Monthly Archives: August 2015

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In vier Wochen ist es so weit. Ich stehe zum zweiten Mal in Berlin am Start. Zwei Wochen später werde ich dann den Marathon in München laufen. Nach meinem Aufbauplan stecke ich nun wieder voll in der eigentlichen Marathon-Vorbereitung. Doch was ist eigentlich, wenn sich da so ein Wettkampfwochenende wie das in der nächsten Woche einschleicht?

Am Samstag den 05.09.15 findet in Erfurt der 15.Nachtlauf statt. Ich hatte mich zum Halbmarathon angemeldet. Vier Runden durch die schöne Altstadt Erfurts. Am Tag darauf starte ich in Halle zum Halbmarathon. Das ist mein erster Halbmarathon ohne Profil und ich hoffe dort eine gute Zeit zu laufen. Ist da dann die Strecke in Erfurt nicht jedoch ein bisschen hoch angesetzt?

Die Idee, die ich verfolgte war, dass ich, wenn ich in Erfurt fünf oder zehn Kilometer laufe, sehr wahrscheinlich das Tempo nicht drosseln werde. Zu sehr reizt es dann, eine bessere Zeit als im letzten Jahr zu laufen. Also entschied ich mich für einen ruhigen Halbmarathon.

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Doch die Trainer und auch mein Physiotherapeut waren sehr skeptisch und hielten alle nicht viel von diesem Plan. Zu hohes Verletzungsrisiko, keine gute Leistung in Halle aufgrund der Vorbelastung, keine Zeit zur Regeneration usw.

Deshalb habe ich mich heute umentschieden. Ich werde in Erfurt nur fünf Kilometer laufen, um in Halle dann Gas geben zu können. Doch wie läuft man einen 5-Kilometer-Wettkampf möglichst ruhig? Nun ja, ich habe mir unter meinen Lauffreunden gleich jemanden gesucht, von dem ich weiß, dass er diese Runde ruhig angeht. An diesen werde ich mich jetzt also dran hängen und hoffen, dass wir nicht unter 28 Minuten und einem Durchschnittspuls von maximal 160 im Ziel ankommen werden. Auch wenn wir damit so ziemlich das Schlusslicht bilden werden.

Wie sieht aber so eine Woche vor einem Halbmarathon, den man in einer vernünftigen Zeit laufen möchte aus?

Am Montag werde ich einen extensiven Dauerlauf anstreben. Ich werde zwischen 15 und 20 Kilometer laufen und den Puls zwischen 136 und 150 halten. Am Dienstag folgt ein Tempolauf. Drei Mal 3000 Meter im geplanten Renntempo mit einer Trappause von jeweils 1000 Metern. Ein Puls bis 181 ist erlaubt, jedoch absolut nicht darüber! Weiter geht es am Donnerstag mit drei Mal 2000 Meter im geplanten Renntempo und ebenfalls 1000 Meter Trappausen zwischen den Intervallen. Auch hier sollte der Puls auf keinen Fall über 181 steigen. Das Ganze nennt man Puffertraining.
Am Samstag steht dann eigentlich eine ganz kleine Runde über zwei Kilometer auf dem Plan, die wieder im Pulsbereich zwischen 136 und 150 gelaufen werden sollte.

Diese kleine Runde wird vor dem Halbmarathon in Halle nun durch die 5-Kilometer-Runde ersetzt…und ich hoffe diese kleine Erweiterung schmeißt nicht den ganzen Plan über den Haufen und ich komme am Sonntag spätestens nach 1:50 Stunden im Ziel an.

Wie es am Ende gelaufen ist, werde ich euch selbstverständlich nach dem Lauf erzählen.

