„Möchtest du dich nicht mal entscheiden ob du dich auf das Laufen, oder auf das Krafttraining konzentrierst?“ „Warum tust du das deinem Körper an?“ „Laufen reicht doch, warum sollte ich mich dann auch noch im Fitnessstudio quälen?“

Das sind die Fragen, mit denen ich hin und wieder konfrontiert werde. Gut, dass sich jetzt auch die Runnersworld in ihrer aktuellen Ausgabe mit dem Thema beschäftigt hat und zu dem Ergebnis gekommen ist, dass Krafttraining das Laufen effizienter macht. Zumindest geht das aus einer italienischen Studie hervor.

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Eine Wissenschaftlergruppe der Universität von Verona in Italien, hat im Rahmen einer Untersuchung 29 gut trainierte Freizeitläufer in drei Gruppen unterteilt und diese über acht Wochen dreimal in der Woche unterschiedliche Trainingsprogramme absolvieren lassen.

Die erste Gruppe trainierte mit niedriger Intensität. Sie lagen mit 70 bis 105 Prozent des Wohlfühltempos im aeroben Trainingsbereich oder darunter (GA1).

Die zweite Gruppe lief während der Trainings mit hohem Tempo. Und lagen bei 95 und 150 Prozent des Wohlfühltempos. Sie trainierten entsprechend zum großen Teil im anareroben Trainingsbereich.

Beide Gruppen trainierten allerdings so, dass die Gesamt-Trainingsbelastung gleich blieb. Also Zeit mal Intensität.

Die dritte Gruppe trainierte das Laufen genau wie die Gruppe 1, absolvierte allerdings zusätzlich einmal in der Woche ein Training in der Beinpresse, wobei jede Einheit aus vier Sätzen mit je sieben Wiederholungen bestand.

Die Ergebnisse sind sehr eindeutig…

In den ersten beiden Gruppen gab es keine Veränderung der Laufökonomie. Die dritte Gruppe verbesserte diese allerdings um fünf Prozent. Auch die maximale Stärke in der Beinpresse veränderte sich, wobei die Muskelmasse gleich blieb. Dies wiederum ist ein Indiz dafür, dass die Verbesserung eher neuromuskulärer Natur ist (also die Nerven und Muskeln betreffend).

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Bild: www.foto-team-mueller.de

Was heißt das jetzt aber für uns Läufer? – Nun ja, je ökonomischer der Laufstil, also je sparsamer und wirkungsvoller wir Mittel und Kräfte einsetzen, desto weniger Energie verbrauchen wir und desto leichter fällt es uns eine bestimmte Geschwindigkeit zu halten. Außerdem gilt, je effizienter wir laufen, umso schneller müssten wir bei gleichem Energieverbrauch laufen können.

 

 

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