Wir kamen, staunten, wurden nervös, gingen an den Start und rockten den Megathlon 2015 – Was für ein geniales Wochenende mit zwei absoult fairen Teams!

Nachdem sich Lars und Sophie bereits am Freitag auf den Weg zum Bodensee machten, starteten die zweite und dritte Kolonne am Samstag. Gegen 14:00 Uhr erreichten wir schließlich Radolfzell. Zunächst wollten wir einen Blick auf die Wettkampfarena werfen, die Lage checken und unsere Startunterlagen holen. Es war sehr windig, man könnte fast sagen stürmisch, weshalb die Arena noch nicht komplett aufgebaut war.
Im Zelt nahmen wir die Unterlagen entgegen. Wir konnten klären, dass wir die Teammitglieder noch tauschen konnten. Was für ein Glück für Benny, der unbedingt die Disziplin mit mir tauschen wollte.

Der Wellengang im Bodensee war so stark, dass auch die Bojen noch nicht im Wasser waren. Die Schwimmer konnten also noch keinen Blick auf ihre „Strecke“ werfen. Das machte mir die Entscheidung – schwimmen oder laufen – nicht wirklich leichter. Außerdem schien es mir fast unmöglich bei solch einem Wellengang 1,5 Kilometer zu schwimmen. Doch alles Jammern half nichts, Benny war fest entschlossen nicht ins Wasser zu gehen. „Versprochen ist versprochen – jetzt muss du da durch! Außerdem hast du uns überredet hier her zu kommen.“ Nun gut, ich schwimme!

Wir machten uns auf den Weg zum Campingplatz. Lars und Sophie hatten unser Lager bereits hervorragend eingerichtet. Wir konnten es uns also sofort bequem machen und zum gemütlichen Teil des Tages kommen.
Wir durchsuchten die Starterbeutel und warfen nochmals 1einen Blick auf die Regeln. Dabei stellten wir erschrocken fest, dass die einzelnen Starter gewisse Zeiten einhalten mussten. Da uns klar war, dass wir ein stark besetztes und ein weniger stark besetztes Team stellten, fingen wir an, uns um unser zweites Team etwas Sorgen zu machen. Also begannen wir die einzelnen Teammitglieder hin und her zu tauschen um möglichst gleiche Chancen auf das Finishen zu haben. Benny wechselte also die Disziplin er wurde als Läufer ins Team 1 gesteckt und ich dafür als Schwimmerin im Team 2 geplant. Außerdem tauschten wir die Rennradfahrer aus. Robert wurde ins stärkere Team gesteckt und hatte nun mit Appi als Schwimmer vor sich mehr als 2:30 Stunden Zeit die Distanz von knapp 45 Kilometern mit über 500 Höhenmetern zu meistern. André startete dafür im Team 2, denn egal wann ich aus dem Wasser kommen werde, André bleibt mehr als locker unter den vorgegebenen zwei Stunden. Gut, wir hatten also zwei „neue“ Teams und waren nun zuversichtlich, dass es beide Teams ins Ziel schaffen.

2_Unser Team 1- Salamander FC & Co 1 – von links nach rechts:

Robert – 44,5 km auf dem Rennrad über 530 hm
Max – 36,7 km auf dem Mountainbike über 501 hm
Sophie – 22,7 km Inlineskating über 92 hm
Appi – 1,5 km Schwimmen
Benny – 10 km Laufen über 40 hm

Unser Team 2 – Salamander FC & Co 2 – von links nach 3
rechts:

Vanessa – 10 km Laufen über 40 hm
André – 44,5 km auf dem Rennrad über 530 hm
Jenny – 22,7 km Inlineskating über 92 hm
Lars – 36,7 km auf dem Mountainbike über 501 hm
Christiane – 1,5 km Schwimmen
4Doch wir waren nicht allein, wir hatten tolle Fans an Bord,
die uns gut motivierten, gut zuredeten und uns die ganze Zeit bei Laune hielten – von links nach rechts:

Roger & Jerome – immer für einen guten Rat da
Femi – wartet eigentlich nur auf den Zieleinlauf
Jule – kam und die Kinder waren happy
Paul – Spaß muss sein

 

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Wir waren also, wie bereits gesagt, guter Dinge, dass beide Teams gut ins Ziel kommen und konnten nun endlich abschalten. Wir machten uns auf den Weg in die Stadt. Radolfzell hat eine kleine, recht gemütliche Altstadt. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg. Schnell hatten wir die Restaurants gefunden. Doch Platz für 15 Personen zu finden ist nicht wirklich leicht, weshalb die Auswahl passender Möglichkeiten nicht so riesig war. Wir kehrten in ein italienisches Restaurant ein, was wir schnell bereuten. Zwar waren die Pizzen lecker, der Rest jedoch eine Katastrophe. Da haben sich die Ossis dann wieder von ihrer besten Seite gezeigt – laut, aufmüpfig und ohne Benehmen 😉

Gegen 23 Uhr waren schließlich alle zurück an ihren Schlafplätzen. Die einen in der Pension, die anderen auf dem Campingplatz. Viel Zeit zum Schlafen blieb uns allen nicht, denn 7:20 Uhr wollten wir uns auf dem Campingplatz treffen und gemeinsam zur Wechselzone aufbrechen.

