Monthly Archives: September 2015

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Am Wochenende war es endlich wieder an der Zeit…

Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!

Im letzten Jahr lief ich, trotz längerer Verletzungspause, meinen ersten Marathon in Berlin. Ich hatte meinen Startplatz Wobenzym zu verdanken und wollte diesen auf keinen Fall wieder abgeben. Egal wie, ich wollte Berlin laufen…und zwar bis ins Ziel. Und das tat ich auch. Dieses Erlebnis war einfach unbeschreiblich.

Und nun hieß es ein weiteres Mal >>> BMW – Berlin Marathon!

War ich gespannt. Dieses Mal nicht, weil ich mir Sorgen machte den Lauf nicht zu schaffen. Dieses Mal, weil ich wissen wollte, ob es wieder so genial wird wie beim ersten Mal.

Gemeinsam mit zwei Lauffreunden der Laufgemeinschaft Stiftung Wadentest, machte ich mich am Samstag Früh sechs Uhr auf den Weg nach Erfurt, von wo aus wir mit einer mehr als 16 köpfigen Läufer-Gruppe nach Berlin fuhren. Organisiert wurde die Reise durch die Teams der Laufläden Erfurt und Jena.

Nach einer entspannten Bustour kamen wir gegen 12 Uhr in Berlin-Tempelhof an, wo auf dem Gelände des alten Verkehrsflughafens die Messe Berlin-Vital auf uns wartete. Unsere Augen funkelnden beim Anblick des Ganzen. Für sportverrückte Menschen, geht bei solchen Veranstaltungen die Sonne auf. Egal ob sie schon scheint oder nicht. 190 Aussteller rund um die Themen Bewegung, Funktionskleidung, Ernährung, Sportmedizin, aktiven Lebensstil und Aktivtourismus machten sich auf der rund 24.000 m² großen Fläche breit.

Da unsere Zeit leider auf zwei Stunden begrenzt war, machten wir uns als erstes auf den Weg zur Startnummernausgabe. Es war nicht leicht für mich an all den wundervollen Ständen vorbeizugehen. Doch ich war voller Hoffnung, dass ich auf dem Rückweg überall halten kann.

Im vergangen Jahr gab es keine langen Schlangen und keine Wartezeiten. Dieses Jahr war das leider etwas anders. Wir waren offensichtlich zur absoluten Hauptzeit vertreten und mussten uns in eine endlos lang erscheinende Menschenkette einreihen. Gut vierzig Minuten später hatten wir es dann aber geschafft und hielten stolz unsere Startnummern in den Händen.

Berlin 18_2015Nun konnten wir auch die Messe genießen. An einigen Ständen konnte ich einfach nicht vorbei gehen. Adidas lockte wieder mit toller Mode, anlässlich des Marathons, Asics war auf einer riesigen Fläche vertreten, Brooks wie immer am Start, Wobenzym fiel uns ins Auge…. Ich war überwältigt und erschrocken, wie schnell die Zeit verging.

Wir mussten uns auf den Rückweg machen. „Wartet kurz, ich möchte nochmal schauen, was die Runner´s World dabei hat.“ rief ich Marcel und Kevin zu und zog die zwei noch fix an diesen Stand.
„Danke, ich habe bereits ein Abo, aber ich möchte mal schauen, was ihr dabei habt.“ gestand ich der netten jungen Frau aus dem Team. Während ich in den Prospekten stöberte wurde ich gefragt, ob ich Christiane bin. Klar bin ich es… Aber ich stand auf der Leitung und erkannte mein Gegenüber nicht. Doch dann – Jan Erik Kruse! J Wir haben uns über Facebook kennengelernt. Er arbeitet bei Asics und kümmert sich dort um die Athleten und um das Asics Frontrunner Team, das seit längerer Zeit meine vollste Aufmerksamkeit genießt. Wie genial – endlich sieht man sich persönlich.

Da die anderen Läufer bereits auf uns warteten blieb mir nicht wirklich viel Zeit für einen ausgiebigen Plausch. Doch diesen holen wir sicher bald nach. 🙂

Auf dem Weg zum Bus konnten wir natürlich nicht an den Fotowänden vorbei gehen. Während Kevin weiter lief, nutzten Marcel und ich noch die Gelegenheit für ein kleines Shooting.

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Mit einer Minimalen Verspätung kamen wir am Treffpunkt an. Wir waren die Letzten, aber wir waren da. Nun konnte unsere Reise weiter gehen.

Am Nachmittag erreichten wir dann unser Hotel. Schnell waren die Zimmer bezogen, so dass wir uns auf den Weg zum Brandenburger Tor machen konnten. Wir kamen gerade noch rechtzeitig um den Zieleinlauf der Frontskater zu sehen. Nach 56:47 Minuten fuhr der Belgier, Bart Swings, durchs Ziel…und wir haben es gerade noch so gesehen. War das ein Tempo. Das fahre ich nicht mit dem Rad. Der absolute Hammer.