Wen treffe ich denn am Samstag in Erfurt oder Sonntag in Halle am Start? 🙂

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Wer einigermaßen regelmäßig meine Blockbeiträge liest oder meine Aktivitäten verfolgt, hat sicher bereits mitbekommen, dass auch ich beinahe regelmäßig von meinen Schienbeinkanten geärgert werde. Seit einem Jahr komme ich einfach nicht ohne meinen Physiotherapeuten, regelmäßiges Taping, Stabilisations- und Gleichgewichtsübungen sowie meine Blackroll aus. Ich habe einen Weg gefunden damit zurecht zukommen, richtig glücklich bin ich mit meinen ständig unterschwellig schmerzenden Schienbeinen jedoch nicht. Vor allem wenn ich jedes Mal kurz vor dem Marathon wegen der Schienbeinkantensydrome pausieren müsste. Auf Dauer ist dies einfach anstrengend und nervig.

Bereits im Juni beschloss ich deshalb mich an einen Heilpraktiker zu wenden. Von meinem Trainer habe ich erfahren, dass viele Leistungssportler den Physiotherapeuten, Heilpraktiker und Kinesiologen Andreas Beyer in seiner Praxis in Ichtershausen aufsuchen. Vielleicht hat jemand, der sich um die Profis kümmert ja auch einmal Zeit für mich? Ich wollte es nicht unversucht lassen und griff zum Telefon. Überglücklich habe ich mir anschließend meinen Termin für den 24. August eingetragen.

Gestern war es dann endlich so weit. Etwas später am Abend traf ich den Mann, der mich bitte endlich von meinen Beschwerden erlösen sollte. Ich war sehr gespannt und schließlich sehr froh, auf einem sympathischen und freundlichen Herrn zu treffen.
Zu Beginn jeder Behandlung steht natürlich die Anamnese. Bereits während ich seine Fragen beantwortete erkannte ich die Fehler selbst. Piercings, Tattoos, Kaffee, Energiedrinks, die Antibabypille…

Nach dieser Erstaufnahme ging es auf die Liege. Nun wurden alle Meridiane und deren Funktionstüchtigkeit durchgetestet. In der Zeit, in der ich mich selbst noch intensiv mit der Alternativmedizin auseinandersetzte, musste ich immer wieder feststellen, dass ich mit der Kinesiologie nicht zurechtkam. Umso erstaunter war ich, dass jeder Griff saß und ich jedes Defizit bzw. jeden Fehler selbst spürte. Einfach, weil ich dann keine Kraft hatte.

Zum Beispiel fehlte mir im rechten Arm absolut die Kraft, als ich diesen von mir weg drücken sollte. Ich konnte es nicht fassen, schließlich trainiere ich fleißig und meine Arme sehen mit Sicherheit nicht aus, als hätte ich keine Kraft.

Sehr interessant wurde es auch, als wir uns meinem Bauchnabelpiercing zuwandten. Sicher ist vielen bekannt, dass Piercings negative Auswirkungen auf unseren Köper haben sollen. Im Bereich des Bauchnabels können Allergien, Schlafstörungen, Rückenbeschwerden usw. die unangenehmen Nebenwirkungen eines Piercings sein.

Mir sagte Herr Bayer, dass ich die Rückenbeschwerden beispielsweise durch das viele Training verhindere. Meine Bauchmuskulatur ist in der Lage so zu arbeiten, dass ich Bandscheibenvorfälle oder ähnliches kompensieren kann. Allerdings kann dieser Piercing ebenfalls der Auslöser für meine Schienbeinbeschwerden sein. Denn ich schaffe es unter anderem nicht, durch meine Bauchmuskulatur mein Becken zu stabilisieren, was sich wiederum auf meinen Laufstil auswirkt. Ein Problem, das auch mein Physiotherapeut schon erkannt hat.
Im Test sollte ich meinen linken Fuß nach oben ziehen. Ich konnte diese Position allerdings nicht halten. Ein oder zwei kurze Handgriffe durch Herr Bayer und es hat funktioniert. Anschließend sollte ich kurz an meinem Bauchnabelpiercing wackeln. Gesagt, getan. Und was ist passiert? Die Kraft im Fuß war erneut verschwunden.

Also gut, für mich heißt es also Piercing entfernen und meine Narben behandeln. Mit Narben sind auch meine Tattoos gemeint. Wie? In den nächsten Wochen muss ich zwei Mal täglich eine Creme auf diese Bereiche auftragen.

