Nach dem letzten Marathon im Juni, war es erst einmal vorbei mit dem Lauftraining. „Du bräuchtest mal eine anständige Laufpause. Sagen wir mal mindestens drei Monate, um ordentlich auskurieren zu können.“ Sagte mir mein Physiotherapeut. Doch der bevorstehende Aletsch-Halbmarathon und der Triathlon in Hamburg ließen das nicht wirklich zu. Allerdings hatte ich meinen Laufumfang deutlich heruntergefahren. Beide Wettkämpfe hatte ich dann zum Glück, ohne größere Beschwerden gemeistert und war mir deshalb nach dem Triathlon sicher, dass ich mich nun wieder auf die Langstreckenläufe stürzen kann.

Ich beschloss jedoch, dieses Mal alles richtig zu machen und wechselte daher von meinem gewöhnlichen Trainingsplan in einen Aufbauplan. Zu groß war die Angst, dass ich bald wieder in die Überbelastung hinein rutschte.

Mein Plan begann mit einem Wochenumfang von etwa 45 Kilometern, die aus einer guten Mischung von regenerativen, extensiven, intensiven und Intervalltrainingseinheiten. Dieses Muster setzte sich auch weiter fort. Neben dem Lauftraining stand auch immer das Ultrabreathe-Training auf dem Programm. Ich gebe es zu, das ist leicht nervig, aber laut Studien soll es ja was bringen.

Als ich mit dem Plan begann, waren meine Pulswerte alles andere als sehenswert. Ich erinnere mich genau, wie ich auf dem Laufband die letzte Intervalleinheit vor dem Triathlon absolvierte. Ich schaffte es nur mit viel Mühe, die Pulswerte einigermaßen im Grundlagenausdauerberich zu halten. Teilweise hätte ich auch gehen können.

Nun ja, das ist jetzt etwa fünf Wochen her. In dieser Zeit habe ich sehr viele Läufe im Niedrigpulsbereich geleistet…und jetzt?

3Am Freitag gab der Plan einen extensiven Dauerlauf auf 13 km vor. Diesen konnte ich aufgrund der fehlenden Zeit nicht leisten. Deshalb wollte ich ihn verschieben. Gestern sollte es dann ein langer extensiver Dauerlauf mit einem Umfang von 18 Kilometern werden. Allerdings konnte ich auch diesen nicht wie geplant durchführen, entschied mich aber, bevor ich gar nicht laufe, einen kurzen flotten Zehner zu meistern.

Heute musste ich dann also die 18 km plus die fehlenden drei plus 54 Minuten regenerativer Dauerlauf leisten, um alle fehlenden Läufe bzw. alle fehlenden Kilometer des Wochenendes auszugleichen. Und das tat ich auch.

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Ich lief 29.25 Kilometer in einer Zeit von 3:16 Stunden. Ganz schön langsam, nicht? Ja das stimmt, aber ich habe diesen Lauf mit einem Durchschnittspuls von 151 gemeistert, womit ich über sehr lange Zeit im GAI geblieben bin. Genial! Das habe ich noch nie geschafft – also einfach mal zwei, vielleicht auch drei Gänge herunter schalten und dieses ruhige Tempo über so eine lange Zeit zu halten. Es war ein toller Lauf. Ich konnte ihn ohne Zeitdruck genießen. Und mein Hund hat sich auch gefreut 🙂

Morgen starte ich in den Marathon-Trainingsplan und bin gespannt wie sich das weitere Training nach Greif fortsetzt und wie sich meine Zeiten und Werte entwickeln werden.

Und natürlich werde ich euch berichten!

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