Einen Marathon mit 30 zusätzlichen Kilometern…das kann doch nicht so schwer sein. Das dachte ich mir, als ich mich letztes Jahr entschlossen habe, den Rennsteig dieses Mal über 72,7 Kilometer zu genießen.

Die anfängliche Vorbereitung lief auch super. Wochenumfänge von 70 Kilometer waren fest eingeplant und wurden durchgezogen ohne Jammern, ohne Klagen und mit viel Freude. Vor allem die langen Einheiten mit weit über 30 Kilometer waren entspannt, denn auf diesen Distanzen trainierte ich strickt meine Grundlagenausdauer. Wie gesagt, alles lief gut, alles lief nach Plan. Bis sich im Januar, etwas ungeplant, ein kleines Gummibärchen einnistete.
Ich war mir zwar sicher, dass ich weiter laufen würde, so lange es geht…aber ich wusste auch, dass ich die Umfänge deutlich einschränken muss. Und dies fiel mir anfangs gar nicht leicht. Doch Woche für Woche klappte das mit der Umfangsreduzierung besser. Bis ich jetzt am Ende bei etwa 40 Kilometer in der Woche angekommen bin.

FIT GENUG FÜR DEN EINEN ODER ANDEREN MARATHON…

Ich fühlte mich noch fit genug Marathon zu laufen. Sowohl der Kyffhäuser Bergmarathon mit 700 Höhenmetern, die damit dem Profil des Rennsteigmarathons entsprechen, als auch der Marathon in Leipzig waren kein Problem für mich, da ich beide Läufe deutlich langsamer lief, als vor der Schwangerschaft. Und da das Ganze so gut klappte, entschied ich mich schließlich, den Supermarathon auf dem Rennsteig anzugehen. Die paar Kilometer mehr werden wir schon überstehen.

ERSTE ZWEIFEL…

Doch je näher der Termin rückte, desto nervöser wurde ich. Es kam hier und da schon ein ungutes Gefühl auf. Zwei Tage vor dem Lauf bekam ich auch noch aus dem Nichts Probleme im linken Oberschenkel und Schmerzen im rechten Schienbein. Da ich keine langen Läufe mehr gemacht hatte, war ich mir sicher, dass dies reine Kopfsache sein musste. Ich blieb also dabei – ICH WERDE ZU DIESEM LAUF AN DEN START GEHEN!

AUF NACH EISENACH…

Am Freitagabend fuhr mich Benny nach Eisenach. Ich hatte mir eines der letzten Einzelzimmer in der Stadt ergattert. Wir holten noch fix meine Startunterlagen, liefen zur Unterkunft und eilten dann in ein Restaurant, denn ich hatte tierischen Appetit auf frischen Spargel.

Nachdem wir uns gestärkt hatten, machte sich Benny auf den Heimweg. Der Abschied fiel mir schwer. Ich laufe IMMER lieber mit ihm zusammen. Vor allem wenn es dabei um neue Herausforderungen geht.

HOCH UND HEILIG VERSPRACH ICH, DASS ICH AUF MICH UND UNSER KLEINES GUMMIBÄRCHEN AUFPASSE!

Aber ich glaube er hätte mich trotzdem am liebsten wieder mit nach Hause genommen.

An diesem Abend tat ich nicht mehr viel. Sachen bereit legen, mich mit der Blackroll quälen und dann ins Bett fallen.  So war der Plan und so wurde es gemacht.

DIESE ZEITEN – NICHTS FÜR LANGSCHLÄFER…

Schon (oder für manch andere Starter erst) 4 Uhr klingelte der Wecker. Was für eine schreckliche Zeit. Wer mich kennt weiß, dass ich um jede Minute diskutiere, die ich länger schlafen darf 🙂 Doch ich freute mich auf das Abenteuer und kam schnell aus den Federn. Ratz fatz war ich bereit für das Frühstück. Im Speiseraum waren bereits zahlreiche Läufer, die sich ordentlich stärkten. Es gab alles, was das Läuferherz begehrt…außer Haferflocken. Wie ich dieses Frühstück genoss! Ich versuchte die Anspannung nicht zu sehr an mich heran zu lassen und ignorierte alle Versuche meines Gewissens, mich doch noch von dem Lauf abzuhalten.