Ich genoss das gute Gefühl vor dem Brandenburger Tor zu stehen. Es war fast so schön und aufregend wie im Vorjahr. Die Stimmung im Publikum war auch an diesem Tag genial. Man hat das Gefühl, ganz Berlin steht an der Strecke um die Athleten anzufeuern. Einfach toll 🙂

Da es 18 Uhr in unserem Hotel das Läuferabendessen gab, konnten wir gerade noch die Siegerehrung der Skater miterleben und mussten dann auch schon wieder zurück. Trotzdem war ich glücklich und endlich auch aufgeregt. Nun war es da, dieses Kribbeln im Bauch 🙂

Der Abend war für uns alle kurz. Gegen 20 Uhr verabschiedeten wir uns und verzogen uns auf unsere Zimmer. Dort packte ich endlich den Starterbeutel aus. Ich war wie immer gespannt, wie ein kleines Kind, welche Überraschungen darin auf mich warteten. Im Anschluss vergnügte ich mich noch zwanzig Minuten mit meiner Blackroll, sprang unter die Dusche und war dann bereit für´s Bett. Auf dem Fernseher verfolgte ich auf rbb einen Bericht zum Marathon. Immer häufiger wird vor Teilnahmen an solchen körperlichen Herausforderungen gewarnt. Zu viele Menschen bringen ihren Körper auf dieser 42.195 Kilometer langen Strecke an seine Grenzen. Zu viele von ihnen untrainiert. Auf der Berlin-Vital haben etwas mehr als 600 Läufer die Möglichkeit genutzt und sich medizinisch durchchecken lassen. 507 Personen davon wurde von der Teilnahme am Marathon abgeraten, bzw. die Teilnahme untersagt. Keine guten Nachrichten. Vor allem wenn ich an Kevin dachte, der bis Freitag mit einer Erkältung flach lag.

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Die Zugspitze ist mit 2962m der höchste Gipfel Deutschlands. Auf dem Westgipfel des Zugmassivs verläuft die Grenze zwischen Österreich und Deutschland. An den Flanken der Zugspitze befinden sich drei Gletscher, unter anderem die beiden größten Gletscher Deutschlands – der Nördliche Schneeferner und der Höllentalferner. 1820 wurde die Zugspitze erstmals durch Josef Naus bestiegen.

Am 09. September war es so weit – ich konnte mein Geburtstagsgeschenk einlösen. Gemeinsam mit Benny, meiner Freundin Wendy, ihrem Mann Osse und unserem Kumpel Alu machte ich mich auf dem Weg nach Garmisch-Partenkirchen, von wo aus wir die Zugspitze erklimmen wollen.

Wir sind ja, bis auf Alu, schon mehrfacht gewandert. Aber noch nie zuvor haben wir eine Gipfeltour mit Übernachtung in einem Matratzenlager und so ungewissen Wetterbedingungen gemacht. Weder Benny und ich, noch Wendy und Osse. Entsprechend ratlos waren wir Anfangs, was die Bekleidung und das Gepäck angeht. Doch zum Glück gibt es das Internet, das zahlreiche Informationen und Ratschläge für Ausflüge dieser Art bereitstellt.

Nun ja, wie schon gesagt, ging es am 09. September mittags 13 Uhr in Nurzen los. In Oswalds Bus war ausreichend Platz für alle und so war die Autofahrt bis Garmisch eigentlich recht angenehm.
Gegen 18.30 Uhr erreichten wir das Olympiahaus, das direkt an der Olympia Skisprungschanze liegt. Der Blick aus unseren Zimmern war direkt auf diese gerichtet, was schon mal ein sehr beeindruckendes Bild war.

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Den Abend ließen wir entspannt ausklingen. Wir suchten uns ein gemütliches Restaurant mit typisch bayrischem Charme. Zurück in unserem Apartment folgte eine kleine 2000er Party, natürlich ganz unter uns, bevor wir dann kurz nach Mitternacht müde und auch ein bisschen aufgeregt in unsere Betten fielen.

Der nächste Tag begann zeitig. Spätestens 8 Uhr wollten wir Frühstücken, um pünktlich 9 Uhr aufbrechen zu können. Es ist gar nicht so einfach, in einem Apartment mit nur einem Bad für fünf Personen voranzukommen… 🙂 Aber wir haben es geschafft und konnten das leckere Frühstück in Ruhe genießen und den Tag gut gestärkt starten.

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Unsere Tour begann direkt vor der Tür. Es waren nur wenige Minuten bis zur Partnachklamm, eine etwa 700 Meter lange und teilweise bis 80 Meter hohe Klamm im Reintal. Waren wir beeindruckt von dieser Schlucht. Ich konnte gar nicht aufhören Fotos zu machen. Ich war überwältigt.

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Nach einer ersten Holunderpause ging es von hier aus weiter zur Parnachalm. Der Weg war sehr angenehm. Wir konnten in einem gemütlichen Tempo wandern und mussten uns absolut keinen Stress machen. Auch das Wetter spielte mit – es war weit und breit keine Wolke am Himmel. Das Rauschen des Partnach begleitete uns durchweg. Wir konnten es auch nicht unversucht lassen und mussten einfach vom klaren Wasser kosten. Schmeckt! Das kann ich euch sagen 🙂
Allerdings muss ich zugeben, dass wir nicht nur Wasser tranken. Es folgten weitere Holunderpausen – ganz wie früher. Nur, dass wir uns jetzt mit kleinen Bechern und weniger Holunder zufrieden gaben.

