten wurden wir dann einem Parkplatz zugeordnet. In der Zwischenzeit konnten wir schon den ein oder anderen Läufer beobachten. Es war alles dabei…groß, klein, dick, dünn, alt, jung, verkleidet oder auch nicht. Eine richtig bunte Mischung!

Wir machten uns auf dem Weg zum Zelt, in dem wir unsere Kleidersäcke los werden konnten. Alles verlief reibungslos. Gute Organisation! Nachdem wir unseren Ballast abgegeben hatten wollten wir noch schnell zum Fotografen. Ein Vorher-Bild sollte her…

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Dann ging es auch schon weiter in den Startblock. Ich bin ja schon zu vielen Rennen an den Start gegangen. Doch noch nie zuvor musste ich klettern, um in den Startbereich zu kommen. Sehr schöner Einstieg, im wahrsten Sinne des Wortes.

Im Startfeld war gut was los. Und leider mussten wir hier auch eine ganze Weile warten. Wir konnten den Lauf nicht einschätzen. Also entschieden wir uns im hinteren zweiten Drittel zu starten. So würden wir niemand im Weg stehen …und überholen können wir immer noch, dachten wir. Es dauerte wirklich fast eine Stunde, bis wir endlich die Startlinie überquerten. Jetzt konnte es endlich los gehen.

Nach etwa 10 Minuten erreichten wir die ersten kleinen Hindernisse. Strohballen! Endlich! Doch leider hielt die Freude nicht lang an. Vor uns standen plötzlich Hunderte von Menschen. Nun ja, ein weiteres Hindernis, dachten wir. Doch das war nicht so. Es waren nur Treppen. Nach gut 20 Minuten konnten wir diesen einfach zu schmalen Durchgang auch passieren.
Weitere fünf bis zehn Minuten später erreichten wir weitere Hindernisse. Diese konnten wir ohne lange Wartezeiten bewältigen. Auf Knien ging´s durchs „Kniemandsland“. Wasser von oben, Schlamm von unten, Strom von der Seite…aber egal, wir mussten durch.

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Auch die nächsten Hindernisse vom „K.O.tainer“ über „Slime Time“ bis zum „Mount Givemetherest“ haben wir ohne Probleme bezwungen. Leider kam es immer wieder zu längeren Wartezeiten. Vor allem wenn wir gerade aus dem Wasser kamen, wurde das Warten mehr zur Herausforderung als die Hindernisse, vor denen wir standen. Sehr glücklich erreichten wir nach etwas über zwei Stunden den Start- und Zielbereich. Die erste Runde hatten wir also geschafft. Sehr motiviert und voller Hoffnung, dass wir in der zweiten Runde ohne Wartezeiten durchkommen, starteten wir das Ganze von vorn. Vor uns lagen wieder 18 Hindernisse und weitere 11,75 Kilometer.

Die Hoffnungen bestätigten sich. Wir konnten die Runde ohne lange Wartezeiten durchlaufen. Und siehe da, nach etwas über einer Stunde erreichten wir dann das Ziel. Wir waren damit deutlich schneller als in der ersten Runde.

Es war der erste Hindernissauf, zu dem wir angetreten sind. Wir konnten nicht einschätzen ob es uns schwer fallen wird und wir kämpfen müssen, oder ob wir einfach und ohne Probleme durchkommen würden. Aus diesem Grund entschieden wir uns für einen Start im hinteren Feld. Das war ein Fehler. Mit knapp 11.000 Läufern vor sich, läuft es sich eben einfach deutlich schlechter, als mit 200 oder 300 laufwütigen Menschen. Wir hätten ohne Probleme unter den ersten 1.000 Startern ins Rennen gehen können. Dann hätten wir die Probleme mit den Wartezeiten nicht gehabt. Aber egal, wir haben uns auf das Finishen konzentriert, nicht auf eine Zielzeit. Und damit haben wir unser Ziel erreicht.