Durch diese Therapie soll ich zum einen Beschwerdefrei bleiben, zum anderen soll mein Körper wieder leistungsfähiger werden. Ich bin sehr gespannt und werde in den kommenden Wochen weiter berichten.

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Nach dem letzten Marathon im Juni, war es erst einmal vorbei mit dem Lauftraining. „Du bräuchtest mal eine anständige Laufpause. Sagen wir mal mindestens drei Monate, um ordentlich auskurieren zu können.“ Sagte mir mein Physiotherapeut. Doch der bevorstehende Aletsch-Halbmarathon und der Triathlon in Hamburg ließen das nicht wirklich zu. Allerdings hatte ich meinen Laufumfang deutlich heruntergefahren. Beide Wettkämpfe hatte ich dann zum Glück, ohne größere Beschwerden gemeistert und war mir deshalb nach dem Triathlon sicher, dass ich mich nun wieder auf die Langstreckenläufe stürzen kann.

Ich beschloss jedoch, dieses Mal alles richtig zu machen und wechselte daher von meinem gewöhnlichen Trainingsplan in einen Aufbauplan. Zu groß war die Angst, dass ich bald wieder in die Überbelastung hinein rutschte.

Mein Plan begann mit einem Wochenumfang von etwa 45 Kilometern, die aus einer guten Mischung von regenerativen, extensiven, intensiven und Intervalltrainingseinheiten. Dieses Muster setzte sich auch weiter fort. Neben dem Lauftraining stand auch immer das Ultrabreathe-Training auf dem Programm. Ich gebe es zu, das ist leicht nervig, aber laut Studien soll es ja was bringen.

Als ich mit dem Plan begann, waren meine Pulswerte alles andere als sehenswert. Ich erinnere mich genau, wie ich auf dem Laufband die letzte Intervalleinheit vor dem Triathlon absolvierte. Ich schaffte es nur mit viel Mühe, die Pulswerte einigermaßen im Grundlagenausdauerberich zu halten. Teilweise hätte ich auch gehen können.

Nun ja, das ist jetzt etwa fünf Wochen her. In dieser Zeit habe ich sehr viele Läufe im Niedrigpulsbereich geleistet…und jetzt?

3Am Freitag gab der Plan einen extensiven Dauerlauf auf 13 km vor. Diesen konnte ich aufgrund der fehlenden Zeit nicht leisten. Deshalb wollte ich ihn verschieben. Gestern sollte es dann ein langer extensiver Dauerlauf mit einem Umfang von 18 Kilometern werden. Allerdings konnte ich auch diesen nicht wie geplant durchführen, entschied mich aber, bevor ich gar nicht laufe, einen kurzen flotten Zehner zu meistern.

Heute musste ich dann also die 18 km plus die fehlenden drei plus 54 Minuten regenerativer Dauerlauf leisten, um alle fehlenden Läufe bzw. alle fehlenden Kilometer des Wochenendes auszugleichen. Und das tat ich auch.

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Ich lief 29.25 Kilometer in einer Zeit von 3:16 Stunden. Ganz schön langsam, nicht? Ja das stimmt, aber ich habe diesen Lauf mit einem Durchschnittspuls von 151 gemeistert, womit ich über sehr lange Zeit im GAI geblieben bin. Genial! Das habe ich noch nie geschafft – also einfach mal zwei, vielleicht auch drei Gänge herunter schalten und dieses ruhige Tempo über so eine lange Zeit zu halten. Es war ein toller Lauf. Ich konnte ihn ohne Zeitdruck genießen. Und mein Hund hat sich auch gefreut 🙂

Morgen starte ich in den Marathon-Trainingsplan und bin gespannt wie sich das weitere Training nach Greif fortsetzt und wie sich meine Zeiten und Werte entwickeln werden.

Und natürlich werde ich euch berichten!

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Die Idee, sich kohlenhydratarm oder ganz und gar kohlenhydratfrei zu ernähren ist in der Zwischenzeit weit verbreitet. Immer häufiger triff man in der Familie, im Freundeskreis und unter Kollegen auf „Low-Carb-Anhänger“.