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Gegen Mittag erreichten wir schließlich die Partnachalm. Hier stärkten wir uns mit Suppen, Nudeln und Kuchen. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Wir waren sehr beeindruckt, dass diese Alm von noch recht jungen Leuten betrieben wurde. Unser Alter oder ganz und gar noch viel jünger, waren die Wirtsleute, die hier oben die Ruhe zu genießen scheinen.

Gut gestärkt, aber auch leicht frierend, machten wir uns nach etwa einer Stunde wieder auf den Weg. Sitzen macht müde und wer müde ist, dem wird kalt. Wir wollten also schnell weiter 🙂 Doch was kommt, bevor wir richtig im Gang sind? Richtig – eine Holunderpause.
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Nun wurde dee Weg wieder etwas steiler. Wir fragten uns auch schon die ganze Zeit, wann wir denn endlich einmal weiter hinauf kommen würden. Nach gut einer Stunde entfernten wir uns immer weiter vom Flussbett, das uns in der Zwischenzeit schon stark beeindruckte, einfach weil es unwahrscheinlich weitläufig war. Kaum vorstellbar, wie viele Wassermassen hier mit der Schneeschmelze hinabgespült werden müssen.

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Je weiter wir uns entfernten, desto stiller wurde es. Uns war schon gar nicht mehr aufgefallen, wie laut das Rauschen des Flusses eigentlich war.

Die Ruhe im Wald wurde auch für ein paar Yoga-Übungen genutzt J Passend natürlich – der Baum!

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Die Wege wurden schmaler und langsam auch immer ein wenig steiler. Je höher wir kamen, desto frischer wurde es. Auch der Himmel zog sich langsam zu. Beinahe unbemerkt wurden wir langsam schneller. Beinahe! Denn Osse schimpfte hin und wieder, warum wir denn so rennen würden. Vielleicht lag es einfach an meiner Angst vor Gewitter. Dazu auch noch in so einer Höhe. Um Himmels willen schnell weg – schnell zur Unterkunft, dachte ich mir beim Blick nach oben.

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Zum Glück war es auch gar nicht mehr weit. Gegen 16.30 Uhr erreichten wir unser Lager. Gerade rechtzeitig, denn es hatte begonnen zu regnen. Unter dem Vordach saßen bereits einige Wanderer. Sie hatten es sich längst gemütlich gemacht. Eigentlich wollten Wendy und ich noch eine Tour zu einem Wasserfall machen, aber als wir sahen, dass der Regen stärker wurde, entschieden wir gemeinsam mit unseren Männern das Lager zu beziehen und den Tag ganz ruhig und entspannt ausklingen zu lassen.

Zunächst mussten wir uns erstmal anmelden…dann durften wir endlich einen Blick in das Matratzenlager werfen. Wir waren alle gespannt, was uns wohl erwartet. Das Haus war, nun ja, wie soll ich es sagen – ein recht gemütliches & abgewohntes Häuschen mitten in den Bergen. Wir mussten, bevor wir hinauf gehen konnten, erst noch unsere Schuhe wechseln. Wechselschuhe – jetzt wusste ich, was ich vergessen hatte. Aber zum Glück gab es reichlich abgelebte Schuhe in einer riesigen Kiste. Es war nicht leicht zwei gleich gut passende Latschen zu finden, aber mit ein bisschen Geduld hat auch das geklappt. Nun konnten wir also endlich schauen, wo wir die kommende Nacht verbringen sollten. In der ersten Etage fanden wir unser Quartier. Wir hatten eine 6er Reihe erwischt. Da wir schon fünf Personen waren, hatten wir die Reihe für uns und mussten nicht neben anderen Wanderern schlafen. Wendy und ich durften uns jeweils an der Außenseite breit machen, was uns sehr gelegen kam. So hatten wir, wie gewohnt, nur unsere Männer neben uns. Alu bekam das Plätzchen in der Mitte 🙂

Doch noch war es längst nicht an der Zeit ins Bett zu gehen. Also suchten wir uns ein kuschliges Plätzchen im Gemeinschaftsraum und machten es uns gemütlich. Neben Weizen und leckerer Johannisbeerenschorle kosteten wir die heiße Schokolade um uns endlich gut aufzuwärmen. Benny und ich holten uns noch fix zwei Duschmarken und sprangen unter die Dusche. Die Hygiene entsprach leider nicht ganz unseren Wünschen und Vorstellungen…aber egal, hauptsache das Wasser ist heiß – und das war es auch.

