Die Idee, sich kohlenhydratarm oder ganz und gar kohlenhydratfrei zu ernähren ist in der Zwischenzeit weit verbreitet. Immer häufiger triff man in der Familie, im Freundeskreis und unter Kollegen auf „Low-Carb-Anhänger“.

Ich möchte in diesem Beitrag nicht darüber diskutieren für welche Sportler die Low-Carb-Ernährungsmethode sinnvoll ist und für welche nicht. Auch möchte ich nicht darüber reden was die Vor- und Nachteile dieser Idee sind. Vielmehr möchte ich aufzeigen, welche Möglichkeiten den Nudelliebhabern geboten werden…oder eben auch nicht.

Habe ich während des Einkaufens Zeit hier und da durch die Gänge zu schlendern, fallen mir hin und wieder (für mich) neue Nahrungsmittel auf. Da ich prinzipiell gern neue Dinge ausprobiere, schaffen es diese Produkte in der Regel dann auch in meinen Einkaufswagen. Beim ersten Mal achte ich auch noch gar nicht auf den Preis. Wenn ich etwas probieren möchte, dann packe ich es ein.

Letztens sind mir Fettuccine ähnliche „Nudeln“ in die Hände gefallen. Fettuccine-Style auf Basis von Bio Konjakwurzel.

Was wird versprochen? Nun ja, diese Dinger sind mit nur 10kcal pro Portion sehr kaloienarm, liefern Ballaststoffe, sind mit weniger als 0,1 Fett pro Portion so ziemlich fettfrei, glutenfrei UND beinhalten keine Salze und Kohlenhydrate. Außerdem sind sie nach nur einer Minute verzehrfertig. Klingt doch perfekt!

Am Abend musste ich meine Errungenschaft dann gleich ausprobieren. Da sich diese „Fettucchine“ in nur einer Minute zubereiten lassen, habe ich erst mal den Rest vorbereitet. Für das frische Pesto nehme ich frische tiefgefrorene Kräuter, dazu Olivenöl und Parmesan. Das Ganze wird mit Chili, Salz und Pfeffer abgeschmeckt – fertig. Das Pesto habe ich dann an den frischen Salat, bestehend aus Ruccola, Paprika, Champignons und Gurken gerührt.
Jetzt konnte ich mich den „Nudeln“ widmen. Ich schnitt die Packung auf…und was passierte? Ich hätte brechen können! Das ganze roch erbärmlich nach schlechtem Fisch. Auch die Konsistenz war nicht sehr appetitlich. Doch nach dem Abspülen war dann zumindest der unangenehme Geruch verschwunden. Wie in der Anleitung beschrieben bereitete ich die „Fettuccine“ zu und mischte sie schließlich unter den Salat.

Das Ergebnis sah dann erst mal lecker aus. Es war auch vom Geschmack OK. Zumindest der Salat. Die „Nudeln“ schmeckten eigentlich nach nichts und haben auch die Gewürze des Pesto nicht so richtig aufgenommen.

Mein Fazit – es ist keine wirkliche Alternative zu leckeren Nudeln, aber sicher eine Notlösung, wenn man auf Kohlenhydrate verzichten möchte. Ich werde sie nochmal kaufen (2,99€ im Kaufland) und dann einfach eine Prise Salz ins heiße Wasser geben, vielleicht nehmen sie wenigstens das auf und sind dann nicht mehr ganz so geschmacklos.

Zum Schluss noch die Beschreibung des Herstellers zum Produkt:
Slendier Fettuccine-Style wird aus einem Wurzelgemüse mit dem Namen Konjak hergestellt. Konjak wird bereits seit Jahrhunderten in asiatischen Ländern verzehrt und ist dort im Rahmen von kalorienarmer Ernährung sehr beliebt. Konjak ist kalorienarm, reich an pflanzlichen Ballaststoffen, fettfrei, zuckerfrei und vegan. Slendier Fettuccine-Style sind vorgekocht und dadurch schnell und einfach zuzubereiten.

Hinweis: Beim Öffnen der Verpackung riecht das Produkt leicht nach Fisch, dieses ist normal und stellt keinen Qualitätsmängel dar. Durch das Abspülen unter fließendem Wasser vergeht dieser Geruch und findet sich im zubereiteten Gericht nicht wieder.

 

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