Was haben wir uns dabei eigentlich gedacht? Wie kommen wir auf die Idee an einem Triathlon teilzunehmen?

Letztes Jahr im Spätherbst haben Benny und ich uns entschieden, wieder mehr gemeinsam zu erleben und nach gemeinsamen Sportevents zu suchen. Veranstaltungen auf die wir uns zusammen vorbereiten, gemeinsam trainieren und uns auch ein bisschen gegenseitig herausfordern können. Benny möchte keinen Marathon laufen, ich auf keinen Fall Fußball spielen. Wir mussten also nach Alternativen suchen.

Schnell hatten wir verschiedene Programme auf dem Plan. So haben wir die Hindernis- und Trailläufe für uns entdeckt und bereits verschiedene Wettkämpfe dieser Art zusammen bestritten. Es ist einfach viel schöner, wenn man diese schönen Momente und Wettkämpfe gemeinsam erleben kann.

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Zudem haben wir uns sehr zeitig zum Triathlon angemeldet. Das ist nicht so schwer wie ein Marathon, aber auch kein Katzensprung, dachten wir uns. Gesagt getan – für den ITU in Hamburg registriert. Zu Beginn war der Termin ja noch sehr weit entfernt. Dennoch starteten wir motiviert ins Training. Eifrig machten wir uns im Winter ein bis zwei Mal in der Woche auf in die Schwimmhalle. Auch das Lauftraining konnte aufgrund der angenehm milden Temperaturen im Winter einfach weiter durchgezogen werden. Im Frühjahr bekamen wir beide unsere neuen Räder, die auch mehr oder weniger regelmäßig gefahren wurden. Mal gemeinsam, mal lieber jeder für sich.

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Wir trainieren auf komplett verschiedene Art und Weise. Benny mag es eher gemütlich, kein Stress…und möglichst keine Anstrengung. Im Wettkampf wird es dann schon anstrengend genug. Ich hingegen teste mich ständig aus, bringe meinen Körper immer wieder an seine Grenzen und treibe den Puls gut in die Höhe. Während des Schwimmens ziehe ich meine 60 Bahnen durch…Benny hängt lieber hin und wieder am Beckenrand und ist davon überzeugt, dass er schneller schwimmt, wenn er das Ziel vor Augen hat. Bahnen in der Halle sind nichts für ihn.

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Nun gut, wie gesagt – der Termin war irgendwie noch recht weit entfernt und wir versuchten uns mal mehr und mal weniger intensiv auf den Triathlon vorzubereiten.

Jetzt liegt er aber plötzlich unmittelbar vor uns. Und blicken wir auf die letzten Wochen, dann waren wir echt faul, was die Triahtlonvorbereitung angeht. Wir haben nur zwei Wechelstrainings durchgezogen. Beide mit halber Triathlon-Distanz…mehr war in den letzten Wochen einfach nicht drin.

Was machen wir also jetzt die letzten sieben Tage vor dem „großen“ Tag?

Prinzipiell gilt – Tapering vor dem Wettkampf. Das heißt wir müssen den Trainingsumfang reduzieren. Das ist allerdings aufgrund der mangelnden Vorbereitung nicht wirklich sinnvoll bzw. nötig. Was soll man denn reduzieren, wenn man kaum etwas wettkampfspezifisches leistet? 😉

Für all diejenigen, die aber auch kurz vor einem Wettkampf stehen und viel dafür getan haben – spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem du auch an Regeneration denken solltest…um so erholter kannst du nämlich in den Wettkampf gehen. Außerdem ermöglichst du es deinem Körper nun vermehrt Fettsäuren in die Muskulatur einzubauen. Dadruch werden die Glykogenspeicher geschützt und du kannst automatisch mehr Leistung bringen.
In dieser Tapering-Phase solltest du vermehrt den Umfang reduzieren, während du die Intensität beibehalten kannst. Intensive Trainingseinheiten aktivieren dein Herz-Kreislaufsystem und die Muskulatur…die Leistungsfähigkeit kann also lange aufrecht erhalten bleiben. (Quelle – Forschungsgruppe Dr. Feil)

Und wie sieht es so kurz vor dem Wettkampf mit der Ernährung aus? – Vor Wettkämpfen sollten immer die Kohlenhydratspeicher gefüllt werden. Sieben Tage davor muss man die Kohlenhydratzufuhr aber noch nicht erhöhen. Diese beginnt erst drei Tage vor dem Wettkampf. Hochwertige Kohlenhydrate sind: Rote Beete, Süßkartoffeln, Haferflocken, Hirse, Dinkelbrot, Naturreis, getrocknete Pflaumen, Bananen…

Auf was sollte man verzichten? – Ganz klar, auf Weizenprodukte. Weizen erhöht Entzündungen im Körper und schwächt das Immunsystem.
Für uns heißt es jetzt Ruhe bewahren. Wir sind keine Profis und wollen den Triathlon mit einer guten Mischung aus Spaß, Anstrengung und Stolz bestreiten. Alles kann, nichts muss…aber das was kann, das muss 🙂 Lassen wir uns also überraschen!

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