Pünktlich 18 Uhr war das Gemeinschaftszimmer dann auch schon brechend voll. Vier junge Studenten quetschten sich noch mit an unseren Tisch. Dann wurden wir auch schon gefragt, was wir zu Essen wünschen. Die Auswahl war klein, aber ausreichend. Es war eigentlich für jeden etwas dabei. Lecker war es aber nicht wirklich. Schieben wir es einfach darauf, dass die Umstände der Lieferung von Gewürzen etc. das Ganze nicht unbedingt leicht macht. Hat man das Salz im Hubschrauber liegen lassen, muss es die nächsten Wochen wahrscheinlich ohne gehen 🙂

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Der Abend war ganz lustig. Leider warteten wir vergebens auf den Mann mit dem Akkordeon. Zum Glück hatten Oswalds ihre Mini-Box dabei. So konnten wir ein bisschen für Musik sorgen. Dem einen gefiel es dem anderen nicht…so ist das halt. Pünktlich 22 Uhr wurden wir schließlich darauf hingewiesen, dass es nun an der Zeit ist ins Bett zu gehen. Unsere Männer waren leider noch nicht ganz dieser Meinung – so entschieden sie sich gemeinsam mit den Studenten doch noch eine Runde Pfeffi wegzuziehen. Wendy und ich ahnten schon, worauf das hinauslaufen wird. Die armen weiteren 30 Wanderer, die bereits in unserem Matratzenlager schliefen…die konnten sich auf was gefasst machen. Leider…

Gegen 22.45 Uhr hatten wir es dann auch ins Bett geschafft. Zwar mit viel Lärm, aber wir lagen immerhin im Bett. Unsere Männer schliefen dann aufgrund des leicht fortgeschrittenen Alkoholpegels ziemlich zügig ein. Leider unterstützen sie dann im Schlaf die fünf anderen Schnarcher im Raum. Gefühlt habe ich etwa zwei Stunden geschlafen. Meine Polar-Uhr war der Meinung, es waren fünf. Na immerhin.

Am nächsten Morgen wurden wir dann um 6.15 Uhr mit dem Gutenmorgen-Lied auf dem Akkordeon geweckt. Ich weiß nicht wie viele Leute in dieser Unterkunft übernachtet hatten…die Bäder waren aber auf alle Fälle komplett überfüllt. Wir entschieden uns also den großen Ansturm abzuwarten und uns dann fertig zu machen.

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Das Frühstück, wir hatten jeder ein großes gebucht, bestand aus drei Scheiben trockenem Brot, ein paar Scheiben Käse/Wurst und Marmelade. Ich gebe es zu, wir waren etwas baff. Ein Kaffee war im Preis inbegriffen. Leider kein zweiter.

Wir konnten es kaum erwarten – wir waren gespannt auf den steilen Anstieg, der heute vor uns lag. Während des Frühstücks sah es eigentlich noch so aus, als würde sich das Wetter halten. Leider fing es gerade an zu regnen, als wir aufgebrochen sind. Die ersten Kilometer und 600 Höhenmeter legten wir im Regen zurück. Insgesamt lagen an diesem Tag knapp 1600 Höhenmeter vor uns.

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Nach etwa 2,5 Stunden erreichten wir die Knorrhütte auf 2052 Metern Höhe. Diese Hütte wäre die zweite Variante für die Übernachtung gewesen. Das Personal war wesentlich freundlicher und die Unterkunft und das Gasthaus um einiges sauberer. Aber am Vortag noch weitere 2,5 Stunden zu wandern…wer weiß ob uns das so recht gewesen wäre.

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Wir nutzen die Zeit in der Hütte um unsere Kleidung zu wechseln und uns aufzuwärmen. Wir stärkten uns mit einer wirklich leckeren Kartoffelsuppe und heißem Wasser auf Ingwersirup. Nach etwa einer Stunde kam dann auch die Sonne heraus. Der Himmel war plötzlich strahlend blau und von Regenwolken weit und breit keine Spur.

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Gut gestärkt, trocken und aufgewärmt machten wir uns dann weiter auf den Weg Richtung Zugspitze. Vorbei an Schafen wagten wir den Aufstieg, der merklich steiler wurde. Die Aussicht war wundervoll…und wir genossen bei schönem Wetter die schöne Tour. Unsere Tour!

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Langsam hörte man den einen oder anderen Herren jammern…doch es Half alles nichts. Wir hatten es noch lange nicht geschafft. Alu hatte sich in der Zwischenzeit eine App heruntergeladen, die die Berge erkennt. Damit konnte er uns die ganze Zeit darüber informieren, welche Gipfel und Berge eigentlich in unserem Blickfeld lagen. Die Zugspitze hatten wir allerdings noch lange nicht im Blick.

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Nochmal vergingen etwa zwei Stunden. Dann waren wir auf knapp 2500 Metern. Jetzt sahen wir auch endlich, wo wir eigentlich noch hinauf wollen. Die Zugspitze lag quasi vor uns…aber der Weg nach oben verschlug uns erst mal die Sprache. Benny war sich gleich sicher – „Da gehe ich nicht hoch! Ich nehme die Seilbahn.“ Doch genau so sicher wie sich Benny war, waren Alu, Wendy und ich uns auch, dass wir die letzten Höhenmeter bestimmt nicht mit der Bahn hinauf fahren. Wir wollten die Zugspitze stürmen…zu Fuß! Nicht mit der Bahn. Das kann doch schließlich jeder.