In der Zwischenzeit meldete sich Silvio bei mir. Er war am Start und wartete auf mich. Jetzt wurde es also ernst. Ich flitzte die Treppe hinauf in mein Zimmer, sprang in meine Laufschuhe, packte meinen Starterbeutel, in dem zum Glück genug Platz für meinen Rucksack war, schnürte mir meinen Laufrucksack um und machte mich auf den Weg zum Start.

Dort  traf ich zunächst auf Silvio und suchte dann nach Jana, die mich ebenfalls bat, mit ihr gemeinsam zu Laufen. Also waren wir ein Trio. Beide Begleiter erwarteten von mir, dass ich den Fuß vom Gas nehme und rechtzeitig auf die Bremse drückte, so dass wir den Lauf ohne Schwierigkeiten gemeinsam genießen konnten.

 

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Wäre ich ohne Gummibärchen gelaufen, hätte ich mit einer Zielzeit um die acht Stunden geliebäugelt. Doch das musste ich nun vergessen. Meine Uhr stellte ich auf 9:49 Stunden ein. Das müssten wir hinbekommen, denn eine Pace von 8:06 min/km sollte eine Leichtigkeit werden.

UND PLÖTZLICH GING ES LOS…

Die Zeit verging wie im Flug und ehe wir uns versahen, waren wir auch schon auf der Strecke. Ich schaffte es nicht einmal den Start zu fotografieren.

Vor uns lagen 72,7 Kilometer und eine Höhenunterschied von 3250 Höhenmeter, von denen knapp 1900 Höhenmeter Anstiege waren.

Wir liefen durch die Fußgängerzone, bogen ab und machten uns schon jetzt auf den Weg, die ersten Höhenmeter zu überwinden. Allein auf den ersten 25 Kilometern mussten wir über 700 HM bewältigen. Die Wege waren so schmal, dass wir bereits nach knapp zwei Kilometern gezwungen wurden zu gehen. Gut, so hatte ich genug Zeit, meine Jacke auszuziehen, denn es war jetzt schon warm genug, um im Top zu laufen.

Wir folgten den anderen Läufern und kamen schließlich nach knapp sieben Kilometern auf dem Rennsteig an. Wir nahmen vorbildlich von Beginn an alle Verpflegungspunkte mit. Sonst laufe ich gern an den ersten vorbei, heute sollte das aber anders sein.

Kein Wunder also, dass das Gummibärchen schon bald auf die Blase drückte. Zum Glück kamen wir bei rund 10 Kilometern an einem Restaurant vorbei. Der Eigentümer öffnete uns, obwohl er eigentlich noch geschlossen hatte. Das war sehr nett und meine absolute Rettung.

Danach lief es sich erstmal wieder leichter.

HÖHENMETER OHNE ENDE…

Es folgte ein Anstieg dem anderen. Ich achtete konsequent auf meinen Puls und stoppte jeden Anstieg, sobald der die 160 BPM überschritt. Aber ich muss zugeben, ich lief wirklich, bis diese Pulsgrenze erreicht war. Jana, die dann teilweise anfing zu gehen, weil sie dachte ICH muss, musste sich hin und wieder anhören „Nein, zwei Beats habe ich noch!“ 🙂

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Ich weiß gar nicht mehr, ob wir auf den ersten 25 Kilometern überhaupt einmal bergab laufen durften. Es fühlte sich eigentlich wie ein kontinuierlicher Anstieg an. Aber, es lief gut und alles nach Plan.

Hin und wieder spürte ich meinen Oberschenkel, konnte den „Schmerz“ aber immer wieder weglaufen. Jana und Silvio liefen immer ein wenig voraus, warteten dann an markanten Punkten auf mich oder schlenderten bergauf gemütlich umher, bis ich wieder an ihnen dran war 🙂 In dieser Rolle war ich noch nie. Bis jetzt war ich immer die, die vorn weg lief. Aber ich muss zugeben, auch dieser Part hat was. Man fühlt sich irgendwie umsorgt. Das ist ein gutes Gefühl.

