Monthly Archives: Juli 2015

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Gestern ist mir im Supermark ein Joghurt in die Hände gefallen, der sofort meinen volle Aufmerksamkeit auf sich zog. Ein Joghurt mit wenig Fett, aber vielen Proteinen. Gibt´s das wirklich?

Skyr ist ein isländisches Milchprodukt. Einer Legende folgend wurde Skyr von den Wikingern mit nach Europa gebracht. Die Isländer schätzen seit dem die cremige Konstistenz dieses gesunden Michlproduktes.

Dieses Produkt unterstützt das Wachstum, dient als Energielieferant, ist reich an Calcium und Vitaminen, liefert ausreichend Eiweiß ohne Fett und wirkt Osteoporose entgegen. Quasi ein Wundermittel?

Werfen wir kurz einen Blick auf die Zusammensetzung:

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Vergleiche ich diese Angaben mit denen auf meinem herkömmlichen Bio Joghurt von BioBio, muss ich zugeben, dass mit 5,0 g Eiweiß auf 100 g deutlich darunter liegt. Allerdings sind die Kohlenhydrate dafür im Skyr Joghurt höher als im Bio Joghurt.

Ich werde in den kommenden Wochen den Skyr Joghurt probieren und bin gespannt, wie ich mich nach sechs Wochen fühle. Die Isländer weisen unter den Europäern die höchste Lebenserwartung auf, vielleicht trägt die Ernährungstradition ja dazu bei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wir kamen, staunten, wurden nervös, gingen an den Start und rockten den Megathlon 2015 – Was für ein geniales Wochenende mit zwei absoult fairen Teams!

Nachdem sich Lars und Sophie bereits am Freitag auf den Weg zum Bodensee machten, starteten die zweite und dritte Kolonne am Samstag. Gegen 14:00 Uhr erreichten wir schließlich Radolfzell. Zunächst wollten wir einen Blick auf die Wettkampfarena werfen, die Lage checken und unsere Startunterlagen holen. Es war sehr windig, man könnte fast sagen stürmisch, weshalb die Arena noch nicht komplett aufgebaut war.
Im Zelt nahmen wir die Unterlagen entgegen. Wir konnten klären, dass wir die Teammitglieder noch tauschen konnten. Was für ein Glück für Benny, der unbedingt die Disziplin mit mir tauschen wollte.

Der Wellengang im Bodensee war so stark, dass auch die Bojen noch nicht im Wasser waren. Die Schwimmer konnten also noch keinen Blick auf ihre „Strecke“ werfen. Das machte mir die Entscheidung – schwimmen oder laufen – nicht wirklich leichter. Außerdem schien es mir fast unmöglich bei solch einem Wellengang 1,5 Kilometer zu schwimmen. Doch alles Jammern half nichts, Benny war fest entschlossen nicht ins Wasser zu gehen. „Versprochen ist versprochen – jetzt muss du da durch! Außerdem hast du uns überredet hier her zu kommen.“ Nun gut, ich schwimme!

Wir machten uns auf den Weg zum Campingplatz. Lars und Sophie hatten unser Lager bereits hervorragend eingerichtet. Wir konnten es uns also sofort bequem machen und zum gemütlichen Teil des Tages kommen.
Wir durchsuchten die Starterbeutel und warfen nochmals 1einen Blick auf die Regeln. Dabei stellten wir erschrocken fest, dass die einzelnen Starter gewisse Zeiten einhalten mussten. Da uns klar war, dass wir ein stark besetztes und ein weniger stark besetztes Team stellten, fingen wir an, uns um unser zweites Team etwas Sorgen zu machen. Also begannen wir die einzelnen Teammitglieder hin und her zu tauschen um möglichst gleiche Chancen auf das Finishen zu haben. Benny wechselte also die Disziplin er wurde als Läufer ins Team 1 gesteckt und ich dafür als Schwimmerin im Team 2 geplant. Außerdem tauschten wir die Rennradfahrer aus. Robert wurde ins stärkere Team gesteckt und hatte nun mit Appi als Schwimmer vor sich mehr als 2:30 Stunden Zeit die Distanz von knapp 45 Kilometern mit über 500 Höhenmetern zu meistern. André startete dafür im Team 2, denn egal wann ich aus dem Wasser kommen werde, André bleibt mehr als locker unter den vorgegebenen zwei Stunden. Gut, wir hatten also zwei „neue“ Teams und waren nun zuversichtlich, dass es beide Teams ins Ziel schaffen.

2_Unser Team 1- Salamander FC & Co 1 – von links nach rechts:

Robert – 44,5 km auf dem Rennrad über 530 hm
Max – 36,7 km auf dem Mountainbike über 501 hm
Sophie – 22,7 km Inlineskating über 92 hm
Appi – 1,5 km Schwimmen
Benny – 10 km Laufen über 40 hm

Unser Team 2 – Salamander FC & Co 2 – von links nach 3
rechts:

Vanessa – 10 km Laufen über 40 hm
André – 44,5 km auf dem Rennrad über 530 hm
Jenny – 22,7 km Inlineskating über 92 hm
Lars – 36,7 km auf dem Mountainbike über 501 hm
Christiane – 1,5 km Schwimmen
4Doch wir waren nicht allein, wir hatten tolle Fans an Bord,
die uns gut motivierten, gut zuredeten und uns die ganze Zeit bei Laune hielten – von links nach rechts:

Roger & Jerome – immer für einen guten Rat da
Femi – wartet eigentlich nur auf den Zieleinlauf
Jule – kam und die Kinder waren happy
Paul – Spaß muss sein

 

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Wir waren also, wie bereits gesagt, guter Dinge, dass beide Teams gut ins Ziel kommen und konnten nun endlich abschalten. Wir machten uns auf den Weg in die Stadt. Radolfzell hat eine kleine, recht gemütliche Altstadt. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg. Schnell hatten wir die Restaurants gefunden. Doch Platz für 15 Personen zu finden ist nicht wirklich leicht, weshalb die Auswahl passender Möglichkeiten nicht so riesig war. Wir kehrten in ein italienisches Restaurant ein, was wir schnell bereuten. Zwar waren die Pizzen lecker, der Rest jedoch eine Katastrophe. Da haben sich die Ossis dann wieder von ihrer besten Seite gezeigt – laut, aufmüpfig und ohne Benehmen 😉

Gegen 23 Uhr waren schließlich alle zurück an ihren Schlafplätzen. Die einen in der Pension, die anderen auf dem Campingplatz. Viel Zeit zum Schlafen blieb uns allen nicht, denn 7:20 Uhr wollten wir uns auf dem Campingplatz treffen und gemeinsam zur Wechselzone aufbrechen.

Wie verabredet fanden wir uns alle einigermaßen pünktlich am Treffpunkt ein. Die Stimmung war leicht angespannt. Noch nie in meinem Leben hatte ich Jenny und Sophie so nervös gesehen. Es war einfach kein Lächeln aus ihnen herauszukitzeln. Auch Vanessa war nervös wie verrückt. Selbst ich, die einige Wettkampferfahrung mit bringt, war etwas angespannt, da ich wusste, dass ich in einer Disziplin an den Start ging, die für mich eine der schwierigsten war. Klar kann jeder 1,5 Kilometer schwimmen. Aber das Ganze auf Zeit ist nicht einfach. Doch so ging es ja nicht nur mir. Auch Robert musste starten obwohl er kein Rennradfahrer ist. Aber gut, nun war es ohnehin zu spät zum Jammern. Los ging es Richtung Wechselzone.

In der Wechselzone war bereits eine Menge los. Anders als 6beim Triathlon in Hamburg waren die Plätze hier nach Startnummern geordnet. Wir hatten also einen festen Platz und den auch zum Glück nebeneinander.
Wir mussten uns eigentlich keine großen Gedanken darüber machen, wie wir den Bereich einrichten müssen, da sich die Starter aus jeder nachfolgenden Disziplin immer rechtzeitig am Platz einfinden konnten und damit ausreichend Zeit hatten sich die Räder zu schnappen oder die Inliner anzuziehen. Es war an diesem Morgen noch recht frisch und so quälte ich mich aus meinen Sachen. Doch die Aufregung und Anspannung war so groß, dass man die Kälte nicht wirklich wahr nahm. 7
Appi schien deutlich entspannter als ich – welch ein Wunder 😉
Ich warf noch einen Blick auf unsere „Konkurrenz“. Ich weiß, dass die körperliche Beschaffenheit nicht unbedingt etwas über die sportliche Leistung der Athleten aussagt, trotzdem beruhigte es mich, dass ich ältere Menschen und auch etwas fülligere Menschen zwischen den zum Teil sehr trainierten Schwimmern sah. „Die wird doch wohl langsamer sein als du…Na schneller als der schwimmst du auf alle Fälle…“ – meine Gedanken drehten sich nur noch darum, möglichst nicht als Letzte aus dem Wasser zu kommen. Appi und ich machten uns schließlich gemeinsam mit den anderen auf den Weg Richtung Start. Alle wünschten uns viel Glück…dann trennten sich unsere Wege.

8Die meisten Schwimmer waren bereits im Wasser, das wirklich eine angenehme Temperatur hatte. Unser Blick richtete sich sofort auf die Schwimmstrecke. Wir sahen auf den ersten Blick drei Bojen. Nun gut, dachten wir sieht machbar aus. Doch dann entdeckten wir zwei weitere Bojen weit hinter den bereits gesichteten. Für mich waren die ohne Brille kaum erkennbar. Es waren einfach nur zwei kleine gelbe Punkte. So ein Mist!
Wir wussten, dass wir uns zu Beginn links von den Bojen halten sollten und im Uhrzeigersinn um diese schwimmen sollten. Also machten wir uns auf den Weg nach links. Wir waren noch nicht richtig angekommen hörten wir bereits das Publikum von zehn abwärts zählen. Es gab im Wasser weder eine Markierung, ab der man hätte schwimmen sollen, noch gab es ein wirkliches Startfeld. Je weiter man sich also schon ins Wasser hinaus getraut hat, desto besser die Chance auf eine gute Platzierung. Nun ja, diesen Vorteil hatten wir leider verpasst. Appi rief mir kurz zu „Bis später!“…und war auch schon im Wasser verschwunden. Ich fand mich zu Beginn in einem Feld mit lauter Schwimmern, die es bevorzugten zu kraulen, wieder. Mist, hier hast du ja als Brustschwimmer überhaupt keine Chance, dachte ich. Also versuchte ich auch zu kraulen. Nach zwei Schlägen habe ich dies allerings wieder aufgegeben und versuchte mich irgendwie so durchzukämpfen. Nach etwa 300 Metern hatte sich das dichte Feld dann etwas aufgelöst. Ich hatte nur einen Störenfried neben mir. Dieser Schwimmer war zu 100% vertieft in seine Schwimmtechnik. Er hat überhaupt nicht gecheckt, dass er mir regelmäßig in die Quere kam. Egal wo hin ich mich rettete, er war irgendwie immer wieder da.
Etwa nach der Hälfte der Strecke holte ich einen älteren Herren ein. Er schwamm absolut ruhig und entspannt daher. Cool, wieder jemanden überholt, freute ich mich. Ich versuchte weiter mein Bestes zu geben. Ich wechselte hin und wieder die Blickrichtung. Und plötzlich…plötzlich war dieser ältere Herr wieder da. Nach über einem Kilometer, wir befanden uns bereits auf dem Weg in Richtung Ufer und Ziel, war er schließlich vor mir. Er sah immer noch absolut entspannt aus und ich hatte keine Chance an ihm dran zu bleiben. Das beeindruckte mich ungemein und ich verstand nicht, wie man so entspannt so schnell schwimmen kann.