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Nach einer kurzen Pause am Fuß des Gipfels entschied sich schließlich auch Benny den letzten Aufstieg zu wagen. Warum auch nicht? Er ist im Augenblick absolut fit…das macht er mit links! Osse war in der Zwischenzeit irgendwie schon ganz still. Aber das bemerkten wir nicht wirklich. Los ging´s also. Das größte Problem waren eigentlich die ersten 100 bis 200 Höhenmeter. Diese mussten wir uns durch Geröll und Schotter kämpfen. Das war nicht einfach, aber trotzdem machbar. Osse dachte aber bei diesem Anstieg, dass er sterben müsse. Doch der Gruppenzwang und der Stolz siegten und so konnte auch er sich motivieren und bestritt diesen echt hässlichen Berg.

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Nach diesem Auftakt wurde es dann besser. Jetzt mussten wir aber sehr konzentriert weiter nach oben steigen. An den Felsen war ein Seil befestigt, an dem man sich besser festhalten sollte, denn nach rechts ging es einfach nur bergab…steil bergab. Und jetzt erkannte ich was eigentlich Bennys Problem war. Er hatte Höhenangst!

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Keine Sekunde ließ er das Drahtseil los. Wir sind seit fünf Jahren verheiratet und seit 15,5 Jahren ein Paar…und erst jetzt erkannte ich seine Angst. Hinter uns liegen zahlreiche gemeinsame Ausflüge im Kletterpark, Bergtouren, Steilpisten die wir mit dem Roller, Auto oder Wohnmobil bezwingen mussten. Und noch nie kam seine Höhenangst durch.
Doch ein Zurück gab es an dieser Stelle längst nicht mehr. Er musste jetzt da durch.

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Mir machte das Ganze richtig Spaß. Ich genoss die Bewegung, die leichte Anspannung und vor allem auch die wunderschöne Aussicht. Wir erreichten nach einer Weile den Kamm. Es war einfach ein Traum. Man klettert die letzten Meter hinauf, zieht sich den Felsen hinauf…und blickt schließlich auf der anderen Seite des Kammes steil hinunter auf Österreich.

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Hier oben warteten wir zunächst auf Osse und Wendy. Osse kämpfte immer noch – aber auch für ihn gab es jetzt einfach kein Zurück mehr. Während es Benny nicht einmal wagte, sich auf die Bank zusetzen und seinen Platz auf dem Boden, wo er sich die ganze Zeit an einem Grenzstein festhalten konnte, definitiv nicht verlassen würde, amüsierte ich mich und hüpfte fleißig von Deutschland nach Österreich und wieder zurück.

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Von hier war es nun wirklich nicht mehr weit. Wir mussten noch einmal knapp 30 Minuten die Zähne zusammenbeißen, dann waren wir auch schon oben. NOCH schien die Sonne und noch war der Himmel strahlend blau. NOCH!

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Wir genossen die wundervolle Aussicht und schossen noch ein paar Bilder, bevor es sich schlagartig zuzog und zu schneien begann. Schnell kehrten wir ins Wirtshaus ein. Glühwein, Kaffee, Tee, Apfelstrudel, Knödel…jetzt wurde erstmal ordentlich reingehauen. Langsam sah man uns die Spuren des Aufstiegs an. Vor allem Osse schien beinahe am Ende zu sein. „Die letzten 400 Höhenmeter waren schlimmer als die Hölle.“ sagte er. Aber jetzt war es egal. Wir hatten es geschafft, wir hatten den höchsten Gipfel Deutschlands erklommen – wir waren jetzt endlich richtige GIPFELSTÜRMER 🙂

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Den Abstieg wagten wir allerdings nicht. Dieser war auch, zumindest laut Beschilderung, nur für Bergsteiger mit entsprechender Ausrüstung gestattet. Also stiegen wir in die Seilbahn und fuhren bis zum Eibsee, von wo aus wir uns mit der Bahn zurück auf den Weg nach Garmisch machten.

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Die Füße fingen langsam an zu qualmen, weshalb es die letzten zwei Kilometer vom Bahnhof zum Olympiahaus einfach nicht mehr möglich war, Schuhe zu tragen.

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Am frühen Abend erreichten wir schließlich das Olympiahaus. Leicht erschöpft stiegen wir ins Auto und machten uns auf den Weg zurück nach Hause.

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Ich danke meinen Freunden für dieses wundervolle Geschenk. Es war ganz genau das richtige für mich 🙂

 

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Wegen des sehr bescheidenen Wetters am gestrigen Abend, musste das Fitness-Training mit den Salamandinen leider ausfallen. Doch da die Mädels fleißig sind und das geplante Workout trotzdem durchführen wollen, gibt´s dieses heute online.

In dieser Woche stehen zwei Trainingseinheiten und am Freitag das zweite Spiel an, weshalb wir uns ausschließlich auf den Oberkörper konzentrieren und den Beinen Zeit zur Regneration lassen.