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LERNEN, DAS GANZE NICHT ALS WETTKAMPF ZU SEHEN…

Da ich nun genug Zeit hatte die Strecke zu genießen, hatte ich auch ausreichend Zeit, mit den anderen Läufern zu plaudern oder hier und da dem einen oder anderen Gesprächen zu lauschen. Es war lustig und interessant zu erfahren, wie sich jeder selbst motiviert. Manch einer hangelt sich von Zehner zu Zehner. Einer lief einen schönen Zehn-Kilometer-Lauf mit einem Bonus von 60 Kilometern. Manche liefen einen Marathon und wollten einen Spaziergang dran hängen…

Jeder, der diesen Supermarathon schon einmal hinter sich hatte, versicherte uns allerdings, dass es geschafft sei, sobald wir den schrecklichen Anstieg von 25 Kilometer hinter uns hatten. Danach müsst ihr nur aufpassen, dass ihr eure Knie nicht kaputt macht. Und dann, dann müssten wir aufpassen, dass wir nicht anfangen komisch zu singen.

Ja, so ging die Zeit eigentlich zügig um. Wir erreichten nach etwas mehr als drei Stunden schließlich den Inselsberg. Hier oben gönnte sich der ein oder andere Läufer dann auch ein Bierchen aus dem Restaurant und genoss dieses gemütlich in der Sonne. Wir hatten zwar die Ruhe weg…aber so viel Zeit wollten wir uns dann doch nicht lassen.

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Laut meiner Uhr waren wir immer noch auf Kurs, das Ziel vor zehn Stunden zu erreichen.

JEDEM HARTEN ANSTIEG FOLGEN EXTREME ABSTIEGE…oder umgekehrt!

Nun mussten wir aber erstmal ordentlich bergab. Das Ganze so steil, dass ich nicht laufen konnte. JETZT spürte ich meine Adduktoren. Aber ordentlich. So ein Mist, wo kommen die Schmerzen denn jetzt her? Ich musste also nun auch bergab gehen. Leider. Jana wusste auch nicht so recht, wie man nun am besten bergab läuft und so probierten wir die eine oder andere Technik aus. Ich hatte dies einmal in einem Laufseminar. Allerdings wusste ich nicht mehr wirklich, worauf ich achten sollte. Ein viel älterer Herr lief an uns vorbei – „Mädels, jetzt dürft ihr doch nicht gehen! Hier wird gelaufen!“ Wären wir ja auch gern…wenn wir gewusst hätten wie am besten, denn der Abstieg war wirklich extrem steil. Nun war uns auch klar, warum wir den Tipp bekamen, dass wir nach dem Inselsberg zusehen müssen, dass wir uns die Knie nicht kaputt machten. Auf gerade einmal 1,3 Kilometer ging es über 200 HM bergab. Das war schon deutlich zu spüren.

HÄRTE WIRD BELOHNT…

Unten angekommen, gab es erstmal eine schöne Stärkung bei netter Musik. Wir hatten die Grenzwiese erreicht. Silvio war auf der Suche nach einer Bratwurst. Hier hätte er sie auch bekommen. Allerdings nicht als Streckenverpflegung sondern gegen Bezahlung. So wichtig war sie aber offensichtlich doch nicht, denn die Wurst blieb auf dem Rost.

Es dauerte nicht lang und wir machten uns wieder auf den Weg. Wir lagen immer noch gut in der Zeit. Ein paar Kilometer später trafen wir die ersten, gut vielleicht auch letzten Walker auf der Strecke. Auf diesen nächsten Kilometern war die Höhendifferenz gering. Wir liefen gut durch und konnten uns nett mit dem einen oder anderen Läufer unterhalten. Ich bekam sehr viel Anerkennung und Respekt ausgesprochen. Das motivierte und rührte mich zugleich. Solche Worte sprechen nur Läufer aus, alle anderen Menschen erklären einen für verrückt, völlig irre und egoistisch. Umso mehr freute ich mich nun über die Anerkennung unter Gleichgesinnten.

Ein schönes Gefühl.

Die Zeit verging wie im Flug. Nicht lang und wir kamen an der Ebertswiese an. Was für eine wundervolle Verpflegungsstelle. Bei guter Musik genossen wir allerhand Leckereien. Von Haferschleim über Käsebrote…es war für jeden Geschmack etwas dabei. Wenn mich nicht alles täuscht, konnte Sivlio hier endlich zur Wurst greifen. Wenn auch nicht zur Bratwurst.