IMG-20150727-WA0019Das Ufer und damit auch das Ziel kam Stück für Stück näher. Ich hörte den Moderator, der die Schwimmer begrüßte, die es bereits aus dem Wasser geschafft hatten. Ich hatte das Gefühl kaum noch voran zu kommen. Doch dann sah ich den Grund des Bodensees unter mir und wusste, dass es nun wirklich nicht mehr weit sein konnte. Schließlich war der Grund so deutlich zu sehen, dass ich mich hinstellte. Allerdings ging mir das Wasser noch bis zur Brust. Mist, ich musste noch ein Stück weiter schwimmen. Kurze Zeit später war das Wasser dann aber endlich so flach, dass ich aufhören konnte. Ich stellte mich auf und spürte sofort, dass die Beine einfach viel zu wackelig waren, um auf den steinigen Boden loslaufen zu können. Also lenkte ich hab. In aller Ruhe nahm ich meine Schwimmkappe und Schwimmbrille ab. Und ging langsam und ruhig die ersten Schritte im Wasser. Doch es nützt ja nichts, ich musste schleunigst zur Wecheslzone. Also rannte ich los. Ich nahm noch Jule wahr, die direkt auf dem Teppich stand und Fotos machte. Sie rief mir zu, dass Appi nach 29 Minuten aus dem Wasser ist. Nun ja, 13 Minuten Vorsprung – hätte schlimmer sein können.
10In der Wechselzone wartete Appi bereits auf mich, um mir schnell den Transponder abzunehmen und ihn André zu reichen, der ebenfalls bereit war und sich auf seinen Start freute. Ratz fatz hatte er den Transponder an seinem Bein und rannte los. Ich konnte gar nicht so schnell schalten, wie er weg war. Es hat glaube nicht mal gereicht um ihm viel Erfolg zu wünschen.
„Naja, war doch von der Zeit gar nicht so schlecht!“ sagte Appi zu mir. Ich war fix und fertig und konnte noch gar nicht wirklich reden. Ich hatte das Gefühl Wasser in der Lunge zu haben. Das sei normal, beruhigte mich Appi. Nach einer kurzen Verschnaufpause war ich wieder in der Lage mich über unsere Leistung auszutauschen. Wir empfanden die Strecke beide als sehr lang. Ich bin die gleiche Zeit geschwommen wie in der Alster, obwohl die Bedingungen eigentlich besser waren. Auch Appi hatte die Zeit, die er erreichen wollte nicht eingehalten. Nun ja, vielleicht waren es ja wirklich ein paar Meter mehr. Ich erkundigte mich, wie Appi durchgekommen ist. Alles prima soweit. Allerdings musste er auch mit einigen Mitschwimmern „kämpfen“. Aufgrund der Distanz schwamm er abwechselnd Brust und Kraul.
11Unsere „Fans“ und die Teammitglieder, die gerade noch nicht an der Reihe waren, hatten es sich bereits am Strand bequem gemacht.
Sehr froh, es geschafft zu haben, gesellten wir uns in die Runde. „Habt ihr doch super gemacht!“ – bestätigten uns die anderen.
Ich feute mich, dass auch jetzt noch Schwimmer im Wasser waren und ich somit weit weg vom letzen Platz war.
Wir überlegten wann wir mit der Zieleinfahrt von André und Robert rechnen konnten. Robert hatte 13 Minuten Vorsprung, aber wir konnten absolut nicht einschätzen, wie er sich über die Höhenmeter schlägt. André sagte uns, dass er mit einer Zeit von etwa 1:20 Stunden durchkommen wird.
Uns blieben entsprechend noch einige Minuten. 12Sophie und Jenny waren so nervös, dass sie sich trotzdem schon kurze Zeit später auf den Weg in die Wechselzone machten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sophie aus dem Team 1 später auf die Strecke kam als Jenny die im Team 2 André ablösen wird, war recht groß, da der Abstand unter uns Schwimmern für Robert definitiv nicht reichte um diesen auszubauen oder zu halten.
Bereits nach etwa zehn Kilometern hatte André Robert am ersten Anstieg eingeholt…und ihn auch noch dabei erwischt, wie er das Rad den Berg hinauf schieben wollte. Doch dieses Aufeinandertreffen motivierte unseren Mann mit den schmalen Waden so sehr, dass er wieder auf´s Rad stieg und sich die Berge hinauf quälte. Auch wusste er, dass es nach dem Anstieg auch wieder ordentlich bergab gehen muss, worauf sich der geschwindigkeitsliebende Robert richtig freute.
Die Zeit verging wie im Flug und so dauerte es auch überhaut nicht lange, bis André im Ziel eintraf. Er war so schnell wieder da, dass wir seine Zieleinfahrt glatt verpassten. Wir waren gerade auf dem Weg zur Rennstrecke, als uns Jule zurief, dass André schon da sei. Nach gerade einmal 1:19 Stunden war er zurück und übergab unseren Transponder an Jenny.
Auch Jenny war so schnell aus der Wechselzone, dass wir sie gerade noch erwischten, als sie auf die Rennstrecke fuhr. Ich rannte wie angestochen hinterher um ihr viel Glück und viel Spaß zu wünschen. „Genieß es!“ waren meine letzten Wort, bevor sie davonfuhr. Wir entschlossen uns einen Platz an der Stelle zu suchen, an der wir sowohl die Finisher sehen konnten wie auch die Starter, um möglichst alle Teammitglieder anfeuern zu können.14Immer wieder warfen wir einen Blick auf die Uhr. Robert war noch auf der Strecke. Er wollte etwa nach 1:45 Stunden im Ziel ankommen, hatte aber überhaupt nichts dabei, womit er hätte schauen können wie lange er schon unterwegs ist. Sophie tat uns schon richtig leid. Sie saß bereits mehr als 45 Minuten in der Wechselzone. Und das, wo sie doch so nervös war.
Nach etwa zwei Stunden fingen wir an uns richtig Sorgen zu machen. Ob er gestürzt ist? Wie würden wir es denn überhaupt erfahren? Wie würden wir das mitbekommen?
Nein, dachten wir…alles ist gut, er wird sicher gleich ins Ziel fahren. Und dann war es auch so weit. Nach etwas über zwei Stunden sahen wir Robert um die letzte Kurve fahren. Er sah nicht mal fix und fertig aus. Schön gemütlich kam er daher gefahren und freute sich, als er uns sah und uns hörte. Wir waren nicht zu überhören, so sehr freuten wir uns Robert zu sehen. Sophie hat dieses Gejubel sicher bis in die Wechselzone gehört, denn schon kurze Zeit später war auch sie auf dem Weg zur Strecke. Ihr Larsi begleitete sie in Ihren Inlinern bis an den Start und wir halfen ihr die letzten Schritte bis auf die Rennstrecke zu gehen. Sehr schön! Jetzt waren beide Skaterinnen auf der Strecke. Wir zischten zurück zur Wechselzone um Robert beglückwünschen zu können.
15Wir waren alle stolz auf Robert. Immerhin war er mit Abstand der jenige, der sich am wenigsten sportlich betätigte. Und trotzdem war er dabei und trotzdem hatte er es geschafft und die Sache durchgezogen! Man sah ihm seine Erleichterung an. Auch er war froh im Ziel angekommen zu sein. „Die Berge! Jane, das war nicht zu vergleichen mit unseren Anstiegen, die wir gefahren sind.“ Ich wusste das natürlich vorher, hätte ich ihm das aber verraten, hätte ich ihm doch den ganzen Mut genommen. Ich war mir sicher, dass er durchziehen wird, egal wie schwer es für ihn auch ist. Und mit meiner Vermutung lag ich ja offensichtlich auch absoult richtig.
13Jenny war in der Zwischenzeit schon mehr als 30 Minuten auf der Strecke. Gemeinsam mit André und Vanessa machte ich mich wieder auf den Weg zur Strecke. Wir wollten Jenny unbedingt anfeuern, wenn sie die letzten Meter vor dem Ziel ist. Und dann war es auch so weit. Nach 1:17 fuhr Jenny ins Ziel ein. „Ich hätte heulen können, als ich euch gehört und gesehen habe, so froh war ich endlich im Ziel zu sein.“ sagte mir Jenny hinterher. Ihr fielen die Anstiege auf der Strecke schwer. Wir sind absolute Flachlandkinder. Unsere Radwege führen entlang der Unstrut. Da gibt es keine Berge. „Ich wurde von alten Männern und alten Frauen überholt. An den Anstiegen hatte ich das Gefühl teilweise rückwärts zu rollen.“
Arme Jenny, doch am Ende hatte sie es geschafft und das 13 Minuten schneller als sie glaubte.
Wieder waren wir absolut überrascht davon, wie schnell Jenny uns Lars den Wechsel vollzogen hatten. Ratz fatz war Lars auf der Rennstrecke. Beinahe hätten wir ihn verpasst. Wir sahen ihn nur ganz kurz und wünschten auch ihm alles Gute, viel Spaß und viel Glück. Lars plante etwa nach 1:45 Stunden im Ziel zu sein. Er ist ein Kämpfer, da war ich mir sicher.
16Wir warteten weiter an unserem gut gewählten Platz. Fleißig feuerten wir die Skater und Mountainbiker an, die längst gemeinsam auf dem letzen Streckenabschnitt fuhren. Und dann erreichte auch unsere Sophie das Ziel. Wir riefen ihr genau wie den anderen auch zu und freuten uns sie zu sehen. Wir hofften ihr für die letzten Meter noch etwas Kraft geben zu können. Sie war sichtlich erschöpft und verzog keine Mine, als sie an uns vorbei fuhr. „Ich hatte auf den letzten drei Kilometern noch mal ordentlich Gas gegeben, deshalb war ich einfach erledigt.“ sagte sie uns hinterher.
17Kaum war Sophie im Ziel, war auch Max schon auf der Strecke. „Maaaaax! Viel Erfolg – Larsi kriegst du noch!“ rief ich ihm zu 😉 …und schon war auch Max unterwegs.
Vanessa, die Lars ablösen wird, war bereits in der Wechselzone. Benny, Appi und Robert kamen von der Massage und so warteten wir gemeinsam auf die Ankunft von Larsi. Und dieser ließ auch nicht all zu lange auf sich warten. Fast ganz nach Plan fuhr er nach 1:43 Stunden ins Ziel. Damit war er zwei Minuten schneller als geplant. Wahnsinn, wie gut er sich und seine Leistung einschätzen konnte. Und wie immer dauerte es nicht lange, bis sich Vanessa, als letzte Starterin im Team 2, auf den Weg machen konnte. Wie eine Barbie. Die langen hellblonden Haare, ihr pinkes Oberteil und oben drauf noch eine schicke Sonnenbrille. Man muss eben auch während eines Wettkampfes gut aussehen! Vanessa war vor dem Lauf ebenfalls aufgeregt wie verrückt. „Ich bin die zehn Kilometer nur ein Mal gelaufen!“ Ihre letzten Wettkämpfe lief sie während ihrer Schulzeit…also einige Jahre her. Doch zum Glück hatte Max an alles gedacht. Vanessa stärkte sich kurz vor dem Lauf noch mit einem Energieriegel und einem Isotrink und fühlte sich dadurch gleich viel fitter und absolut in der Lage die zehn Kilometer zu überstehen. „Aber ich laufe nicht gut, nur dass ihr euch darauf einstellt!“ Ihr Freund wusste, dass sie gut war…und dass sie unter einer Stunde im Ziel sein wird. Wir feuerten also unsere Barbie am Start an und überlegten und rechneten hin und her. Wir wussten nicht genau, wann Max eintreffen wird. Für eine kurze Zeit haben wir uns nochmal an der Rennstrecke niedergelassen, entschieden dann jedoch aufzubrechen, da wir unbedingt Vanessa in ihrer zweiten Runde unterstützen wollten und dann gemeinsam mit ihr ins Ziel laufen wollten. Und wie wir uns auf dem Weg zur Wechselzone machten und dort am Rand 18noch kurz mit Benny plauderten fuhr auch schon Max ins Ziel. Wir schafften es gerade noch ihn auf den letzten fünf Metern zuzujubeln. Ratz fatz stand er in der Wechselzone neben uns und schon war auch unser letzter Athlet auf der Strecke. Benny flitzte aus der Wechselzone. Vanessa hatte etwa 13 Minuten Vorsprung. „Das hole ich nicht auf!“ sagte er. „Du läufst unter 50 Minuten, das weiß ich!“ rief ich ihm nach…und schon war auch Benny unterwegs. Max war nach 1:31 Stunden im Ziel. Also auch voll im Plan. Das Team 1 hatte den riesigen Vorsprung fast wieder drin. Jetzt lag es an Benny.
Gemeinsam machten wir uns auf den Weg Richtung Laufstrecke. Vanessa war nun schon fast 20 Minuten unterwegs und konnte die20 erste Runde schon bald hinter sich haben. Der Plan war, dass wir alle gemeinsam ins Ziel einlaufen können. Sollte es das Team 1 nicht mehr schaffen den Vorsprung aufzuholen, dann würden wir in den einzelnen Teams einlaufen. Wir suchten uns einen Platz, an dem wir dann alle gemeinsam mit auf die Strecke konnten…und hier dauerte es auch nicht lange, da kam Vanessa gelaufen. Sie lag mit etwa 27 Minuten für fünf Kilometer gut in der Zeit. Sie konnte es kaum fassen, als wir ihr zuriefen, dass sie sehr gut in der Zeit liegt. Kurze Zeit später, wir trauten unseren Augen kaum, lief auch Benny schon an uns vorbei. Er hat für die erste Runde etwa 23 Minuten gebraucht. Da ist der Wahnsinn…und ich kenne meinen Mann und wusste, dass er in der zweiten noch schneller sein wird.
Langsam trudelten auch alle anderen am Treffpunkt ein. Wir machten uns bereit und dann war es auch soweit. Vanessa war auf ihren letzten Metern vor dem Ziel. Unser Team 2 sprang auf die Strecke und gemeinsam liefen wir ins Ziel. Femi auf meinem Arm…ich kam kaum hinterher 🙂

19Vanessa hatte für die 10 Kilometer 57 Minuten gebraucht und so waren wir nach 6:02 Stunden im Ziel. Und da Benny, wie erwartet die zweite Runde noch schneller lief als die erste und somit auf geniale 44 Minten kam, kam auch das Team 1 nur zwei Minuten später ins Ziel.
21Damit hatten wir es also geschafft und unseren ersten Megathlon erfolgreich hinter uns gebracht. Wir werden im nächsten Jahr wieder an den Start gehen, da sind wir uns einig!

Nur noch zwei Tage, dann stehe ich gemeinsam mit neun weiteren Athleten in Radloffzell am Bodensee am Start des Megathlon. Damit betreten wie völliges Neuland und freuen uns auf ein spannendes Wochenende mit viel Spaß am Sport.

Wie sind wir eigentlich auf die Idee gekommen an einem solch außergewöhnlichen Wettkampf teilzunehmen?