Folgende zehn Übungen werden durchgführt:

1. Push Ups – so viele du kannst

2. Frontplank – 60 Sekunden

3. Cycling Crunshes – 8x langsam, 16x schnell, 8x langsam

4. Sideplank – 45 Sekunden je Seite

5. Climbers – 8x je Seite

6. Plank (Triceps) – 20 Sekunden

7. Leg Raises – 15x

8. Reverse Crunches – 10x

9. Butterfly Reverse – 3×8

10. Back Crunches – 3×8

Sehr gut! Wie viele Push Ups hast du geschafft? Hast du die Halteübungen durchgehalten? Sei stolz auf dich! Und wenn du noch nicht genug hast, dann mach doch gleich noch eine zweite Runde.

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Wer kennt das nicht? Hier ein Lauf, da ein Lauf und am schönsten ist es, wenn man überall dabei sein kann.

Mir ging es am Wochenende genauso. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Und so meldete ich mich zu zwei Halbmarathons an. Den einen wollte ich in Halle laufen, den anderen zum Sportscheck Nachtlauf in Erfurt.
Zum ersten Mal wurde der Nachtlauf auch über die 21 Kilometer angeboten, da sagt man doch nicht nein und nimmt den Petersberg auch vier Mal in Kauf. Und Halle – nun ja, Halle sollte mein erster Halbmarathon ohne Profil sein. Darauf hatte ich schon lange richtig Lust. Nachdem mich jedoch alle für verrückt erklärten und mir die Trainer ganz dringend davon abgeraten haben, wechselte ich die Distanz des Nachtlaufs. Ich entschied mich für die fünf Kilometer. Dabei sein ist alles, egal welche Strecke, redete ich mir ein. 🙂

Am Samstag war es dann endlich so weit. Wieder einmal stand ich auf dem Petersberg und beobachtete alle fleißigen Helfer. Ich war, wie im letzten Jahr auch, schon sehr zeitig dort, weil ich gemeinsam mit Nathalie und Mine nach Erfurt aufgebrochen bin. Das Wetter war alles andere als angenehm. Es war nass, kalt und dazu auch noch windig. Keine guten Bedingungen um kurz vor dem Marathon einen Lauf auf glattem Kopfsteinpflaster zu wagen.
Alles sah ganz klar danach aus, dass es ein wirklich ruhiger Lauf wird. Marcel (#StiftungWadentest) und ich planten etwa nach 28 Minuten ins Ziel zu kommen. Mit dabei war auch Micha, ein Bekannter, mit dem ich mich gemeinsam durch den ein oder anderen Lauftreff quälte. 🙂 Wir feuerten noch kurz die Kids an, die die 2,3 Kilometer Runde hinter sich gebracht hatten und machten uns auf den Weg zum Start. Pünktlich 20.30 Uhr ging es dann auch schon los.
Micha war gleich kurz nach dem Start weg. Er wollte nach etwa 21 Minuten im Ziel sein. Wie erwartet starteten wir auch gleich mit einem hohen Tempo. „Wir laufen gerade mit einer vierer Pace!“ rief mir Marcel zu. „Ach komm, es geht bergab! Ist doch klar. Ein Stück noch, dann machen wir ruhiger.“ Und so ging es immer weiter. Ich konnte einfach nicht wirklich langsamer. Ich kannte die Strecke und wusste immer, dass es eigentlich nicht mehr weit ist. Also lief ich weiter. Marcel nahm etwa nach der Hälfte ein bisschen Tempo raus, weshalb wir dann doch getrennt liefen. Die Zeit verging wie im Flug und ratz fatz lief ich an Nattchen und Mine vorbei, die am Pullmann-Hotel wieder ihr Bestes gaben. Und dann war es auch schon so weit. Vor mir lag die einzige Hürde – der berüchtigte Petersberg. Den Blick immer nach oben nahm ich ihn in Angriff. Auf dem Weg lief ich an meiner Freundin Wendy vorbei, die mich fleißig anfeuerte. „Ich bin zu schnell!“ rief ich ihr zu. Weiter ging es, vorbei an der Band und an den zahlreichen Zuschauern, die sich an der Strecke viel Mühe gaben und mir nochmal einen ordentlichen Motivationsschub verpassten. Tja, und dann, dann war ich auch plötzlich schon im Ziel. Nach 22:44 Minuten hatte ich es geschafft.

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Ich war sehr überrascht. Das Ganze kam mir so einfach vor. Es war mein Tag. Hätte ich das geahnt, hätte ich noch mehr Gas gegeben. In diesem Jahr gab es auch zum ersten Mal eine Medaille, über die ich mich sehr freute. Im Zielbereich traf ich auch gleich Micha, der überrascht war, dass ich schon da bin…und siehe da, kurz nach mir lief auch schon Marcel ins Ziel.

