Der StrongmanRun am Nürburgring – unser erster Hindernislauf

Am Freitag (08. Mai 2015) machten wir uns gegen Mittag auf zum Nürburgring. Das Wochenende startete mit einem fetten Stau. Na prima, das kann ja was werden…
Fünf Stunden später erreichten wir Sierscheid, ein kleines Dorf mitten in der Eifel. Das kleine aber absolut feine Ferienhaus wurde fix unter die Lupe genommen und schon ging es weiter zum 20 Kilometer entfernten Nürburging. Startnummern holen, den Brooksstand leer kaufen und uns auf der Pastaparty satt essen. Das war der Plan, der auch umgesetzt wurde. Leider durften wir nicht auf die Strecke. Man hätte sich sonst Vorteile verschaffen können. Tzzzzz….

Am Abend bereiteten wir alles für den nächsten Tag vor. Der Chip wurde am Schuh befestigt, die Startnummern wurden mit Notfalladressen beschriftet und die Klamotten wurden bereit gelegt. Nach einem alkoholfreiem Radler gings dann auch schon ins Bett. Wir wollen ja am nächsten Tag fit sein.

Sonnenstrahlen weckten uns am Wettkampftag. Wettkampf…nun ja, wie auch immer. Das Wetter scheint auf unserer Seite zu sein. Ein gesundes und ausgewogenes Frühstück und schon sprangen wir in die Kostüme. Die Startnummern wurden angebracht und die letzten Highlights gesetzt. Los geht´s…

Kurz vorm Nürburgring standen wir dann endlich wieder im Stau. Darauf hatten wir uns dieses Mal allerdings eingestellt. Aber egal, nach gut 30 Minuten wurden wir dann einem Parkplatz zugeordnet. In der Zwischenzeit konnten wir schon den ein oder anderen Läufer beobachten. Es war alles dabei…groß, klein, dick, dünn, alt, jung, verkleidet oder auch nicht. Eine richtig bunte Mischung!

Wir machten uns auf dem Weg zum Zelt, in dem wir unsere Kleidersäcke los werden konnten. Alles verlief reibungslos. Gute Organisation! Nachdem wir unseren Ballast abgegeben hatten wollten wir noch schnell zum Fotografen. Ein Vorher-Bild sollte her…

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Dann ging es auch schon weiter in den Startblock. Ich bin ja schon zu vielen Rennen an den Start gegangen. Doch noch nie zuvor musste ich klettern, um in den Startbereich zu kommen. Sehr schöner Einstieg, im wahrsten Sinne des Wortes.

Im Startfeld war gut was los. Und leider mussten wir hier auch eine ganze Weile warten. Wir konnten den Lauf nicht einschätzen. Also entschieden wir uns im hinteren zweiten Drittel zu starten. So würden wir niemand im Weg stehen …und überholen können wir immer noch, dachten wir. Es dauerte wirklich fast eine Stunde, bis wir endlich die Startlinie überquerten. Jetzt konnte es endlich los gehen.

Nach etwa 10 Minuten erreichten wir die ersten kleinen Hindernisse. Strohballen! Endlich! Doch leider hielt die Freude nicht lang an. Vor uns standen plötzlich Hunderte von Menschen. Nun ja, ein weiteres Hindernis, dachten wir. Doch das war nicht so. Es waren nur Treppen. Nach gut 20 Minuten konnten wir diesen einfach zu schmalen Durchgang auch passieren.
Weitere fünf bis zehn Minuten später erreichten wir weitere Hindernisse. Diese konnten wir ohne lange Wartezeiten bewältigen. Auf Knien ging´s durchs „Kniemandsland“. Wasser von oben, Schlamm von unten, Strom von der Seite…aber egal, wir mussten durch.

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Auch die nächsten Hindernisse vom „K.O.tainer“ über „Slime Time“ bis zum „Mount Givemetherest“ haben wir ohne Probleme bezwungen. Leider kam es immer wieder zu längeren Wartezeiten. Vor allem wenn wir gerade aus dem Wasser kamen, wurde das Warten mehr zur Herausforderung als die Hindernisse, vor denen wir standen. Sehr glücklich erreichten wir nach etwas über zwei Stunden den Start- und Zielbereich. Die erste Runde hatten wir also geschafft. Sehr motiviert und voller Hoffnung, dass wir in der zweiten Runde ohne Wartezeiten durchkommen, starteten wir das Ganze von vorn. Vor uns lagen wieder 18 Hindernisse und weitere 11,75 Kilometer.

Die Hoffnungen bestätigten sich. Wir konnten die Runde ohne lange Wartezeiten durchlaufen. Und siehe da, nach etwas über einer Stunde erreichten wir dann das Ziel. Wir waren damit deutlich schneller als in der ersten Runde.

Es war der erste Hindernissauf, zu dem wir angetreten sind. Wir konnten nicht einschätzen ob es uns schwer fallen wird und wir kämpfen müssen, oder ob wir einfach und ohne Probleme durchkommen würden. Aus diesem Grund entschieden wir uns für einen Start im hinteren Feld. Das war ein Fehler. Mit knapp 11.000 Läufern vor sich, läuft es sich eben einfach deutlich schlechter, als mit 200 oder 300 laufwütigen Menschen. Wir hätten ohne Probleme unter den ersten 1.000 Startern ins Rennen gehen können. Dann hätten wir die Probleme mit den Wartezeiten nicht gehabt. Aber egal, wir haben uns auf das Finishen konzentriert, nicht auf eine Zielzeit. Und damit haben wir unser Ziel erreicht.

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Beim nächsten Mal ist das Ziel aber ein anderes, ganz klar! Dann laufen wir wieder…und dann schneller!

Hier ein paar Eindrücke aus der Presse. Auf das ein oder anderen Bild haben wir es auch geschafft.

Rhein-Zeitung

RUNNERSWORLD

Spiegel online

WELT am Sonntag

 

 

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