Bereits letztes Jahr im Herbst habe ich meiner Familie den Vorschlag gemacht gemeinsam ein Familienwochenende am Bodensee zu verbringen. Die unter uns, die sich gern sportlich betätigen, können am Wettkampf teilnehmen. Alle anderen feuern uns einfach kräfig an.
Alle waren begeistert…doch als ich dann ernsthaft wissen wollte, wen ich denn anmelden soll, wurde es plötzlich ganz still. Dem einen war es zu teuer, dem anderen zu weit, der anderen dann doch ein bisschen zu anstrengend…und so blieb die Zahl derer, die mit mir gemeinsam an den Bodensee wollten schließlich recht überschaubar. Doch zum Glück habe ich nicht nur eine tolle Familie, sondern auch tolle Freunde…und so fanden wir weitere Unterstützer und bekamen schließlich zwei Teams voll.

Was ist der Megathlon am Bodensee?

Bereits zum 11. Mal lockt der Megthlon wieder tausende Athleten an den Bodensee. Ob als Team, als Einzelstarter oder im Duo – alle wollen gemeinsam die fünf Sportarten Schwimmen, Radfahren, Mountainbiken, Inlineskating und Laufen bestreiten.

Die Distanzen…

1500 Meter Schwimmen
44,5 Kilometer Rennrad 22,7 Kilometer Inlineskating
36,4 Kilometer Mountainbiking
10,0 Kilometer Laufen

Unsere Teams – nicht perfekt, aber gewillt ins Ziel zu kommen!

Das erste Team ist ein bisschen stärker aufgestellt. Alle Athleten sind in ihrer Disziplin ausreichend trainiert um die Distanz in einer guten Zeit zu bewältigen 🙂

20150723025014Unser Profisschimmer Appi …
Mit seinen 21 Jahren ist er unser jüngster Teilnehmer. Was nicht heißt, dass er die wenigsten Wettkampferfahrungen hat. Er schwimmt bereits seit 15 Jahren, was doch mal eine ordentliche Hausnummer ist.
Die meisten Wettkämpfe sind auf kurze Distanzen ausgelegt, trotzdem stand bereits mehrfaches 24-Stunden-Schwimmen mit auf dem Programm, so dass genügend Ausdauer vorhanden sein müsste. Das schöne an diesem Hobby – er tut damit auch noch Gutes. Durch seine Mitgliedschaft in der Wasserwacht des DRK im Kreisverband Sömmerda ist er ehrenamtlich als Rettungsschwimmer im Einsatz. So viel Enagement sollte auf keinen Fall unerwähnt bleiben. Wie auch einige weitere Mitgleider unserer Team, unterstützt Appi als Torwart die Fußballmannschaft des Salamander FC. Nicht ohne Gegentor, aber ungeschlagen ging dieses Team aus der letzten Saison. Und daran war auch Appi nicht ganz unschuldig.

Unser Profirennradfahrer André…20150723014940

So lange er Rad fahren kann, macht er es auch. Und das nicht wenig. Mit knapp 18.000 Kilometern im Jahr fährt er definitiv mehr als der Rest des Teams zusammen.
Regelmäßig ist er auf der Radrennstrecke unterwegs und liefert damit ausreichend Wettkampferfahrung. An der Tour de France hat er noch nicht teilgenommen, schaut sich die Etappen aber unwahrscheinlich gern im Fersehen an um danach seinen nächsten Urlaub zu planen und diese teilweise wunderschönen Regionen selbst einmal mit dem Fahrrad zu durchqueren. Im Jahr 2003 stand André in Fichkona am Start vor ihm lagen 612 Kilometer und 2200 Höhenmeter, die er in 21 Stunden bezwang. Was für andere unvorstellbar ist, ist für ihn Spaß, denn dieses zählte längst nicht zu seinem schwierigsten Rennen. An seine Grenzen kam André während des Ötztaler Radmarathons. Hier galt es auf einer Strecke von 238 Kilometern 5500 Höhenmeter zu überwinden.
Und nun noch zu seinem schönsten Erlebnis – Der Radmarathon Maratona dles Dolomites mit 138 Kilometern und 4300 Höhenmetern. Diesen ist er bereits zwei Mal gefahren. Wie man sieht, haben wir uns mit André einen richtigen Profi ins Team geholt. Er kann die Zeit raus holen, die ich verliere 😉

IMG-20150611-WA0003Unsere Skatingqueen Sophie…everybodys sunshine 🙂

„Boar, ich glaube meine Beine sind die einzigen Körperteile in denen ich richtig Kraft habe!“ Und die braucht man für 22,7 Kilomter auf Inlinern auch.
Sophie hat den Sport für sich entdeckt und ist zur Zeit ständig in Bewegung. Auf den Inlinern, auf dem Rad, im Wasser…letztens hat sie sich sogar in die Laufschuhe getraut. Sport macht Spaß, das findet Sophie auch.
Da Werningshausen durch die Anbindung an die Radwege in verschiedenste Richtungen den Skatern gute Möglichkeiten bietet, ist Sophie gern gemeinsam mit uns Mädels auf den Skates unterwegs. Entlang der Unstrut können wir gemütlich bis Sömmerda fahren. Sind die Straßenverhältnisse dort irgendwann mal besser, dann wird die Runde noch vergrößert. Mit ehrgeizigen Zielzeiten ist Sophie genau die Richtige um mit uns am Bodensee ordtentlich durchzustarten. Genug Kilometer auf den Skates hat sie hinter sich gebracht, um in einer guten Zeit und vor allem gesund und glücklich im Ziel anzukommen. Sie schnuppert dort das erste Mal Wettkampfluft und ich bin gespannt ob sie dieses Gefühl genauso liebt wie ich und ich sie auch zukünftig motivieren kann an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Vielleicht sehen wir uns ja doch zum Inlinemarathon in Berlin.

 
Max – der Downhillprofi…IMG-20150529-WA0001

Max hat sich noch nie wirklich für den typischen Jungssport Fußball interessiert. Dafür hat er dann aber in seiner Teenager-Zeit das Downhillfahren für sich entdeckt. Zu Beginn wurden rings um Werningshausen kleine Strecken selbst gebaut. Man traf Max eigentlich fast nur noch auf seinen Strecken und in vollem Outfit an. Auch ein Schlüsselbeinbruch konnte ihn nicht stoppen. Angst vor einem neuen Sturz hatte er nicht und so wurde die Streckenauswahl schnell erweitert. Max nahm an ersten Downhill-Rennen teil. Gute Platzierungen sicherten ihm bald einen Platz im Bergrausch-Racing-Team. Ausgestattet mit Bikes von Solid und Komponenten von Reverse stand den nächsten Erfolgen nichts mehr im Weg.
Vor zwei Jahren entschied sich Max für eine Ausbildung im Polizei-Vollzugsdienst. Um sich voll und ganz auf diese zu konzentrieren und keine verletzungsbedingten Ausfälle zu riskieren, entschied sich Max deshalb sein Hobby vorerst einzuschränken. Trotzdem ist er extrem fit, denn wer für eine Aufnahme in der Beweis- und Festnahme Einheit der Polizei trainiert muss eine gewisse Fitness und Kraft aufbringen. Wir sind überzeugt, das Max die Berge also nicht nur schnell herunter, sondern auch gut hinauf kommt.

 
ICH …Christiane – das verrückte Huhn im Team11164764_632401550237412_8214581024130123646_n

Die jenigen, die meine Beiträge verfolgen wissen, wer ich bin und was ich mache 🙂 Leicht verrückt beschreiben mich meine Freunde und meine Verwandten sehr häufig. Das würde ich so nicht sagen, ich würde nur bestätigen, dass ich Hummeln im Hintern habe und jede Form der Bewegung liebe. Vor allem das Laufen hat es mir angetan. Seit mehreren Jahren bin ich nun in Laufschuhen unterwegs…meistens gemeinsam mit unserem Hund Balu. Wettkampfluft habe ich das erste Mal vor vier Jahren zum Unternehmenslauf in Erfurt geschnuppert. Seitdem nehme ich regelmäßig an verschiedenen Laufveranstaltungen teil. Egal ob Traillauf, Hindernislauf oder ein Marathon. Ich nehme alles mit und probiere alles aus. Mein letztes kleines Highlight war der Triathlon in Hamburg.
Eigentlich wollte ich das Team unterstützen und meine persönliche Bestzeit von 46 Minuten auf zehn Kilometer toppen. Doch eine längere verletzungsbedingte Pause macht das unmöglich. Totzdem werde ich mein Bestes geben und mein Team ins Ziel bringen!
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Unser zweites Team ist ebenfalls toll und aus guten Kämpfern zusammengestellt…

Benny – der Fußballer unter den Schwimmern…20150707_175620

Warum entscheidet sich jemand der nicht gern schwimmt für diese Disziplien? Nun ja, eigentlich wollte Benny laufen oder Rennradfahren. Aber nachdem die Diskussionen rund um die Verteilung der Teams und der Sportarten irgendwie kein Ende finden konnten, hat sich Benny kurzentschlossen bereit erklärt ins Wasser zu steigen. Das war echt klasse von ihm. Eigentlich spielt Benny seit er denken kann Fußball. Nach vielen Jahren in Riethnordhausen wechselte er ebenfalls zu den Salamandern. Hier kann er sich stolz zu einen der fittesten Fußballern zählen, denn neben dem Training und den Spielen am Wochenende begleitet er mich regelmäßig zu verschiedensten Laufevents. Auch in Hamburg ging er mit an den Start und kämpfte sich gemeinsam mit mir durch die Alster. Nun kann er mit stolz behaupten nicht nur ein sehr guter Fußballer und guter Läufer zu sein, jetzt ist er auch ein Triathlet.
Wir lassen uns mal überraschen, vielleicht schnürt am Sonntag auch Benny die Laufschuhe und ich die Schimmbrille… 🙂

Robert – der Mann mit den schmalen Waden… 20150723020401

Eigentlich zieht Robert das motorisierte Zweiradfahren vor. Doch für unseren Start am Bodensee hat er sich überwunden und ist in den letzten Wochen auch hin und wieder auf´s Rad gestiegen.
Am Anfang mussten wir erstmal ein geeignetes Bike auswählen. Robert besitzt selbst nämlich gar keins 😀 Er wusste auch nicht mehr so richtig, wann er eigentlich das letzte Mal auf dem Rad saß.
Auf der ersten gemeinsamen Tour mit seiner Freundin Jule kam Robert auf unglaubliche 10 Kilometer. Am nächsten Tag klagte er über Muskelkater und einen schmerzenden Hintern. Oh je… Nun ja, dennoch gab er nicht auf und blieb dem Team treu. Jetzt fährt er regelmäßig etwa zwei Mal in der Woche und kommt damit wenigstens auf die 44 Kilometer, die er am Sonntag am Stück fahren wird. Genau wie alle anderen wird er es ins Ziel schaffen 🙂

Lars – der Baum unter den Athleten…20150723011822

Mit 1,92 Metern Länge ist Lars unser größtes Teammitglied. Zu seiner lieblings Sportart zählt mit Abstand das Fußballspielen. Nach vielen Jahren im Verein des SV Olympia Haßleben, die sich durch die Kreisoberliga kämpfen, wechselte er ebenfalls im letzen Jahr zum Salamander FC und unterstützt den Verein mit viel Herzblut. Mit viel Stolz trägt er seine Kapitänsbinde.
Genau wie Max entdeckte Lars im späten Teenageralter das Downhillfahren für sich. Und genau wie Max begann er dieses Hobby auf den selbstgebauten Strecken. Nach einigen Trainingsrunden rund um Werningshausen standen auch bei Lars erste Wettkämpfe an. Nie an der Front, aber auch nie im Schlussfeld! Ohne Angst bretterte er die Hügel und Berge hinab ohne sich nennenswerte Verletzungen zuzuführen.
Doch mit dem Fußball, der in der Zwischenzeit in höheren Klassen gespielt wurde, blieb weniger Zeit für das Hobby – Downhill. Das wundervolle und liebevoll gepflegte Downhillrad wurde verkauft und ein neues Mountainbike ersätzte dessen Platz. In den letzten Wochen suchte er in unserer Gegend immer wieder nach kleinen Anstiegen um sich wenigstens ein Bisschen auf die Herausforderung am Bodensee vorbereiten zu können. Festentschlossen die 500 Höhenmeter zu überwinden steht er am Sonntag am Start!

20150407_150958Jenny – die Frau der wir alles zutrauen…

Auf sie ist immer Verlass, das wusste ich genau. Und so stand, nachdem alle anderen gekniffen hatten, schnell fest, dass ich unbedingt Jenny in eines der Teams holen muss. Sie wird das durchziehen!
Jenny ist cool. Total geschickt geht sie einen Weg zwischen Beautyqueen und Lotterweib. Im Laden absoult gestylt freut sie sich die Freitzeit ungeschminkt und in Sporthose genießen zu können.
Obwohl sie eine absolut engagierte Mama ist, findet sie immer auch einen Weg sich neben Familie und Beruf zu bewegen. Eine abendliche Laufeinheit mit ihrer Freundin, eine Runde auf den Skates mit uns oder eine Tour auf dem Bike mit Kind und Mann. Es ist von allem was dabei und so schafft es die immer gut gelaunte Jenny fit zu bleiben.
Am Bodensee wird sie in ihre Skates steigen und die 22,7 Kilometer mit Leichtigkeit meistern. Mehrmalige Touren nach Sömmerda und zurück wurden in den letzten Wochen ins Training eingebaut. Und so steht dem Zieleinlauf in einer guten Zeit eigentlich nichts mehr im Weg. Angefeuert wird sie am Sonntag nicht nur durch uns, sondern auch durch ihre Familie, denn Mann und Sohn begleiten uns.