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Etwa 30 Minuten später verfolgten wir gespannt den Start der 10 Kilometer-Läufer. Viele Freunde und Bekannte tümmelten sich im Starterfeld, doch ich erkannt in der Masse einfach keinen. Erst auf als sie ihre erste Runde fast hinter sich hatten und sich den Petersberg hinauf kämpften, entdeckte ich jeden einzelnen von ihnen und konnte auch jetzt als Zuschauer mein Bestes geben. In der Zwischenzeit goss es wie aus Eimern. Das war nun echt nicht fair. Doch die Stimmung blieb bis zum Schluss richtig gut.
Ich konnte den Blick auf die genaue Zeit und die Platzierungen kaum erwarten. Und wie gewohnt, konnte man sich auf mika-timing verlassen und die Zeiten schon wenige Minuten nach dem Lauf abrufen. Ich sag euch, war das ein geniales Gefühl, als die Seite hochgeladen war und ich ganz oben auf Platz 1 meinen Namen lesen konnte. Ich hatte es geschafft 36 Frauen in meiner Altersklasse hinter mir zu lassen.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits 6.15 Uhr. Der Grund dafür war der Halbmarathon in Halle. War ich müde. Ich hatte nach weniger als sechs Stunden Schlaf eigentlich überhaupt keine Lust aufzustehen. Doch es nützte ja nichts. 7.30 Uhr sollte ich in Sondershausen sein, wo ich mich mit den Läufern der #StiftungWadentest verabredet hatte. Zum Glück hatte ich meine Tasche längst fertig, Makeup muss man an so einem Tag auch nicht auftragen und mein Frühstücksshake war auch schon ziemlich gut vorbereitet. Ich konnte den Tag also einigermaßen ruhig und stressfrei beginnen.
Super pünktlich stand ich am vereinbarten Treffpunkt, von wo aus wir dann Richtung Halle aufbrachen. Stück für Stück sammelten wir alle weiteren Mitläufer ein und kamen dann knapp zwei Stunden vor dem Startschuss in Halle an. Und auch hier war das Wetter alles andere als gut. Vom Parkhaus machten wir uns auf die Suche nach unseren Startunterlagen. Diese fanden wir in der Stadthalle, in der sich bereits viele Läufer tummelten. Wir lagen gut in der Zeit und konnten so in aller Ruhe zurück zum Parkhause gehen, um uns auf den Lauf vorzubereiten. In der Zwischenzeit fing es nun auch richtig an zu regnen. Was für ein Mist! Und da die Wegbeschreibung nicht unbedingt die Beste war, brauchten wir einige Zeit, bis wir die Räumlichkeiten fanden, an denen wir unser Gepäck abgeben konnten. Wir waren bereits jetzt klitsch nass.

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Das Startfeld war nun schon gut gefüllt, weshalb wir keine andere Wahl hatten, als uns einfach dazwischen zu quetschen. Wir waren fünf Läufer. Ich wollte als Einzige auf Tempo laufen. Der Rest entschloss sich, nach etwa 2:06 Stunden das Ziel zu erreichen. Folglich trennten sich unsere Wege gleich nach dem Start. Nach etwa 100 Metern erkannte ich, dass Andy neben mir lief. „Ich dachte ihr wollt ruhig laufen?“ fragte ich ihn. „Ach, ich versuche erst mal an dir dran zu bleiben.“
Gemeinsam machten wir uns also auf den Weg. Die ersten Kilometer waren wir viel zu schnell. Teilweise liefen 4:30 Minuten. Ich wusste, dass ich das Tempo nicht halten konnte. Doch so lange es geht, behalten wir es einfach bei. Der Streckenverlauf war für mich sehr verwirrend. Immer wieder sahen wir Läufer in andere Richtungen laufen oder aus anderen Richtungen kommen. Wir liefen durch Parks entlang an der Saale und überquerten diese einige Male. Ich verstand das System nicht…musste ich ja eigentlich auch nicht. Die ersten 8 Kilometer liefen wir weg wie nichts. Die Pace um die fünf Minuten hatte sich in der Zwischenzeit so ziemlich durchgesetzt. Ich traute meinen Augen kaum, als ich auf meine Uhr blickte und sie mir anzeigte, dass ich nur noch 13,7 Kilometer laufen muss.
Die nächsten Kilometer liefen wir in etwa weiter wie bisher…doch nach dem 13. Kilometer spürte ich, dass ich anfing abzubauen. Meine Oberschenkel ließen mich die Kälte spüren. Ich brauchte einen Iso um wieder etwas fitter zu werden. Das hatte zum Glück auch gepasst.
Wir konnten das Tempo weiter auf einem hohen Level halten und lagen nun etwa bei 5:05 Minuten pro Kilometer. Immer noch gut und ausreichend um das Ziel vor 1:50 Stunden zu erreichen. Aber es wurde schwerer. Ich hatte seit einer Ewigkeit kein Seitenstechen mehr. Doch nach rund 16 Kilometern spürte ich einen leichten Hauch davon. Es wäre doch aber totaler Quatsch so kurz vor dem Ziel langsamer zu werden. 20150906_122349_20150906153245756Also kämpften wir weiter. Andy fragte mich, ob wir am Ende sprinten wollen. „NEIN. Dafür reicht meine Kraft nicht aus. Du musst aber nicht auf mich warten.“ teilte ich ihm irgendwie mit.
Schließlich waren wir wieder auf der Strecke, auf der wir den Wettkampf begonnen hatten. Leider spürten wir das leichte Gefälle. Außerdem wollte die Straße einfach kein Ende nehmen.
Wir müssen es gleich geschaffte haben… Und dann war es endlich so weit. Ich sah die Polizei an der Straßensperre stehen und wusste, dass es dort zurück in die Innenstadt und damit zum Ziel geht. An dieser Stelle lief es sich auch wieder wie von Zauberhand. Keine schweren Beine und Kraft ohne Ende…weshalb wir einen ordentlichen abschließenden Sprint auf den Asphalt bzw. das Pflaster zauberten. Mit flotten Füßen liefen wir am Publikum vorbei und kamen glücklich nach 1:49:31 Stunden im Ziel an. Ich glaube ohne Andy, wäre ich nicht in der Zeit geblieben. 🙂
Stolz nahmen wir unsere Medaillen für die Sammlung entgegen, schnappten uns etwas zu trinken und leckere Pfannkuchen und machten uns auf den Weg zu unseren warmen und trockenen Sachen. Einige Minuten später standen wir auch schon wieder an der Strecke, denn wir wollten die anderen beim Zieleinlauf sehen. Allerdings hatten wir sie verpasst, denn mit einer Zeit von 2:04 Stunden, waren sie dann doch etwas zu schnell für uns im Ziel.

