Können wir Kindern die Lust auf Sport und Bewegung quasi in die Wiege legen?

Heute morgen habe ich unsere Tochter in die KiTa gebracht. Eigentlich wollte ich längst zur Arbeit aufbrechen. Doch dann sah ich ihre Sportsachen, die ich gestern Abend bereit gelegt hatte. Nein, dachte ich. Heute musst du sie in die KiTa bringen und ihr ganz viel Spaß und Erfolg für das anstehende Sportfest wünschen.

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Unsere Tochter lernte quasi vom ersten Tag an, dass ich Bewegung liebe und sie brauche. Eine Woche nach der Geburt stand ich wieder auf meinen Inlinern und skatete mit ihr über die Radwege in der Umgebung. Nach etwa vier Wochen gingen wir gemeinsam laufen. Mit neuen Wochen bestieg sie mit mir den Preikestolen in Norwegen. Auch sie selbst wurde im PEKiP- und dem Schwimmkurs gefordert. Die Zeit verging und unser kleiner Schmetterling war immer dabei, wenn es hieß SPORT FREI!
Zu ihrem ersten Geburtstag, da konnte sie bereits drei Monate laufen, bekam sie ein Laufrad. Zwei Monate später konnte Sie Laufrad fahren. Jetzt konnte sie uns auf längern Strecken nicht mehr nur im Wagen oder in der Trage, sondern auch auf ihren eigenen zwei Rädern begleiten. Das kleine Pucky-Laufrad war unserer ständiger begleiter. Selbst im Urlaub hatten wir es immer dabei.

Gehen wir zum Training in unseren Fitnessraum, ist unsere Kleine ebenfalls meistens dabei. Sie versucht Übungen nachzumachen, läuft auf dem Laufband oder probiert die TRX-Bänder aus. Besonders viel Spaß haben wir, wenn wir sie selbst als Gewicht einsetzen können. Wenn Mama Liegstütz macht, dann unterstützt sie mich. …nicht durch anfeuern oder positives Zusprechen, sondern dadurch, dass sie auf meinem Rücken sitzt und fleißig mitzählt.

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Im September 2014 begleitete mich meine Familie nach Berlin. Dort lief ich meinen ersten Marathon. Unsere Tochter feuerte mich an der Strecke an so gut sie konnte. Sie freute sich jedes Mal, wenn ich an ihr vorbeilief und sie mir zurufen konnte. Dieser Tag hat sich bei ihr wie verrückt eingeprägt. Über Tage, Wochen und Monate erzählte sie vom Marathon in Berlin. Und das Tollste – sie wollte selbst laufen und endlich eine eigene Medaille bekommen. Pünktlich zum Frühlingsanfang und drei Tage vor ihrem dritten Geburtstag lief sie als kleinste Teilnehmerin ihren ersten Kinderlauf mit. Es war auf dem Possen bei Sondershausen. Sie war unendlich stolz auf ihre Medaille. Der nächste Lauf steht Ende Mai auf dem Plan und auf den freut sie sich genauso, wie ich mich auch auf jeden Wettkampf freue.

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Mit zwei Jahren bekam unsere Tochter ein Fahrrad zu Weihnachten. Dieses fuhr sie knapp vier Monate mit Stützrädern. Seit zwei Tagen klappt das jetzt auch ohne. Nun fährt sie längere Strecken auch allein. Bereits gestern, am zweiten Tag auf dem Rad, fuhr sie auf dem Radweg fast bis ins nächste Dorf. Sie hat unwahrscheinlich Spaß daran und freut sich, dass sie ohne Stützräder auf dem Weg ist.

Heute habe ich die Bilder vom Sportfest gesehen und ich bin unwahrscheinlich stolz, wenn ich sehe mit wie viel Spaß und Eifer unsere Tochter daran teilnimmt.

Ich bin selbst immer unterwegs, ich brauche immer Bewegung und suche ständig nach Möglichkeiten mich auszupowern und alles auszuprobieren. Ich glaube, diese Dinge haben auf unseren kleinen Schmetterling abgefärbt. Zwar sieht sie 100% aus wie ihr Papa, aber in dieser Richtung ist sie 200% Mama!

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