Vanessa – die Dancingqueen in Laufschuhen…20150706_195855

Braucht ihr eine gute Choreo für einen Showtanz? Dann fragt einfach Vanessa. Sie liebt das Tanzen und kann die jährliche Faschingssaison immer kaum abwarten. Meist treibt sie ihre Mädels lange vor Beginn des Spektakels ins Tanztraining. Dank ihr gibt es in keinem Faschingsprogramm nur einen Showtanz der Mädels, sondern immer mindestens zwei. In sehr produktiven Jahren auch mal drei.
Während ihrer Schulzeit lief Vanessa eigentlich viel und auch immer ganz vorn mit. Gemeinsam mit Kameraden und Sportlehrern war sie bei vielen Wettläufen dabei. Doch nach der Schule wurden die Laufschuhe in den Schrank gelegt und die Tanzschuhe geschnürt.
Im Frühjahr diesen Jahres gründete sich in Werningshausen eine Frauenfußballmannschaft. Auch Vanessa wurde zu Salamandine. Seit dem läuft sie wieder, auch wenn nur einmal in der Woche. Ab und an schafft es auch ihr Freund Max sie zum Laufen zu überreden…aber bitte ohne Stress! Gemütlich laufen und dabei quatschen können. So hat es Vanessa gern. In ihr steckt Potential. Das habe ich während der Laufeinheiten im Training gemerkt. Und so sind wir auch davon überzeugt, dass Vanessa ohne Probleme und mit einer sehr guten Zeit im Ziel ankommen wird. In ihr steckt nämlich eine echte Läuferin!

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Das sind wir also – zwei Teams die ganz viel Lust auf ein sportliches Wochenende mit viel Spaß haben. Wir werden alle unser Bestes geben, uns gegenseitig anfeuern und eine super Leistung abliefern, davon bin ich überzeugt!

Ich bin stolz mit euch dabei zu sein – bald sind wir Megathleten 😉 

 

 

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Chicago, London, Auckland… Die ITU Serie ist im siebten Jahr…und in diesem Jahr zum ersten Mal in zehn Städten der Welt. Auch Hamburg gehört wieder dazu – und wir waren dabei, was für ein geniales Gefühl.

20150717_154029Am Freitag brachen wir, wie immer mit leichter Verspätung, nach Hamburg auf. Unsere Räder waren verstaut und die Aufregung groß. Für mich und Benny war es der erste Triathlon. Wir konnten beide nicht so richtig einschätzen, was auf uns zukommt und fühlten uns ehrlich gesagt auch nicht wirklich gut vorbereitet. Aber egal – wir wollten es jetzt einfach wissen und ließen alles auf uns zukommen.

Am frühen Abend erreichten wir unser Hotel und stellten fest, dass es bis zur Alster wirklich nicht weit war. Nach einem kurzen Blick ins Zimmer machten wir uns auch schon auf den Weg Richtung Reeperbahn. Bevor am nächsten Tag alles im Zeichen des Triathlons stand, war an diesem Abend erst nochmal so richtig Entspannen und Ablenken angesagt.

20150718_003702Gemeinsam mit Synke, die ebenfalls am Sonntag mit an den Start ging, hatten wir einen sehr interssanten und auch lustigen Abend.
Wir genossen die gute Stimmung in Karaokebars, trauten uns dank des Stadtführers Fabian nun auch in „Keller“-Bars und nutzten die Chance kurz mal nicht an den bevorstehenden Triathlon zu denken und all die Aufregung kurz fallen zu lassen.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zur Alster. Schon auf dem Weg kreuzten wir die Radrennstrecke und feuerten die Sprinter fleißig an. Es beruhigte uns, dass nicht nur Profibikes unterwegs waren, sondern man hier und da auch ganz einfache Räder sah. An der Alster angekommen  sahen wir bereits die vielen Sprinter im Wasser. Überall sah man blaue, weiße oder rote Schwimmkappen. Nun war sie wieder da, diese Aufregung. Während Benny eigentlich ganz ruhig blieb, war ich deutlich angespannt. Allerdings im positiven Sinn. Ich freute mich auf den nächsten Tag.
Entlang der Alster konnten wir einen Blick in die Wechselzone werfen. Es war schon ein bisschen beeindruckend, die vielen Räder zu sehen. Wir suchten uns einen freien Platz und schauten einige Minuten den Schwimmern zu. Vielleicht konnte man sich ja doch noch die ein oder andere Technik abgucken. Auch hier beruhigte es uns, dass es neben den Schnellen auch einige Schwimmer gab, die sich Zeit ließen und sich langsam mittels Brustschwimmen dem Ziel näherten.

Wie liefen weiter, über die Messe am Jungfernstieg bis zum Gänsemarkt, wo wir glücklich unsere Startunterlagen entgegengenommen haben.

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Unser erstes Mal – rein in die Alster
Kennt ihr das – man fährt zu einem Wettkampf und hat die ganze Zeit das Gefühl etwas vergessen zu haben? Bestimmt! Mir ging es auch so, schon kurz nach der Abfahrt habe ich gesagt, dass was fehlt. Jetzt wussten wir auch was…Bennys Triathlonhose. Wir wollten nämlich in der Alster testschwimmen und dafür brauchten wir selbstverständlich eine Hose. Zum Glück fanden wir auf der Triathlon-Messe noch ein günstiges Modell, das dann zehn Minuten später gleich in der Alster getestet wurde. Auch unsere Badkappen mussten getestet werden. Gesagt getan…

20150718_140316Als wir im Testschwimmbereich ankamen, waren bereits viele Athleten im Wasser. Einige mit, andere ohne Neo. Benny wechselte noch fix das Outfit und bekam in dieser Zeit nicht mit, dass das Wasser an der Stelle, an der wir saßen flach ist. Total motiviert sprang er also kopfüber Richtung Wasser. Schon beim Absprung rief ich ihm zu, dass das  Wasser flach ist, wodurch er noch kurz die Beine nach vorn ziehen konnte und mit den Füßen auf den Steinen landete. Zum Glück hat er nur einige Kratzer, aber keine schlimmen Verletzungen davongetragen. Er hatte riesiges Glück…und drehte dann fix noch eine Runde durch die Alster. Die Wassertemperatur war angenehm und Benny schien recht motiviert, dass das schon werden wird. Nach ihm war ich an der Reihe. Langsam stieg ich ins Wasser. Angenehme Temperatur? Darüber kann man streiten, dachte ich mir. Aber es war nicht zu ändern, am nächsten Tag muss ich ja dann auch rein in die „Brühe“. Also los! Ich schamm vom Ufer mit Blick in Richtung Jungfernstieg. Es war recht windig und so spritzten mir die kleinen Wellen ins Gesicht. Leider hatte ich meine Schwimmbrille im Hotel vergessen. Ich drehte eine kleine Runde und schwamm dann wieder zurück zum Ufer. Ich muss zugeben, ich war schon etwas erschrocken darüber, dass es ein deutlicher Unterschied zum Schwimmbecken im Hallenbad war.

Kurze Zeit später legten wir auf dem Weg zurück zum 20150718_142800Hotel einen kleinen Stopp ein und ließen Bennys Fuß von den ehrenamtlichen Sanitätern des DRK versorgen.  Es dauerte ein bisschen, aber schließlich hatten sie alle kleinen Steinchen, die sich in der Fußsohle eingeklemmt hatten, herausgefischt und Benny konnte wieder anständig auftreten.

Wir machten uns schnell auf den Weg ins Hotel, wo wir uns frisch machen wollten, denn am späten Nachmittag sollte die Elite der Frauen und Männer auf der Sprintdistanz starten. Das wollten wir unbedingt sehen.
Leider starteten die Frauen anders als im Programm angegeben schon 15:45 Uhr statt 16:10 Uhr. Unterwegs konnten wir sie noch auf den Rädern vorbei rasen sehen, doch leider bekamen wir in der Poststraße nur noch den Zieleinlauf mit. Um den Wettkampf der Männer nicht zu verpassen sicherten wir uns gleich sehr gute Plätze am Ufer. Hier konnten wir die Elite auf ihren letzten Metern im Wasser richtig anfeuern. Es war einfach eine geniale Stimmung und wir waren ganz schnell im Triathlon-Fieber. Es war auch kaum zu glauben, wie schnell die kurze Zeit später mit ihren Rädern an uns vorbei fuhren. Es war alles sehr beeindruckend.

Nach dem Rennen ließen wir uns mit unserem akloholfreien Bier noch kurz an der Alster nieder. Hier bekamen wir aus einem Gespräch zweier Herren mit, dass wir morgen eine weitere Strecke schwimmen müssen als bislang geglaubt. Damit war die Stimmung erstmal am Boden. Benny war gleich der Meinung dies nie zu schaffen. Doch zum Glück hielt die schlechte Stimmung nicht lang an und wir waren schnell wieder gut motiviert einfach unser Bestes zu geben und am Ende unter 3:30 Stunden im Ziel anzukommen um uns glücklich in die Arme zu fallen.

Jetzt wird´s ernst…

Am nächsten Morgen ärgerte uns der Wecker 6:30 Uhr. Brrr…was für eine unchristliche Zeit am Wochenende. Doch schließlich siegte die Freude auf den Triathlon und schon sprangen wir aus dem Bett. Wir stärkten uns kurze Zeit später mit einem ordentlichen Frühstück und brachen pünktlich 7:50 Uhr mit Synke gemeinsam Richtung Wechselzone auf. Unterwegs trafen wir noch weitere Athleten und so konnten wir gemeinsam den Weg durch die Stadt hin zum CheckIn suchen.

20150719_082037Wir sind recht zügig durch die Kontrolle gekommen. Ich sollte nur meinen Helm enger machen, der Rest war in Ordnung.
Ich habe auch noch schnell die Gelegenheit genutzt und den Radservice von Canyon auf meine Reifen schauen lassen. Die sind absolut in Ordnung, wurde mir gesagt. Das hört man doch so kurz vor einem Rennen gern. Ich war beruhigt und wir konnten uns einen Platz in unserem Block der Wechselzone suchen. Uns Neulingen war nicht bewusst, dass es hier keine Nummer gab, die einem zugeordnet wurde. Leicht verwirrt suchten wir den Bereich ab, bis wir uns schließlich doch trauten einfach mal nachzufragen. Wir hatten Glück und fanden an einer guten Stelle noch zwei freie Plätze nebeneinander. Die Athleten neben uns hatten offensichtlich an alles gedacht. Puder für die Schuhe, Energieriegel etc. und die Anordnung ihrer Sachen schien gut durchdacht zu sein. Allerdings fing es schon wieder an zu regnen, weshalb sie noch mal alles neu und einigermaßen regensicher verstauen mussten. Wir schauten uns den ein oder anderen Trick bei den „Profis“ ab. Ein Mann rief seiner Frau zu, sie soll die Schuhe wegen des Regens verkehrt herum legen. Gute Idee, dachten wir und taten dies auch. Leider haben wir nicht daran gedacht, dass auch das Handtuch vor dem Regen geschützt werden sollte. Aber egal wir blickten auf unsere Plätze und waren uns einig – mehr geht nicht. Sieht gut aus, so können wir den Wechselplatz lassen. Nun machten wir uns auf Richtung Startbereich. Unterwegs gaben wir noch unsere Beutel ab. Die Zeit verging wie im Flug. Ratz fatz standen wir in der WarmUp-Zone. Hier wurde gefragt, wer denn an diesem Tag seinen ersten Triathlon vor sich hatte. Mit uns meldeten sich vielleicht noch ein oder zwei Teilnehmer, das wars. Für uns wurde fleißig applaudiert, was ein tolles Gefühl war. Nach ein paar Übungen zur Aufwärmung machten wir uns auf den Weg zum Wasser. Ohne lange zu überlegen sprang ich einfach hinein. Schön wie ein Frosch…statt mit einem eleganten Kopfsprung. Egal, dachte ich mir. Dich erkennt mit Schwimmkappe und Schwimmbrille doch sowieso niemand. Im Wasser schwamm ich zu Benny, der sich links außen einen Platz gesucht hatte. Ich war jetzt etwa eine Minute im Wasser. Die Temperatur erschien mir eigentlich recht angenehm…trotzdem hatte ich bereits jetzt blaue Lippen. Na prima, das Wetter scheint nicht besser zu werden – für mich wird es also eine recht frostige Angelegenheit.
Ich war die ganze Zeit damit beschäftigt mir Gedanken darüber zu machen, wie ich wohl am Besten die Wartezeit im Wasser überbrücken kann, ohne dass ich durch das Gestrampel schon außer Atem bin. Das beschäftigte mich so sehr, dass ich den Start gar nicht mitbekommen hatte. Plötzlich schwammen alle los. „Huch! Es geht wohl schon los?“ rief ich den anderen zu, die mir natürlich nicht mehr antworteten. Nun gut, dann starte ich halt auch. Was bleibt mir denn auch anderes übrig. Vor mir lagen 1500 Meter Alster…die Strecke erschien rein optisch extrem lang. Ich drehte mich kurz nachdem ich losgeschwommen bin nochmal um. Hinter mir waren kaum rote Badkappen, auch Benny konnte ich nicht zuordnen. Also schwamm ich einfach darauf los.
Ich suchte die ganze Zeit nach den Rettungsschwimmern der Wasserwacht, sah aber niemanden. Damit bekam ich leichte Angst. Was ist wenn ich keine Luft mehr bekomme? Was ist wenn ich die Kraft verliere? Wie bekommen die das mit, wenn doch gar keiner in meiner Nähe ist? Ich hatte so viel Angst davor, dass ich mich gar nicht getraut habe wirklich so zu schwimmen, dass ich hätte aus der Puste sein können.
Nach etwas weniger als 20 Minuten erreichte ich den Wendepunkt. Hier waren auch mehrere Rettungsschwimmer auf ihren Surfbrettern unterwegs. Gutes Gefühl und schön sie zu sehen! Die Strecke unter den Brücken war sehr schwer zu bewältigen. Irgendwie hatte ich hier das Gefühl nicht mehr vorwärts zu kommen. Kurz nachdem ich den Wendepunkt hinter mir gelassen habe holten mich schon die Starter des nächsten Startblocks ein. Oh nein! Jetzt schwimme ich mit den anderen gemeinsam ins Ziel, das ist doch peinlich! Aber es war nicht zu ändern. Es tauchten links und rechts von mir immer wieder weiße Badekappen des Startblocks I auf. Doch dann sah ich etwas sehr motivierendes. Eine blaue Badekappe. Etwa zehn Meter vor mir schwamm ein Mann, der bereits einen Block vor uns gestartet ist. Genial, auch ich hatte jemanden eingeholt. Das motivierte mich. Allerdings schien das Ziel nicht näher kommen zu wollen.
Kurz vor dem Ziel musst man noch die letzte Brücke kreuzen. An dieser Stelle wurde es echt eng. Die schnellen Schwimmer mit den weißen Badekappen gaben nocheinmal alles und ich fühlte mich hilflos dazwischen und hatte echt mal kurz Panik. Doch zum Glück war das „Ende des Tunnels“ nicht weit und das Ziel unmittelbar vor mir. Ich stieg nach 43 Minuten überglücklich und mega erleichtert aus dem Wasser. Ich wusste, dass ich langsam war, weshalb ich mich umdrehte um nach Benny zu schauen. Leider sah ich keine rote Kappe zwischen den vielen weißen, weshalb ich mich also ohne ihn auf den Weg zur Wechselzone machte. Ich war sehr erschrocken, als ich merkte, dass ich auch nach dem Schwimmen etwas wackelig auf den Beinen war. Ich lief zügig und stand dann in der Wechselzone. Beinahe alle Räder waren bereits weg. Das Gute daran war – ich fand unseren Punkt auf der Stelle. Allerdings musste ich auch feststellen, dass mein Nachbar ein ganz schönes Chaos hinterlassen hatte. Mein Helm hing anders an dem Lenker als ich ihn platziert hatte. Dadurch regnete es in den Helm. Meine Schuhe wurden ebenfalls umgestoßen und waren jetzt nass. Aber es nützte ja nichts. Von außen rief mir eine Zuschauerin zu, dass ich nicht so bummeln soll. Stimmt, dachte ich – ich muss ja schnell weiter. Also sprang ich in meine Strümpfe und Schuhe setzte meinen Helm auf, schnappte mir mein Rad und machte mich zügig auf den Weg zum Start.