Zu Hause angekommen musste ich erstmal schauen, wie die Platzierung aussieht. Und auch in Halle habe ich es unter die besten drei in meiner Altersklasse geschafft und konnte so 31 Frauen in meiner AK hinter mir lassen.

Abschließend muss ich sagen – es war ein tolles Wochenende. Lange hatte ich überlegt, wie ich es richtig mache. Und im Nachhinein muss ich zugeben, so war es der richtige Weg. Ich habe beide Läufe gut durchgehalten und gute Zeiten erzielt.

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Die Ergebnisse vom Nachtlauf in Erfurt und vom Halbmarathon in Halle findet ihr online 🙂

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Ich frage mich sehr oft, warum man denn während der Trainingseinheiten unbedingt Musik benötigt. Ist es nicht viel schöner den Klängen der Umgebung zu lauschen? Vor allem während des Laufens in der freien Natur verpasst man doch mit lauter Musik im Ohr alles, was um einen herum passiert. Kein Vogelgezwitscher, kein Kinderlachen auf den Wiesen, kein Rauschen des Flusses…

Für mich ist das nichts. Ich laufe, wie sicher die meisten Menschen, am liebsten im Freien. Noch schöner wird es, wenn man sich fernab von asphaltierten Straßen und Wegen durch die Wildnis schlägt. Über Stock und Stein, durch kleine Flüsse und die kleinen Anstiege hinauf. Lenkt mich dabei die Musik im Ohr ab, kann ich mich nicht mehr wirklich auf die Strecke konzentrieren, oder? Doch warum sehe ich dann so viele Sportler mit Kopfhörern im Ohr?

Tja, vielleicht hören ja gar nicht alle Musik. Vielleicht kontrolliert der ein oder andere über die Kopfhörer ja einfach seine Leistung?

Seit dem Wochenende bin ich stolze Besitzerin der Jabra Sport Pulse Wireless Kopfhörer, die mir zum Test zur Verfügung gestellt wurden. Damit kann man als Läufer sehr viel mehr, als Musik hören.

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Über das Innenohr wird die Herzfrequenz gemessen. Verschieden große Aufsätze sorgen für einen optimalen Sitz. So können diese kabellosen winzigen Teile nicht nur für leichte und lockere Trainingseinheiten genutzt werden. Nach Militärstandard sind diese Kopfhörer auch regen-, sand- und staubgeschützt, sollten also durchaus auch zu Hindernisläufen zum Einsatz kommen können. Ich werde es austesten!

Ihr könnt euch gern weiter über Jabra informieren!

Gestern konnte ich nun endlich meine neue Errungenschaft ausprobieren. Um die Kopfhörer mit dem Handy zu koppeln, benötigt man den Jabra-Service, den man sich einfach über den Playstore herunterladen kann. Zum Glück laufe ich seit vielen Jahren mit endomondo, denn diese Fitness-App lässt sich mit den Kopfhörern verbinden. Hat man sich den Jabra-Service heruntergeladen, kann man eigentlich gleich starten. Zumindest, wenn man eine App verwendet, die sich verknüpfen lässt.

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Ich bin dann gestern aufs Laufband gestiegen. So konnte ich die Herzfrequenz, die über die Kopfhörer gemessen und über mein Handy angezeigt wurde, direkt mit meiner Pulsuhr vergleichen. Und ich war sehr erstaunt! Die gemessenen Werte stimmten mit der gemessenen Herzfrequenz meiner Polar V800 überein. Klasse!

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Ich habe, da ich auf dem Laufband gelaufen bin, keine Kilometer- und Tempoansagen über die App erhalten, kann also momentan noch nicht viel zum Klang sagen. Allerdings werde ich diese während der nächsten Trainingseinheiten testen und zeitnah weiter darüber berichten.