Ich möchte in diesem Beitrag nicht darüber diskutieren für welche Sportler die Low-Carb-Ernährungsmethode sinnvoll ist und für welche nicht. Auch möchte ich nicht darüber reden was die Vor- und Nachteile dieser Idee sind. Vielmehr möchte ich aufzeigen, welche Möglichkeiten den Nudelliebhabern geboten werden…oder eben auch nicht.

Habe ich während des Einkaufens Zeit hier und da durch die Gänge zu schlendern, fallen mir hin und wieder (für mich) neue Nahrungsmittel auf. Da ich prinzipiell gern neue Dinge ausprobiere, schaffen es diese Produkte in der Regel dann auch in meinen Einkaufswagen. Beim ersten Mal achte ich auch noch gar nicht auf den Preis. Wenn ich etwas probieren möchte, dann packe ich es ein.

Letztens sind mir Fettuccine ähnliche „Nudeln“ in die Hände gefallen. Fettuccine-Style auf Basis von Bio Konjakwurzel.

Was wird versprochen? Nun ja, diese Dinger sind mit nur 10kcal pro Portion sehr kaloienarm, liefern Ballaststoffe, sind mit weniger als 0,1 Fett pro Portion so ziemlich fettfrei, glutenfrei UND beinhalten keine Salze und Kohlenhydrate. Außerdem sind sie nach nur einer Minute verzehrfertig. Klingt doch perfekt!

Am Abend musste ich meine Errungenschaft dann gleich ausprobieren. Da sich diese „Fettucchine“ in nur einer Minute zubereiten lassen, habe ich erst mal den Rest vorbereitet. Für das frische Pesto nehme ich frische tiefgefrorene Kräuter, dazu Olivenöl und Parmesan. Das Ganze wird mit Chili, Salz und Pfeffer abgeschmeckt – fertig. Das Pesto habe ich dann an den frischen Salat, bestehend aus Ruccola, Paprika, Champignons und Gurken gerührt.
Jetzt konnte ich mich den „Nudeln“ widmen. Ich schnitt die Packung auf…und was passierte? Ich hätte brechen können! Das ganze roch erbärmlich nach schlechtem Fisch. Auch die Konsistenz war nicht sehr appetitlich. Doch nach dem Abspülen war dann zumindest der unangenehme Geruch verschwunden. Wie in der Anleitung beschrieben bereitete ich die „Fettuccine“ zu und mischte sie schließlich unter den Salat.

Das Ergebnis sah dann erst mal lecker aus. Es war auch vom Geschmack OK. Zumindest der Salat. Die „Nudeln“ schmeckten eigentlich nach nichts und haben auch die Gewürze des Pesto nicht so richtig aufgenommen.

Mein Fazit – es ist keine wirkliche Alternative zu leckeren Nudeln, aber sicher eine Notlösung, wenn man auf Kohlenhydrate verzichten möchte. Ich werde sie nochmal kaufen (2,99€ im Kaufland) und dann einfach eine Prise Salz ins heiße Wasser geben, vielleicht nehmen sie wenigstens das auf und sind dann nicht mehr ganz so geschmacklos.

Zum Schluss noch die Beschreibung des Herstellers zum Produkt:
Slendier Fettuccine-Style wird aus einem Wurzelgemüse mit dem Namen Konjak hergestellt. Konjak wird bereits seit Jahrhunderten in asiatischen Ländern verzehrt und ist dort im Rahmen von kalorienarmer Ernährung sehr beliebt. Konjak ist kalorienarm, reich an pflanzlichen Ballaststoffen, fettfrei, zuckerfrei und vegan. Slendier Fettuccine-Style sind vorgekocht und dadurch schnell und einfach zuzubereiten.

Hinweis: Beim Öffnen der Verpackung riecht das Produkt leicht nach Fisch, dieses ist normal und stellt keinen Qualitätsmängel dar. Durch das Abspülen unter fließendem Wasser vergeht dieser Geruch und findet sich im zubereiteten Gericht nicht wieder.