20x30-SUNK4821Ich war sehr froh, als ich endlich auf meinem Rad saß. Mir war klar, dass dies die einzige Disziplien ist, die ich in den letzten sieben Wochen vor dem Triathlon trainiert hatte und dass ich hier die einzige Chance hatte mir eine gute Zielzeit zu erkämpfen. Und das tat ich. Ich fuhr gleich in dem Gang, in dem ich die letzten Fahrten gut hinter mich gebracht habe. Ich kam gut voran und lieferte mir hin und wieder einige kleine Rennen mit meinen Mitstreitern. Sicher dachten die meisten, ich sei ein kleiner Fisch, schließlich waren wir mit unseren Fitness-Bikes absolut in der Unterzahl. Doch mein Bike und ich konnten mit den Renn- und Triathlonrädern gut mit halten. Auch ein schnelles Rad wird durch einen schlechten Fahrer nicht besser. Und so zog ich an einigen Athleten vorbei. Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass ich auf der Strecke 41 Mitkämpfer überholt hatte. Damit bin ich wirklich zufrieden.

 

20x30-SUNK7364Die Radstrecke verlief weitestgehend ohne starke Anstiege. Es war eine tolle Runde…über die Reeperbahn und nach Altona entlang der Elbe. Hin und wieder konnte ich den Blick über den Fluss genießen. Der einzige wirklich spürbare Anstieg lauerte kurz nach dem Wendepunkt. Es ging leicht bergauf und ich zog an einigen Mitstreitern vorbei. Mir machte das Fahren an Anstiegen wenig aus, das merkte ich bereits im Training, wenn meine Begleiter gerade an diesen zurück fielen. Das nutzte ich natürlich und freute mich über jedes eingholte Rennrad 🙂

Die Zeit verging wie im Flug. Unterwegs rief mir Benny zu. Er war ebenfalls gerade in seiner ersten Runde. Schön ihn zu sehen und zu wissen, dass er im Wasser nicht aufgegeben hat. Nach den ersten 20 Kilometern wagte ich einen kleinen Blick auf die Uhr – 39 Minuten. Damit lag ich absolut im Soll. Auf geht´s in die zweite Runde. Ich hatte noch ausreichend Kraft und freute mich, dass ich noch Zeit auf dem Bike verbringen konnte.
Auf der Strecke sah man immer wieder Fahrer, die aufgrund von kaputten Reifen aufgeben mussten. Das ist doch wohl mal echt ärgerlich. Ich wäre wahrscheinlich in Tränen ausgebrochen. Die meisten nahmen es allerdings mit Fassung. Der ein oder andere hatte Material dabei, das Rad zu reparieren, andere machten sich allerdings auch zu Fuß auf den Rückweg.
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Nach 30 Kilometern blickte ich erneut auf die Uhr. Ich lag immer noch gut in der Zeit – 1:01 Stunden. Ich wollte unter 1:20 Stunden bleiben. Das war also drin. Jetzt nur nicht aufgeben und langsamer werden. Während ich in der ersten Runde den Anstieg noch ohne Schalten bestritt, war das in der zweiten Runde nicht mehr möglich. Ich musste einen Gang herunter schalten. Trotzdem kam ich gut voran und ließ auch jetzt wieder einige Athleten hinter mir. Kurz vor dem Anstieg traf ich auch auf Synke, die ich jetzt einholte. Sie sah leicht mitgenommen aus, was sicher auch an der Kälte lag. Wir waren alle wirklich durchgefroren. Meine Hände waren steif von der Kälte. Nach 1:18 Stunden war ich dann im Ziel. Ich hatte es geschafft und bin mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 30 km/h angekommen. Damit war ich zufrieden.

 

Nun kam der spannendste Moment für mich – wie würde ich mich fühlen, wenn ich vom Rad abstieg!? Nun ja, ganz stabil schienen mir meine Beine nicht. Etwas wackelig und schwer zu kontrollieren. Aber du hast ja Zeit sie in der Wechelszone wieder in einen „normalen“ Zustand kommen zu lassen, dachte ich. Aber so schnell konnten sie sich leider nicht regenerieren. Ich musste los auf die Laufstrecke. Ich spürte, dass der Lauffluss nicht sauber war. Also stärkte ich mich kurz nach dem Start mit einem Isogetränk und ging nochmal langsame zehn Meter, bis ich schließlich einen neuen Versuch startete. Es viel mir weiter schwer, aber was soll´s da musste ich jetzt durch. Es dauerte nicht lange und erste Krämpfe am Schienbeinmuskel traten auf. Die läufst du weg! Ich kannte diese Beschwerden und mir war wirklich klar, dass diese spätestens nach drei bis vier Kilomter verschwunden sind. Ich biss die Zähne zusammen und lief weiter. Die Kilometer schienen mir recht zügig weniger zu werden. Schon war ich am Wendepunkt. Die Schmerzen waren weg…zumindest die Krampfartigen Beschwerden. Natürlich schmerzte jetzt aufgrund der Vorbelastung jeder Schritt. Aber es war auszuhalten. Ich kannte dieses Gefühl aus vergangen Wettkämpfen und wusste damit umzugehen. Ich redete durchweg auf meinen Schweinehund ein. Etwa nach sechs Kilometern kam mir Benny entgegen. Ich rief ihm zu, dass es echt anstrengend ist…und auch er gab mir zu verstehen, dass er eigentlich so ziemlich am Ende seiner Kräfte sei. Nicht mehr lange und wir dürfen uns glücklich in die Arme fallen, dachte ich.

20x30-SUNH3794Wenige Zeit später war ich auf der Höhe der Binnenalster. Jetzt waren es nur noch etwas über 1000 Meter bis zum Ziel. Die Chearleader, organisiert von Erdinger, gaben sich alle Mühe einem für die letzten Meter viel Kraft zu geben. Die Zuschauer an den Seiten stärkten und motivierten mich. „Christiane, in 200 Metern links, dann nach 100 Metern rechts, dann nach etwa 200 Metern wieder links und schon bist du in deeeeeeer Poststraaaaaße!“ Ich fand es sehr lustig mit welcher Mühe sich der DJ an dieser Stelle für mich bzw. uns einsetzte.

20x30-SUNB3488Und dann war es soweit, ich erreichte die Poststraße und lief den Teppich entlang, auf dem ich am Vortag die Elite fahren und laufen sah. Man war ich stolz! Und wie immer trugen mich meine Beine ohne jegliche Schmerzen ins Ziel. Es ist immer das Gleiche, ist das Ziel greifbar, verschwinden alle negativen Einflüsse und man ist einfach nur happy und überwältigt.

Im Ziel angekommen nahm ich meine Medaille mega glücklich entgegen. Ich hatte es geschafft! Was für ein tolles Gefühl. Ich wollte ein Selfie machen, aber meine Hände waren so durchgefroren und steif, dass ich das Handy nicht halten konnte. Aber man war ja nicht allein im Ziel und so fand ich einen Helfer, der sich bereit erklärte.

Da ich wusste, dass Benny nicht weit hinter mir sein konnte, entschied ich mich auf ihn zu warten. Und so war es auch. Nach 13 Minuten sah ich auch Benny die Poststraße entlang kommen. Eigentlich sieht der doch noch ganz fit aus. Wir fielen uns in die Arme und er flüsterte mir hörbar erschöpft ins Ohr: „Schön es geschafft zu haben. Aber ich mache das nie wieder!“
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„Ich danke dir, dass du es mitgemacht hast und freue mich, dass wir es geschafft haben!“ Antwortete ich ihm. Ich werde dann vor der nächsten Anmeldung sehen ob ich ihn nochmal überzeugen kann oder nicht 🙂

20150719_123534Wir haben beide das Ziel erreicht und sind beide in der vorgenommenen Zeit geblieben. Das war alles was zählt. Außerdem fühlten wir uns gut. Keiner hatte Schmerzen und niemand war so erschöpft, dass wir nicht hätten weiterziehen können.
Zunächst wollten wir uns unser alkoholfreies Bier sichern. Es gab leckeren Kuchen, zahlreiche Energieriegel und frisches Obst. Alles, was man nach so einem Wettkampf eben braucht. Wir stärkten uns kurz und machten uns dann auf den Weg. Wir wollten noch unsere Medaillen gravieren lassen und die Massagemöglichkeit nutzen.
Doch als Erstes brauchten wir dringend etwas zum Anziehen. Wir waren absolut durchgefroren und meine Lippen waren immer noch total blau. Auf dem Weg fiel mir ein, dass wir keine trockenen Handtücher besaßen. So ein Mist. Doch mit einem freundlichen Gesicht „erbettelten“ wir in der Athleten-Arena ein Minihandtuch für Benny und ein benutztes für mich. Die Physiotherapeutinnen zeigten Mitleid. Danke dafür! 🙂 Nach der heißen Dusche gönnten wir uns schließlich auch unsere wohlverdiente Massage. Da wir bis zum CheckOut noch Zeit hatten, nahmen wir in einem Kaffee platzt, stärkten uns und wämten uns auf. Gemeinsam mit meinem Bruder, Synke und den Kids verbrachten wir hier ein paar Minuten, bevor sich unsere Wege trennten.

Auf dem Weg zum CheckOut trafen wir noch den Ironman-Europameister Jan Frodeno, der für Fotos und Autogramme bereit stand. Das war ein besonderer Abschluss eines besonderen Wochenendes.

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Wie weit bist du gelaufen? Wie schnell bist du gefahren? Wie hoch war dein Puls? Wie viele Kalorien verbrauchst du im Monat? Wie viele Kilometer läufst du im Jahr? Wie hoch war deine maximale Geschwindigkeit? Wie viele Höhenmeter hast du überwunden?

Diese und viele weitere Fragen können mit einer Fitness-App durchaus geklärt werden. In der Zwischenzeit ist das Angebot riesig. Ob ungebundene Apps wie Runtastic, Noom oder Endomondo oder auch Apps die an Geräte wie Polar, Garmin oder Nike gebunden sind – mit allen können verschiedene Sportarten aufgezeichnet und in gewisser Form verwaltet werden. Teilweise ist es möglich die Apps mit anderen Geräten zu verbinden. Der Puls, der beispielsweise über einen bestimmten Brustgurt von Polar gemessen wird, kann auch über die Apps (sicher bin ich mir bei Endomondo) angezeigt und im Trainig gespeichert werden.