EINSICHT UND RÜCKSICHT – JETZT ERST RECHT!

Wir hatten nun die Hälfte der Strecke geschafft. Über 1100 Höhenmeter lagen bereits hinter uns. Ich spürte an dieser Stelle schon, dass ich sicher nicht mehr lange durchhalte. Ich hatte bereits leichte Schmerzen im Becken, auch die Adduktoren brannten wir verrückt. Ich informierte meine Familie über den aktuellen Stand auf der Strecke und teilte ihnen auch mit, dass der Lauf nun deutlich härter wurde und ich über einen Ausstieg bei Kilometer 54 nachdachte. Natürlich waren alle froh zu hören, dass ich mir keinen Druck machte, die 72 Kilometer zu Ende zu laufen.

Wir machten uns nach gut fünf Minuten wieder in die Spur. Es folgte ein steiles Auf und Ab. Vom Glasberg ging es weiter zum Nesselberg und über teilweise extrem steile Anstiege hinauf zum Krämerod, den Sperrhügel bis hin zur Schmalkalder Loipe. Die teilweise langen und wirklich kernigen Anstiege verschlimmerten die Beschwerden. Auch das Laufen bergab, war in der Zwischenzeit alles andere als angenehm. Die Abstände zu Jana und Silvio wurden zwar nicht größer, da die zwei eifrig auf mich warteten, aber sie waren definitiv noch flotter unterwegs als ich. In der Zwischenzeit hatte ich das Gefühl mein Becken springt auseinander.

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TRENNUNG AUF ZEIT…

Etwa bei Kilometer 47 beschloss ich am Grenzadler auszusteigen. Ich überzeugte, mit Hilfe einer anderen Läuferin, Jana und Silvio ohne mich durchzuziehen. Zunächst wollten sie wenigstens bis zum Gernzadler gemeinsam laufen. Aber warum? Aktuell lagen wir so gut in der Zeit, dass sie immer noch knapp auf dem 10-Stunden-Kurs liefen. Das würde nicht so bleiben, wenn sie weiterhin Rücksicht auf mich und meinen Zustand nahmen. Aber wie gesagt, ich konnte sie überzeugen, ohne mich weiterzulaufen.

TRÄNEN – WAS FÜR EIN GEFÜHLSCHAOS

Als die beiden über den nächsten Hügel verschwanden und ich den kurzen Plausch mit einer jungen Mitläuferin beendet hatten, kullerten erstmal ein paar Tränen. Wie konnte ich nur so naiv sein und glauben, in der 21. Schwangerschaftswochen einen Supermarathon zu laufen. Wie konnte ich das von mir und meinem Körper und vor allem von meinem kleinen Gummibärchen verlangen? Außerdem ärgerte ich mich ungemein, dass ich den Zieleinlauf nicht genießen darf. In meinem Frust versuchte ich Benny anzurufen. Allerdings ging er nicht ans Telefon. Also suchte ich Trost bei Wendy, die gerade ihren ersten Halbmarathon in einer tollen Zeit von 1:56 Stunden hinter sich gebracht hatte. Auch sie war hörbar froh darüber, dass ich nicht gegen meinen Körper lief und mich nun für das nahe Ende entschieden hatte. Ich beruhigte mich und beschloss nun das letzte Stück vollkommen zu genießen. Ich wechselte zwischen Laufen und Gehen, wobei die Distanzen, die ich laufen konnte nun immer kürzer wurden.

Am Gustav-Freytag-Stein freute ich mich über die letzte Verpflegung vor meinem Ausstieg. Hier gab es nun auch wirklich Bratwürste. Schade, dass ich nicht sehen konnte, wie sich Silvio auf die Würste stürzte. Die Läufer und Walker, die hier pausierten, hatten absolut die Ruhe weg. Es war etwa 13 Uhr, weshalb alle definitiv vor 15 Uhr am Grenzadler sein werden.

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ENDE GUT – ALLES GUT!