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Beim nächsten Mal ist das Ziel aber ein anderes, ganz klar! Dann laufen wir wieder…und dann schneller!

Hier ein paar Eindrücke aus der Presse. Auf das ein oder anderen Bild haben wir es auch geschafft.

Rhein-Zeitung

RUNNERSWORLD

Spiegel online

WELT am Sonntag

 

 

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Verfolgt man in den vielen Sozialen Netzwerken, die das WWW bietet den ein oder anderen Sportler, dann guckt man schon hin und wieder nicht schlecht, wenn man deren Körper sieht. Das ist teilweise schon echt ein kleiner Traum.

Ist ein Sixpack nicht etwas, was jeder haben kann?

Jeder, der ehrgeizig genug ist, viel zu machen, den Körper an seine Grenzen zu bringen, Schmerzen zu überwinden und im Schweiß zu baden UND auf ungesundes Essen verzichtet.

Ich gebe es zu, auch ich fluche während bestimmter Workouts und würde gern das ein oder andere Mal zusammenbrechen und aufgeben. Und auch ich könnte mit Hunger unseren kompletten Kühlschrank leer essen. Aber dann kommen mir diese Bilder in den Kopf…und dann sage ich mir – das schaffst du auch.

Neben dem Ausdauersport, der die Fettverbrennung besonders gut ankurbelt, lege ich relgemäßige und intensive Workouts ein, durch die ich meinen Körper mehr und mehr definieren möchte. EMS-Training, Crosstraining, TRX-Training und verschiedene Kurse vom Langhanteltraining bis zum Pilates und Yoga nutze ich um fitter und stärker zu werden. Und was soll ich sagen, dass Training scheint sich zu lohnen…

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Wichtig für den Sixer sind natürlich die richtigen Übungen. Und mit richtig meine ich nicht die Übung an sich, sondern die korrekte Ausführung einer Übung. Mir nützt der Frontstütz nichts, wenn ich ein schönes Hohlkreuz mache oder meinen Hintern in die Luft strecke. Dann kann ich diese Position vielleicht ewig halten, bringen wird sie mir aber weit weniger, als wenn ich sie richtig ausführe und die Muskelgruppen gezielt anspanne. Ähnlich ist es mit Beinhebungen, Situps usw. auch.

Nur wer die Übung korrekt ausführt, trainiert wirklich gut!

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Im Mai 2014 habe ich mich entschlossen, das persönliche Training neben dem Ausdauersport zu erweitern. Nachdem ich Nils Schumann und die Pranasportslounge während eines Laufkurses kennenlernen durfte, hatte ich Lust besonders seine Angebote zu nutzen.

Ich vereinbarte ein Probetraining und war sofort begeistert. Ich habe geschwitzt wie verrückt und der Muskelkater ließ auch nicht lange auf sich warten. Der Vertrag wurde unterzeichnet und im Juni ging´s dann auch schon mit dem regelmäßigem Training los.

Nach den ersten Einheiten plagte mich regelmäßig der Muskelkater…doch das legte sich bald, obwohl das Training intensiver wurde und die Impulse langsam verstärkt wurden.

Berufsbedingt sitze ich sehr viel am Schreibtisch, meine Rückenmuskulatur ist entsprechend schwach ausgebildet. Typisch für Büromenschen ist vor allem ein Defizit zwischen den Schulterblättern. Warum sollte es mir da also anders gehen. Durch langes Laufen wachsen die Muskeln im Rücken halt auch nicht.

Doch jetzt, ein Jahr später…was soll ich sagen, sehen wir doch tatsächlich gute Fortschritte am Rücken. Zwar sind einzelne Muskelgruppen noch unterschiedlich ausgebildet, aber es ist nun mal häufig so, dass eine Seite stärker als die andere ist.

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Ich glaube, dass vor allem die Rückenmuskulatur vom EMS-Training profitiert hat. Und bleibe definitiv weiter dabei.