Endomondo – mein absoluter Favorit 🙂

Seit 2013 trainiere ich mit Endomondo. Ich gebe zu, zu Beginn habe ich die App noch nicht so intensiv eingesetzt wie ich es heute mache, aber zumindest die Lauf-, Rad- und Inline-Einheiten habe ich weitestgehend aufgezeichnet. Heute trage ich, soweit ich daran denke, alles ein, was irgendwie mit Bewegung zu tun hat, um einen Überblick zu bekommen, was ich in der Woche leiste. Von kurzen Krafteinheiten über Yoga bis zum Aufzeichnen der Läufe, erfasse ich damit nahezu alle Trainings. Und das ist das Schöne an dieser App. Ich kann Einheiten auch im Nachhinein hinzufügen. Bin ich eine Stunde zum Langhanteltraining, kann ich dies hinterher einfach eintragen.

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Hier sind nur ein paar der möglichen 49 Sportarten aufgezeigt. Die Auswahl ist also groß genug, so dass eigentlich jeder Sportler seine Disziplien finden müsste. Das Einzige was mir fehlt, ist die Möglichkeit Wechseltrainings direkt aufzuzeichenen.  Es fehlt also etwas für Triathleten bzw. die, die es werden wollen 😉 So muss man eben nach dem Ende der einen Disziplien die Trainingseinheit beenden und dann eine entsprechend neue Einheit starten.

Doch nicht nur die Vielzahl der Sportarten macht diese App zu etwas Besonderem. Auch die Möglichkeiten, die einem während des Trainings geboten werden, sind spitze. Man kann individull einstellen, welche Informationen während des Trainings angezeigt und welche einem ganz und gar angesagt werden sollen. Zusätzlich kann man die Rundenlänge bestimmen und damit festlegen, nach welcher Distanz bzw. nach welcher Zeit man den Trainingsstand erfahren möchte.

Screenshot_2015-07-15-13-07-07Screenshot_2015-07-15-13-09-29Ich möchte während des Trainngs alle 500 Meter darüber informiert werden, wie schnell ich in der letzten Runde war, welche Distanz ich bislang zurückgelegt habe, wie lange ich insgesamt schon unterwegs bin und wie das Durchschnittstempo aussieht. Entsprechnd sind diese Optionen aktiviert.
Wer diese Informationen während des Trainings nicht erhalten möchte, deaktiviert dies einfach. Hört man während des Trainings Musik, so kann man einstellen, dass die Musik zu dem Zeitpunkt, zu dem man die Auskunft zum Trainingsstand erhält, die Musiklautstärke zurückgenommen wird.

Eine ebenfalls nützliche Einstellungsmöglichkeit ist meiner Meinung nach auch der Countdown. Nachdem ich diesen aktiviert habe, kann ich mein Handy in Ruhe verstauen und muss dies nicht während des Laufens, Radfahrens oder während der sonstigen Bewegung machen.

Nach dem Training liefert die App eine sehr schöne Zusammenfassung der Einheit. Über eine Karte kann man die Strecke nocheinmal genau unter die Lupe nehmen und jeden einzelnen Kilometer betrachten. Die Rundenübersicht zeigt an, wie schnell man auf den einzelnen Abschnitten war, was der schnellste Kilometer und welcher Kilometer der langsamste war.
Über die Zusammenfassung wird auch angezeigt, wie viele Höhenmeter man überwunden hat, welches Durchschnittliche Tempo man erreicht hat, wo die maximale Geschwindigkeit liegt usw. Auch die geschätzten Kalorien werden angezeigt, was denjenigen, die Sport betreiben um abzunehmen sicher sehr wichtig ist.

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Je nach Einstellung kann man das Training im Anschluss auch über soziale Netzwerke mit Freunden teilen.

Alle Trainingseinheiten werden natürlich gespeichert. Über die App, aber auch über die Hompage des Anbieters kann man auf alle vergangenen Trainings zugreifen. Damit und auch über die Statistiken und Zusammenfassungen der Trainings, kann man seine Leistungssteigerung kontrollieren.

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Man kann diese Ansichten indivduell gestalten und selbst entscheiden, welche Sportarten eingefügt werden sollen und welche nicht. Ebenso kann man entscheiden ob die Anzeigen nach Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren gestaltet sein sollen. Soll die Trainingsdauer, die Distanz, die Kalorien oder etwas anderes in den Blick genommen werden? Auch das kann jeder Nutzer individuell entscheiden.

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Eine kleine Spielerei, für den ein oder anderen Sportler aber sicher trotzdem wichtig, ist der Vergleich mit anderen Athleten. Auch diese Möglichkeit bietet die App und vergleicht die persönlichen Trainings und Leistungen mit denen der anderen Nutzern.

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Auch hier kann man die Sportart ebenso wählen wie die angezeigte Leistung. Die Einstufung in verschiedene Kategorien ist ebenso möglich. Wie man hier sehen kann sieht man auch den direkten Vergleich zu seinen Freunden, sofern sie dies zulassen.

Auf seiner persönlichen Startseite auf der Homepage fasst Endomondo ebenfalls die Trainings- und Bestleistungen zusammen, die man also immer gut im Blick hat. In der Timeline sieht man das Training seiner Freunde (auch nur dann, wenn sie dies zulassen), was den ein oder anderen Sportler auch motiviert. Sehe ich die Leistungen meines Vorbildes, kann ich daran arbeiten ebenfalls so gut zu werden 😉

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Premium-Nutzer haben zudem die Möglichkeit sich ihren persönlichen Trainingsplan erstellen zu lassen.  Man trägt einfach ein, in welcher Sportart man welches Ziel erreichen möchte und schon erstellt Endomondo den Trainingsplan. Hierbei werden die Daten, die der App bereits durch die Trainings vorliegen genutzt. Man kann die Trainingstage selbst festlegen und erhält einen darauf angepassten Plan.
Viele fragen sich jetzt vielleicht, ob diese Trainingspläne denn gut sind. Ich habe meinen letzten Marathon-Trainingsplan einem studierten Sportwissenschaftler gezeigt. Dieser garantierte mir, dass man im Freizeitbereich ausreichen damit trainieren kann. Möchte ich auf Leistungssportniveau trainieren brauche ich sicher eine Alternative.

Ich habe mich akutell für einen Greif-Trainingsplan entschieden. In diesem sind die Trainingseinheiten viel umfangreicher und auch nicht auf ein reines Lauftraining ausgerichtet.

Trotzdem, ich bin jetzt zwei Marathons mit dem Endomond-Plan gelaufen. Es funktioniert also. Ich werde nach einem Jahr Greif auch dazu ein Feedback geben und dann schauen wie ich anschließend weiter verfahren werde 🙂

Fazit:

Endomondo ist eine, in der einfachen Version, kostenlose App mit zahlreichen Möglichkeiten zur Unterstützung des Trainigs. Ich bin mehr als zufrieden mit dieser Wahl und empfehle diese App immer wieder.

In diesem Sinne – Sport frei!

Was haben wir uns dabei eigentlich gedacht? Wie kommen wir auf die Idee an einem Triathlon teilzunehmen?

Letztes Jahr im Spätherbst haben Benny und ich uns entschieden, wieder mehr gemeinsam zu erleben und nach gemeinsamen Sportevents zu suchen. Veranstaltungen auf die wir uns zusammen vorbereiten, gemeinsam trainieren und uns auch ein bisschen gegenseitig herausfordern können. Benny möchte keinen Marathon laufen, ich auf keinen Fall Fußball spielen. Wir mussten also nach Alternativen suchen.

Schnell hatten wir verschiedene Programme auf dem Plan. So haben wir die Hindernis- und Trailläufe für uns entdeckt und bereits verschiedene Wettkämpfe dieser Art zusammen bestritten. Es ist einfach viel schöner, wenn man diese schönen Momente und Wettkämpfe gemeinsam erleben kann.

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Zudem haben wir uns sehr zeitig zum Triathlon angemeldet. Das ist nicht so schwer wie ein Marathon, aber auch kein Katzensprung, dachten wir uns. Gesagt getan – für den ITU in Hamburg registriert. Zu Beginn war der Termin ja noch sehr weit entfernt. Dennoch starteten wir motiviert ins Training. Eifrig machten wir uns im Winter ein bis zwei Mal in der Woche auf in die Schwimmhalle. Auch das Lauftraining konnte aufgrund der angenehm milden Temperaturen im Winter einfach weiter durchgezogen werden. Im Frühjahr bekamen wir beide unsere neuen Räder, die auch mehr oder weniger regelmäßig gefahren wurden. Mal gemeinsam, mal lieber jeder für sich.

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Wir trainieren auf komplett verschiedene Art und Weise. Benny mag es eher gemütlich, kein Stress…und möglichst keine Anstrengung. Im Wettkampf wird es dann schon anstrengend genug. Ich hingegen teste mich ständig aus, bringe meinen Körper immer wieder an seine Grenzen und treibe den Puls gut in die Höhe. Während des Schwimmens ziehe ich meine 60 Bahnen durch…Benny hängt lieber hin und wieder am Beckenrand und ist davon überzeugt, dass er schneller schwimmt, wenn er das Ziel vor Augen hat. Bahnen in der Halle sind nichts für ihn.

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Nun gut, wie gesagt – der Termin war irgendwie noch recht weit entfernt und wir versuchten uns mal mehr und mal weniger intensiv auf den Triathlon vorzubereiten.

Jetzt liegt er aber plötzlich unmittelbar vor uns. Und blicken wir auf die letzten Wochen, dann waren wir echt faul, was die Triahtlonvorbereitung angeht. Wir haben nur zwei Wechelstrainings durchgezogen. Beide mit halber Triathlon-Distanz…mehr war in den letzten Wochen einfach nicht drin.

Was machen wir also jetzt die letzten sieben Tage vor dem „großen“ Tag?

Prinzipiell gilt – Tapering vor dem Wettkampf. Das heißt wir müssen den Trainingsumfang reduzieren. Das ist allerdings aufgrund der mangelnden Vorbereitung nicht wirklich sinnvoll bzw. nötig. Was soll man denn reduzieren, wenn man kaum etwas wettkampfspezifisches leistet? 😉

Für all diejenigen, die aber auch kurz vor einem Wettkampf stehen und viel dafür getan haben – spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem du auch an Regeneration denken solltest…um so erholter kannst du nämlich in den Wettkampf gehen. Außerdem ermöglichst du es deinem Körper nun vermehrt Fettsäuren in die Muskulatur einzubauen. Dadruch werden die Glykogenspeicher geschützt und du kannst automatisch mehr Leistung bringen.
In dieser Tapering-Phase solltest du vermehrt den Umfang reduzieren, während du die Intensität beibehalten kannst. Intensive Trainingseinheiten aktivieren dein Herz-Kreislaufsystem und die Muskulatur…die Leistungsfähigkeit kann also lange aufrecht erhalten bleiben. (Quelle – Forschungsgruppe Dr. Feil)

Und wie sieht es so kurz vor dem Wettkampf mit der Ernährung aus? – Vor Wettkämpfen sollten immer die Kohlenhydratspeicher gefüllt werden. Sieben Tage davor muss man die Kohlenhydratzufuhr aber noch nicht erhöhen. Diese beginnt erst drei Tage vor dem Wettkampf. Hochwertige Kohlenhydrate sind: Rote Beete, Süßkartoffeln, Haferflocken, Hirse, Dinkelbrot, Naturreis, getrocknete Pflaumen, Bananen…

Auf was sollte man verzichten? – Ganz klar, auf Weizenprodukte. Weizen erhöht Entzündungen im Körper und schwächt das Immunsystem.
Für uns heißt es jetzt Ruhe bewahren. Wir sind keine Profis und wollen den Triathlon mit einer guten Mischung aus Spaß, Anstrengung und Stolz bestreiten. Alles kann, nichts muss…aber das was kann, das muss 🙂 Lassen wir uns also überraschen!

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Laut einer Studie soll die Wassermelone eine leckere und sehr gute Möglichkeit sein, um nach dem Laufen die Regeneration zu unterstützen.

Wassermelonen sind reich an L-Citrulin, einer Aminosäure, die direkt auf die Bildung der Muskelzellen wirkt.

L-Citrulin ist eng mit dem, vielen Sportlern bekannten, L-Arginin verwandt. Der Saft der Wassermelone ist reich an beiden und wirkt dem Muskelkater entgegen.

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Gut, dass es genau jetzt reichlich leckere Wassermelonen gibt. Lasst es euch schmecken 🙂

Ich muss gestehen, dass ich mir vor dem Lauf nicht allzu viele Gedanken über die Strecke gemacht hatte. Klar war mir bewusst, dass ein Halbmarathon in den Bergen für mich sehr anstrengend werden würde, aber ich hoffte, dass ich das mit Janes Unterstützung schon irgendwie schaffen würde. Da es mein erster Halbmarathon war, wusste ich auch nicht wirklich worauf ich achten musste. Umso besser, dass meine große Schwester an alles gedacht hatte. Sicherheitshalber hatte sie alles im Doppelpack dabei und konnte mich mit der notwendigen Kleidung als auch Verpflegung für den Weg eindecken. Da ich in den letzten Wochen eher Abitur und andere Dinge im Kopf hatte, begann die Aufregung erst so richtig vor Ort. Dort dafür umso mehr, besonders während wir in unserem Startblock auf den Startschuss warteten.