Gestärkt brach ich nun auf das letzte Stück Strecke meines ersten Ultramarathons auf. Ich spürte, dass sich an meinem rechten Fuß eine Blase bildete. Immer wieder begann ich zu laufen, brach dies aber nach einigen Hundert Metern wieder ab. Schließlich entschied ich mich, den letzten Rest nun einfach zu gehen. Die Zeit war längst irrelevant und der Grenzadler definitiv vor 15 Uhr erreicht. Auf den letzten zwei Kilometern holte mich von hinten ein Läufer ein, den ich zu Beginn des Laufs schon einmal traf. Rein von der Statur her würde man nie auf die Idee kommen, dass er bereits mehrfach einen Ultramarathon gefinisht hat. Aber er zog sein Ding durch. Immer mit der Ruhe, er kommt schon vor Zielschluss an. Außerdem wusste er aus den Vorjahren, dass Läufer auch noch weit nach 18 Uhr gewertet wurden.

Wir tauschten Erfahrungen aus und unterhielten uns richtig gut. Und so dauerte es auch wirklich nicht lang, bis wir plötzlich das neue Wintersportzentrum des Rennsteigs vor uns hatten. Wir hatten also den Grenzadler erreicht. An dieser Stelle hatten wir die Möglichkeit ganz offiziell aus dem Rennen auszusteigen. Und das tat ich nun auch. Ich folgte der Beschilderung und wurde von den Helfern an der Strecke freundlich empfangen und quasi aus dem Rennen genommen. Meine Startnummer wurde notiert, meine Medaille wurde mir übergeben und ich ergatterte den letzten Platz im vollen Bus, der uns ULTRAMARATHONläufer nach Schmiedefeld brachte.

Im Bus saßen nur Männer. Ich quetschte mich zwischen sie und wollte gleich erfahren, was der Grund für ihren Ausstieg war. Von Problemen in den Knien bis hin zu mangelnder Vorbereitung war alles dabei. Mich schauten natürlich alle erschrocken an, als ich mitteilte, dass ich meinem Gummibärchen zu liebe ausgestiegen bin. Einer der Herren glaubte bis zu diesem Zeitpunkt, dass ich die Wasserblase meines Trinkrucksacks am Bauch trug. J Naja, durch die Belastung kann man schon mal ein wenig verwirrt sein.

Knapp zwanzig Minuten später erreichten wir Schmiedefeld. Es war nicht einfach aus dem Auto herauszukommen. Einmal gesessen, lässt der Körper einen plötzlich alle Belastungen doppelt und dreifach spüren. Ich musste erstmal aus meinen Schuhen heraus. An meinem rechten Fuß entdeckte ich eine riesige Blase mit einem Durchmesser von gut zwei Zentimetern. Autsch!

Es sind ja schließlich auch Laufschuhe und keine Gehschuhe!

Ich schlich durch die Menschenmengen und machte mich auf die Suche nach den Jungs der Stiftung Wadentest. Kurz hinter dem Ziel griff mich mein ehemaliger Kollege Daniel auf, der jedes Jahr für die Bergwacht im Einsatz ist. Er erzählte mir, dass hier jemand mit einem Schild herumlief, auf dem Fitness-Mama.de steht. Da wusste ich, dass Marcel nicht weit sein kann. Und wie ich mich umdrehte, stand er auch schon hinter mir.

Seine erste Frage war natürlich wo Silvio ist. Keine Angst, alles gut, er wird noch durchs Ziel kommen.

UNSERE SUPERMARATHONIS

Der Rest der Bande lungerte auch schon auf der Wiese herum. Alle 42 Kilometer hinter sich. Alle glücklich im Ziel. Gemeinsam warteten wir auf unsere beiden SUPERMARATHONIS, die kurz nach 16 Uhr mit viel Applaus von uns die Ziellinie überquerten. 72,7 Kilometer mehr Lauferfahrung und etwas mehr als 10 Stunden Dauerlauf in den Knochen standen sie stolz und glücklich im Ziel. Es war schön, sie dort zu sehen und ihnen mit viel Respekt zur tollen Leistung gratulieren zu können.

Nun waren wir komplett, nun konnten wir ein echtes Finisher-Foto machen.

Bild 1

Es war ein sehr harter; aber wie erwartet toller Lauf in netter Begleitung…und im nächsten Jahr mache ich die 72 Kilometer voll, um dann vom Ultramarathoni zum Supermarathoni aufzusteigen 🙂 

 

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