Die ersten Kilometer auf einem Feldweg durch den Wald waren super zu laufen. Die Anstiege konnten noch ohne Probleme gemeistert werden und ich war noch super gelaunt und voller Elan. Nach dem Wald ging es vorbei an einem See und begeisterten Zuschauern. Das steigerte den Kampfgeist doch noch einmal. Dann begann der Streckenabschnitt rund um den Aletsch mit einem etwa einen Kilometer langen Anstieg. Diesen nahm ich noch motiviert, doch im Anschluss begann die gute Laune langsam zu verfliegen. Das ständige Auf und Ab begann mich zu nerven und ich wünschte mir die flachen Laufstrecken in unserer Umgebung zurück.

Ab Kilometer 14 war bei mir die Luft raus. Ich hatte das Gefühl keinen einzigen Anstieg mehr gehen zu können. Die Beine brannten, die Laune war am Nullpunkt. Meine Schwester, die versuchte, mich irgendwie zum Weiterlaufen zu bewegen, wurde angepflaumt. Immer wieder überlegte ich, ob ich nicht einfach abrechen soll. „Warum tu ich mir das eigentlich an, den letzten Anstieg mit über 500 Höhenmetern schaffe ich sowieso nicht…“. Auf dem Moosfluh (Kilometer 16) dann die letzte Möglichkeit per Seilbahn zurück zum Start zu gelangen. „Du musst dich jetzt entscheiden. Entweder du brichst ab und fährst runter oder du ziehst durch.“ Aber will man wirklich fünf Kilometer vorm Ziel aufgeben? Nein. Ich weiß nicht, ob es an der Entscheidung lag, die ich an dieser Stelle traf oder ob Janes Gel Chips endlich wirkten, auf jeden Fall kam mit der Willenskraft auch irgendwann die körperliche Kraft wieder ein wenig zurück. Ich versuchte die meisten Streckenabschnitte noch einmal schneller laufend zu meistern, aber an den Anstiegen fehlte einfach die Kraft.

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Vor den letzten zwei Kilometern hatte ich besonders viel Respekt. Hier ging es bis zum Ziel so steil bergauf, dass man es schon fast als Klettern bezeichnen könnte. An dieser Stelle muss ich einmal erwähnen, wie beeindruckt ich von den Spitzenläufern bin, die selbst diesen Abschnitt rennend zurücklegten. Mich strengte bereits der langsame Aufstieg an und ich war froh, meine Schwester bei mir zu haben, die mich nicht nur mental mit sich zog. Spätestens bei diesem Aufstieg konnte man dann auch spüren, dass die Luft dünner wurde. Zum Glück gab es hier wieder ein paar mehr Zuschauer, die einen anfeuerten und da man bereits die Musik und Ansagen vom Ziel hören konnte, trug einen der Gedanke, es bald geschafft zu haben, weiter.

Der Anstieg endete etwa 10 Meter vorm Ziel. Auf diesem letzten Stückchen war dann all die Anstrengung vergessen und gemeinsam mit Jane rannte ich über die Ziellinie. Auf dem Bettmerhorn konnte auch ich dann endlich die Aussicht genießen, was mir während des Laufens nicht wirklich gelang. Der Lauf entlang des Aletschgletschers war definitiv nicht so, wie ich mir meinen ersten Halbmarathon vorgestellt hatte, mal abgesehen davon, dass ich vor zwei Monaten nicht im Traum daran gedacht hätte, überhaupt irgendwann mal so eine Strecke zu laufen. Für mich war es nicht nur ein Lauf, sondern ein Hardcoretraining. Ich hatte nicht erwartet, dass ich zwischendurch so fertig sein würde. Umso glücklicher bin ich jetzt allerdings, dass ich es durchgezogen habe. Ein großes Dankeschön hier noch einmal an die vielen netten Läufer, die einen auf der Strecke mit lustigen Gesprächen aufgeheitert haben und meine Schwester, ohne die ich vermutlich abgebrochen hätte!

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Immer wieder Montags…darüber hatte ich bereits berichtet 🙂

Während unserer letzten Fitness-Einheit am Montag, sagten mir ein paar der Mädels, dass sie die Workouts gern zu Hause wiederholen wollen. Dies könnten sie aber nur machen, wenn ich sie online stelle…und da ich hier sowieso das ein oder andere Workout vorstellen möchte, gibt es ab heute immer Dienstags das Workout zum Fitness-Training der Salamandinen.

Ich hoffe die Hausaufgaben werden dann auch gemacht 😉 …los geht´s.

Bevor du mit dem Workout startest, erwärm dich bitte. Mach die Schultern durch Schulterkreise warm, dehn dich von oben bis unten etc.

Begib dich in die…

…Ausgangsposition:

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Es werden alle Muskeln angespannt! Der Bauch ist fest, der Po, die Beine…versuch auch die Rückenmuskulatur anzuspannen. Dein Körper ist wie ein Brett. Konzentrier dich zudem darauf, dass du deinen Po NICHT nach oben schiebst oder dein Becken zu weit Richtung Boden absinkt!

1. Liegestütz

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Bei einem korrekt ausgeführten Liegestütz bleibt der Körper ebenfalls wie in der Ausgangsposition beschrieben, wie ein Brett. Nun führst du den Köper Richtung Boden OHNE dabei die Spannung zu verlieren. Bleib stabil! Die Arme sollten möglichst 90° erreichen (Oberarm-Unterarm).

Nach mehreren Wochen mit intensiven Liegestützübungen schafft in der Zwischenezeit jede Salamandine 6 Wiederholungen mit längeren Pausen in der Ausgangsposition.

Ist dies dein erstes Workout mit Liegestütz, dann versuch zunächst ein bis drei Wiederholungen durchzuführen. Merkst du, dass diese nicht mehr korrekt ausgeführt werden, dann beende die Übung. Falsch ausgeführte Liegestütz bringen dir nichts, also qüal dich nicht weiter 🙂 Versuch drei richtig gute zu schaffen, dann ist es auch für den Anfang ok. Steigere den Umfang Stück für Stück.

Die jenigen, denen die Liegestütz zwar nicht ganz leicht fallen, sie aber gut ausüben können und seit längerem Workouts mit dieser Übung durchführen, schaffen mindestens fünf bis zehn Wiederholungen. Alle anderen gerne 15 bis 20 und die Profis dann 25 bis 30. Dann ist es aber auch gut, die Arme werden in den nächsten Übungen noch weiter beansprucht.

2. Der Mix 🙂

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Wenn du kannst, dann mach nach den Liegestütz keine Pause und bleib gleich in der Ausgangsposition. Achte darauf, dass dein Körper weiterhin fest wie ein Brett ist. Nun beginnst du, das rechte Bein in Richtung des rechten Ellenbogen zu ziehen. Dies ist eine Form der Climbers. Je weiter du an den Ellenbogen herankommst, um so besser ist es. Das Gleiche machst du mit der linken Seite. Anschließend führst du deinen Körper in den Frontstütz (rechter Unterarm wird zum Boden geführt, dann der linke Unterarm). Nach drei Sekunden bringst du deinen Körper zurück in die Ausgangsposition. Diese Übung wiederholst du anschließend weitere sieben Mal. Versuch dich zu konzentrieren und durchweg die Köperspannung zu halten. Führ die Übungen langsam uns sauber aus. Wer zu viel Tempo hinein bringt achtet oft weniger gut auf die korrekte Durchführung – das gilt übrigens für alle Übungen, die nicht den Puls in die Höhe treiben sollen, sondern ausschließlich auf Kraftaufbau ausgerichtet sind. In der Ruhe liegt die Kraft 😉

3. Butterfly reverse

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Nun legst du dich flach auf den Boden. Richte deine Arme so aus, dass die Oberarme im Rechten Winkel zum Oberkörper liegen. Das Gleiche gilt für die Ausrichtung der Ober- und Unterarme, die ebenfalls einen rechten Winkel bilden.  Dein Blick ist zum Boden gerichtet, die Füße bleiben ebenfalls am Boden. Spann wieder den kompletten Köper an. Nun beweg deine Arme GERADE nach oben. Sie werden nicht nach hinten und auch nicht nach vorn geschoben. Beide 90° Winkel bleiben durchweg bestehen. Die Bewegung ist ausschließlich ein Heben und Senken. Bring die Arme acht Mal in Folge nach oben. Anschließend bringst du etwas Abwechslung hinein. Hebe die Arme soweit wie möglich nach oben, senke sie bis zur Hälfte, hebe sie wieder nach oben und bringe sie dann erst zurück nach unten. (Hoch-Mitte-Hoch-Tief) Dies wiederholst du ebenfalls acht Mal, bevor du nochmal acht einfache Wiederholungen durchführst.

Sehr gut! Damit hast du nun auch etwas für den hinteren Deltamuskel getan. Zieht es im Triceps oder im unteren Rücken, dann hast du etwas verkehrt gemacht. Vielmehr darf es nun zwischen den Schulterblättern in alle Richtungen ausstrahlend brennen 😉

4. Sit Ups mit angewinkelten Beinen

Sit Ups kann man in den verschiedensten Varianten durchführen…diese Form schont den unteren Rücken, denn man kann definitiv nicht ins Hohlkreuz gehen.

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Leg dich flach auf den Boden, heb die Beine und bring sie in einen rechten Winkel – Oberschenkel > Bauch genauso wie Oberschenkel > Unterschenkel. Die Arme nimmst du neben deinen Kopf. Zieh nicht an deinem Nacken!!! Nun hebst du deinen Oberkörper acht mal vom Boden ab. Die Beine bleiben dabei die ganze Zeit in der Ausgangsposition. Du trainierst die gerade Bauchmuskulatur.

Anschließend machst du etwas für die schrägen Bauchmuskelgruppen. Beweg deinen rechten Ellenbogen in Richtung linkes Knie. Auch hierbei bleiben die Beine in der Ausgangsposition. Führe ebenfalls acht Wiederholungen durch.

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Das Gleiche machst du mit der anderen Seite, bevor du abschließend nochmal acht Wiederholungen für die geraden Bauchmuskeln durchführst.

5. Beinheber (Bauch)

Nochmal eine Übung für die geraden oberen, aber auch für die geraden unteren Bauchmuskeln. Bringe dich zu Beginn in folgende Position:

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Hast du es dir bequem gemacht, kann es los gehen 😉 Führe die Beine langsam und konzentriert Richtung Boden. Allerdings nur so weit, wie es dein Bauch halten kann. Möchte dein Oberkörper „hinterher“, dann geh nicht tiefer. Nun heb die Beine wieder an. Ebenfalls lansam. Bring keinen Schwung hinein, dann macht die Übungen keinen Sinn! Wiederhole dies neun weitere Mal.

Ist es dir in dieser Position zu einfach, dann leg dich flach auf den Boden. Leg deine Hände an deinen unteren Rücken um zu kontrollieren, dass du beim Absenken der Beine nicht ins Hohlkreuz gehst. Teste diesen Punkt aus und stoppe, deinem Rücken zu Liebe, an dieser Stelle. Stütz dich möglichst nicht auf deine Hände. Deine Kraft soll aus dem Bauch kommen.

6. Seitstütz

Leg dich auf die Seite und begib dich in folgende Position:

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Dein Körper ist wieder von oben bis unten angespannt. Dein Becken bleibt stabil und fällt NICHT Richtung Boden. Hast du dich ausgerichtet, bewegst du deine Körpermitte langsam Richtung Boden und hebst ihn wieder an. Diese Bewegung wiederholst du weitere sieben Mal. Dann drehst du dich auf die andere Seite und führst die gleiche Übung nochmal durch.

 

7. Beinheber (Po)

Zu Beginn dieser Übung bringst du dich in folgende Position:

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Dein Rücken, dein Po und dein Oberschenkel bilden eine Linie. Dein Unterschenkel befindet sich in einem Winkel von 90° zum Oberschenkel. Deine Fußsohle zeigt zum Himmel…oder der Zimmerdecke 😉
Nun bewegst du den Fuß nach Oben. Das Bein bewegt sich nach Oben, die Fußsohle zeigt aber weiter Richtung Himmel. Das Bein wird nicht nach hinten geschoben, sondern nach OBEN. Stopp ist die Ausgangsposition. Das Bein Befindet sich zu keinem Zeitpunkt unterhalb deines Po. Diese Bewegung wiederholst du acht Mal. Anschließend folgen acht Wiederholungen im Wechsel (Hoch-Mitte-Hoch-Tief) und nochmal acht einfache Wiederholungen.

Das Gleiche machst du dann auch mit der anderen Seite.

Und? Wo brennt es? Im Hintern? Alles richtig gemacht 🙂

8. Beinheber (Oberschenkel & Hintern)

So, die letzte Übung! Leg dich auf die Seite. Nun bewegst du das obere Bein gestreckt und angespannt nach vorn, wieder zurück, nach oben und wieder nach unten.
Diesen Ablauf wiederholst du mindestens 10 Mal je Seite. Wer kann auch gern 15 oder 20 Mal. Doch übertreib es nicht…

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…denn nun geht es in die zweite Runde! Viel Spaß.

 

Wer kann, schließt gern auch noch eine dritte Runde an.

Dies ist ein Training, dass sich für Einsteiger eignet, die etwas für ihre körperliche Fitness machen wollen, ohne sich zwischen Ausdauertraining und Krafttraining entscheiden zu müssen.

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Kurzes Warm-Up

1. Ruhiger Lauf

Finde dein Tempo. Kannst du dich während des Laufens unterhalten? Dann bist du nicht zu schnell.
Versuche wenigstens 15 Minuten durchzuhalten.

2. Muskeln lockern

Du willst gleich etwas für deinen Muskelaufbau machen. Lockere also deine Muskeln. Ich empfehle jede
Übung etwa eine Minute durchzuführen.

  • Schulterkreisen – ändere auch die Richtung
  • Hüftkreise – ändere auch die Richtung und werde in den Kreisen größer
  • Oberkörperrotation
  • Armkreisen – ändere auch die Richtung
  • Beinschwünge – halt dich zur Sicherheit fest
  • Fußkreisen – ändere auch die Richtung

Muskelaufbau

Hierbei ist es wichtig alle Muskelgruppen gleichmäßig zu trainieren. Übungen, werden immer beidseitig
durchgeführt. Ich empfehle sich nicht auf eine Muskelgruppe zu fixieren, sondern den kompletten Körper
einzubeziehen.

Such dir eine Bank, eine Brücke oder einfach einen liegenden Baumstamm.

  1. Verkürzte Liegestütz mit abwechselndem Beinheben (10 Wiederholungen)
    Die Hände werden etwas mehr als schulterbreit aufgestützt. Spann deinen kompletten Körper an. Drück den Bauchnabel durch deine Bauchmukseln nach innen. Falls dir bereits das Halten dieser Position schwer fällt, stell die Füße etwas weiter auseinnder. Dann beugst du die Arme, bis diese einen 90° Winkel erreicht haben. Mit jeder Beugung hebst du dein durchgestrecktes Bein leicht an. Die Beine werden dabei abwechselnd gehoben.
  2. Arnold-Dips (10 Wiederholungen)
    Setz dich auf dein gewähltes Hilfsmittel (Bank, Baumstamm…) mit den Händen stützt du dich links und rechts neben dem Po auf. Dein Oberkörper ist aufrecht, der Rücken gerade, die Baumuskeln angespannt. Die Beine werden nach vorn gestreckt. Fällt dir das Halten in dieser Position schwer, dann winkel die Beine leicht an. Jetzt führst du den Po langsam Richtung Boden. Die Arme werden dabei gebeugt, bis Unter- und Oberarme einen 90° Winkel erreicht haben. Anschließend werden die Arme wieder gestreckt. Achte auf deine Atmung, beim Beugen ein- und beim Strecken ausatmen.
  3. Weite Kniebeuge (24 Wiederholungen)
    Bring die Füße weit auseinander. Deine Fußspitzen zeigen nach außen. Deine Arme nimmst du nach vorn und führst beide Hände zusammen. Jetzt beugst du deine Beine. Dabei führst du den Po Richtung Boden. Optimal ist es, wenn Ober- und Unterschenkel in einen 90° Winkel erreichen. Deine Knie sollen jedoch nicht über die Fußspitzen ragen. Dann geh lieber nicht so tief.
    Die Wiederholungen führst du wie folgt durch – die ersten acht gehst du so tief du kannst. Die nächsten acht Wiederholungen startest du unten, gehst hoch, gehst nur bis zur Hälfte nach unten, wieder nach oben und dann erst tief (hoch-mitte-hoch-tief). Daran schließt du nochmals acht tiefe Wiederholungen an.
  4. Schmale Kniebeuge (24 Wiederholungen)
    Bring die Füße Hüftbreit auseinander. Die Fußspitzen zeigen nach vorn. Deine Arme nimmst du nach vorn und führst beide Hände zusammen. Jetzt führst du die Übung ebenso durch, wie die weiten Kniebeuge. Achte wieder darauf, dass deine Knie nicht über die Fußspitzen ragen.
  5. Kniebeuge im Einbeinstand (10 Wiederholungen je Seite)
    Such dir etwas zum Festhalten. Hebe das rechte Bein, verlagere dein Gewicht auf das Linke. Der Oberschenkel des angehobenen Beines wird parallel zum Boden gehalten, Oberschenkel und Unterschenkel stehen im 90° Winkel zueinander, die Fußspitze wird Richtung Schienbein gezogen. Jetzt beginnst du das linke Bein zu beugen. Gehe so tief du kannst, achte darauf, dass dein Knie nicht über die Fußspitze ragt.

Laufeinheit

Nach diesen ersten Übungen läufst du wieder ein Stück. Jetzt geht es darum ein paar kleine Intervalle einzubauen, die dich unterschiedlich beanspruchen.
Lauf wieder in deinem ruhigen Tempo los. Genau wie zu Beginn des Trainings. Nach etwa drei Minuten räumst du einen kurzen Sprint ein (etwa 30 bis 40 Meter). Steigere dein Tempo Stück für Stück. Anschließend läufst du wieder ein bis zwei Minuten im ruhigem Tempo. Dies wiederholst du noch zwei Mal.

Muskelaufbau

Nach dieser kurzen aber knackigen Laufeinheit geht es in die zweite Runde Muskelaufbau. Jetzt konzentrieren wir uns stärker auf den Oberkörper.

  1. Einbeinstand
    Du musst erstmal wieder ruhig atmen. Such du dir einen unebenen Untergrund. Stell dich in den Einbeinstand. Ohne Festzuhalten! Du bist außer Atmen und hast schon einige Kraftreserven ausgeschöpft. Es wird dir vielleicht nicht leicht fallen, diesen Einbeinstand ohne zu Wackeln zu halten. Aber das ist gut so. Du lässt die Hände am Körper herunterhängen. Balancier dich über deine Sprunggelenke aus. Dadurch trainierst und stabilisierst die Muskeln und Bänder in diesem Bereich. Verletzungen und Zerrungen durch die Laufeinheiten wird dadurch besser vorgebeugt. Führ diese Übung mit beiden Beinen durch, bis du wieder ruhig atmest.
  2. Liegestütz und Mountainclimbers (10 Wiederholungen – 30 Sekunden – 5 Wiederholungen)
    Jetzt führst du die Liegestütz nicht verkürzt, sondern komplett am Boden durch. Fallen dir Liegestütz noch zu schwer, dann stell die Knie auf dem Boden ab (Halber-Liegestütz). Achte darauf, dass dein Köper fest ist. Dein Bauchnabel wird wieder durch deine Bauchmuskeln nach Innen gezogen. Du machst kein Hohlkreuz und lässt den Hintern unten. Mach keine Brücke, auch wenn dir die Liegstütz dadurch leichter fallen würden – effektiv sind sie dann nicht mehr. Deine Arme beugst du so, dass Unter- und Oberarm im 90° Winkel zu einander stehen. Versuch 10 Wiederholungen zu schaffen.
    Anschließend beginnst du mit den Mountainclimbers – ohne zwischendurch abzusetzten! Zieh die Knie abwechselnd Richtung Brust. Steigere das Tempo. Diese Übung führst du 30 Sekunden durch.
    Gleich darauf führst du nochmals fünf Liegstütz aus.
  3. Frontstütz (40 Sekunden aufwärts)
    Such dir einen nicht zu harten und trockenen Untergrund. Bring dich in Bauchlage auf den Boden. Deine Unterarme zeigen nach vorn. Deine Beine sind gestreckt und deine Zehen werden auf den Boden gestellt. Jetzt hebst du deinen Körper. Ober- und Unterarme bilden dabei einen 90° Winkel. Achte darauf, dass du alle Muskeln deines Köpers anspannst. Mach keine Hohlkreuz und lass den Hintern unten.
  4. Crunches und Beinkreuzen
    Setz sich auf den Boden oder such dir eine Bank. Nun hebst du die Beine an. Du wirst selbst spüren in welcher Höhe du sie halten kannst. Probier es aus und entscheide dich für die Höhe, in der dir das Halten am schwersten fällt. Nun ziehst du die Knie zur Brust. Anschließend streckst du sie wieder. Wiederhole diese Übunge zehn Mal. Ohne die Beine abzusetzen führst du die nächste Übung durch. Dabei überkreuzt du die ausgestreckten Beine abwechselnd (10 Wiederholungen). Nun wirst du, wieder ohne zwischendurch abzusetzen, 10 Crunches wiederholen. Dein Bauch wird brennen. Soll er aber auch.
  5. Seitstütz mit Rotation (10 Wiederholungen je Seite)
    Leg dich auf eine von dir gewählte Seite. Bietet sich der Untergrund nicht zum Liegen an, dann stütz dich mit ausgerecktem Arm auf der Bank ab. Deine Beine sind gestreckt. Der Fuß des oberen Beines kann vor den Fuß des Unteren Beines gestellt werden. Der freie Arm wird nach oben gestreckt. Hebe deinen Köper an. Anschließend führst du den freien Arm unter deinem Köper entlang Richtung Wirbelsäule und wieder zurück.
  6. Situps (40 Wiederholungen, falls möglich)
    Such dir einen Untergrund, auf dem du sitzen kannst. Nun folgen die klassischen Situps. Nimm die Kraft aus deinem Bauch, nicht aus deinen Beinen. Lass den Nacken gestreckt, ziehe nicht an deinem Kopf. Deine Beine sind gebeugt, die Füße stehen fest am Boden. Führe die Übungen wie folgt durch:
    – acht gerade Situps
    – acht Situps über die rechte Seite
    – acht gerade Situps
    – acht Situps über die linke Seite
    – acht gerade Situps

Jetzt hast du auch die zweite Trainingseinheit geschafft. Nun wirst du wieder etwas für deine Ausdauer machen.

Laufeinheit

Lauf wieder ruhig los. Schau wie es dir geht. Hast du noch Reserven, oder bist du bereits an deiner Grenze. Du hast noch Reserven? Dann bau jetzt ein paar kurze Lauf-A-B-C Übungen ein.
Nachdem du zwei bis drei Minuten in deinem ruhigen Tempo gelaufen bist führst du folgende Übungen durch:

25 Meter Hopserlauf mit Hüftstreckung
25 Meter locker laufen
25 Meter Seitsprung rechts
25 Meter Seitsprung links
25 Meter locker laufen
25 Meter Kniehebelauf
25 Meter locker laufen
25 Meter Anfersen
500 Meter auslaufen

Muskelaufbau

Du hast immer noch Kraft und noch nicht genug? Dann leg eine dritte Krafteinheit ein. Wiederhole jetzt die Übungen aus dem ersten Teil.

Laufeinheit

Zum Schluss läufst du ganz locker aus. Versuch wieder 15 Minuten durchzuhalten. Wähle wieder dein ruhiges Tempo.

Dehnen als Abschluss
Balsam für deine Muskeln. Du hast in den letzten, knapp 90 Minuten, deinen kompletten Körper trainiert. Jetzt solltest du dir noch kurz die Zeit nehmen, diese Muskeln zu dehnen.

  1.  Die Beininnenseiten
    Setz ein Bein angewinkelt zur Seite. Nun versuchst du möglichst tief mit dem Körper zum Boden zu kommen. Wechsel nach etwa 20 Sekunden die Seite.
  2. Die Beinrückseiten
    Nimm die Beine etwa hüftbreit auseinander. Nun führe die Hände so weit es geht Richtung Boden. Spürst du den Zug in den Rückseiten deiner Beine, hälst du diese Position auch etwa 20 Sekunden.
  3. Oberschenkel-Vorderseiten
    Umfass mit einer Hand ein Schienbein am untersten Ende und zieh nun die Ferse zum Gesäß.
    Achte darauf möglichst während der gesamten Übung die Knie zusammenzudrücken und schieb gleichzeitig die Hüfte nach vorn.
  4. Die Waden
    Setz ein Bein zurück. Dabei zeigen beide Füße parallel nach vorn. Nun neigst du deinen Oberkörper nach vorn und schiebst gleichzeitig die Hüfte nach vorn, bis du ein leichtes ziehen in der Wade spürst.
  5. Die Oberarme
    Deine Arme werden hinter deinen Kopf gelegt. Dabei ist ein Arm so angewinkelt, dass der Rücken zwischen den Schulterblättern mit der Hand berührt wird. Mit der anderen Hand fasst du den nach oben zeigenden Ellbogen und ziehst in nach unten, bis du eine Spannung spürst. Die Schultern dürfen während der gesamten Übung nicht angespannt werden sondern müssen hängen bleiben. Führ diese Übung mit beiden Armen durch.
  6. Die Unterarme
    Fass mit der einen Hand die andere Hand an der innen Fläche. Nun ziehst du mit der Hand die andere Hand zu dir heran. Wechsel nach etwa 20 Sekunden die Seite.
  7. Die Schulter
    Halte den Arm der zu dehnenden Seite waagerecht vor die Brust und greife mit der Hand des anderen Arms deinen Ellenbogen. Nun drückst du den Arm am Ellenbogen an die Brust. Halt die Position für 20 Sekunden, dann wiederholst du die Übung mit der anderen Seite.
  8. Rücken
    Stell deine Füße schulterbreiter auseinander, die Knie sind leicht gebeugt und der Oberkörper aufrecht und stabil. Deine Hände bringst du über dem Kopf zusammen. Jetzt neigst du deinen Oberkörper möglichst weit zur Seite. Nimm die Spannung raus und halte diese Position auf jeder Seite etwa 20 Sekunden.

 

Sehr gut! Du hast es geschafft. Genieß dieses Gefühl und beende das Training mit einem Lächeln.