Wie verabredet fanden wir uns alle einigermaßen pünktlich am Treffpunkt ein. Die Stimmung war leicht angespannt. Noch nie in meinem Leben hatte ich Jenny und Sophie so nervös gesehen. Es war einfach kein Lächeln aus ihnen herauszukitzeln. Auch Vanessa war nervös wie verrückt. Selbst ich, die einige Wettkampferfahrung mit bringt, war etwas angespannt, da ich wusste, dass ich in einer Disziplin an den Start ging, die für mich eine der schwierigsten war. Klar kann jeder 1,5 Kilometer schwimmen. Aber das Ganze auf Zeit ist nicht einfach. Doch so ging es ja nicht nur mir. Auch Robert musste starten obwohl er kein Rennradfahrer ist. Aber gut, nun war es ohnehin zu spät zum Jammern. Los ging es Richtung Wechselzone.

In der Wechselzone war bereits eine Menge los. Anders als 6beim Triathlon in Hamburg waren die Plätze hier nach Startnummern geordnet. Wir hatten also einen festen Platz und den auch zum Glück nebeneinander.
Wir mussten uns eigentlich keine großen Gedanken darüber machen, wie wir den Bereich einrichten müssen, da sich die Starter aus jeder nachfolgenden Disziplin immer rechtzeitig am Platz einfinden konnten und damit ausreichend Zeit hatten sich die Räder zu schnappen oder die Inliner anzuziehen. Es war an diesem Morgen noch recht frisch und so quälte ich mich aus meinen Sachen. Doch die Aufregung und Anspannung war so groß, dass man die Kälte nicht wirklich wahr nahm. 7
Appi schien deutlich entspannter als ich – welch ein Wunder 😉
Ich warf noch einen Blick auf unsere „Konkurrenz“. Ich weiß, dass die körperliche Beschaffenheit nicht unbedingt etwas über die sportliche Leistung der Athleten aussagt, trotzdem beruhigte es mich, dass ich ältere Menschen und auch etwas fülligere Menschen zwischen den zum Teil sehr trainierten Schwimmern sah. „Die wird doch wohl langsamer sein als du…Na schneller als der schwimmst du auf alle Fälle…“ – meine Gedanken drehten sich nur noch darum, möglichst nicht als Letzte aus dem Wasser zu kommen. Appi und ich machten uns schließlich gemeinsam mit den anderen auf den Weg Richtung Start. Alle wünschten uns viel Glück…dann trennten sich unsere Wege.

8Die meisten Schwimmer waren bereits im Wasser, das wirklich eine angenehme Temperatur hatte. Unser Blick richtete sich sofort auf die Schwimmstrecke. Wir sahen auf den ersten Blick drei Bojen. Nun gut, dachten wir sieht machbar aus. Doch dann entdeckten wir zwei weitere Bojen weit hinter den bereits gesichteten. Für mich waren die ohne Brille kaum erkennbar. Es waren einfach nur zwei kleine gelbe Punkte. So ein Mist!
Wir wussten, dass wir uns zu Beginn links von den Bojen halten sollten und im Uhrzeigersinn um diese schwimmen sollten. Also machten wir uns auf den Weg nach links. Wir waren noch nicht richtig angekommen hörten wir bereits das Publikum von zehn abwärts zählen. Es gab im Wasser weder eine Markierung, ab der man hätte schwimmen sollen, noch gab es ein wirkliches Startfeld. Je weiter man sich also schon ins Wasser hinaus getraut hat, desto besser die Chance auf eine gute Platzierung. Nun ja, diesen Vorteil hatten wir leider verpasst. Appi rief mir kurz zu „Bis später!“…und war auch schon im Wasser verschwunden. Ich fand mich zu Beginn in einem Feld mit lauter Schwimmern, die es bevorzugten zu kraulen, wieder. Mist, hier hast du ja als Brustschwimmer überhaupt keine Chance, dachte ich. Also versuchte ich auch zu kraulen. Nach zwei Schlägen habe ich dies allerings wieder aufgegeben und versuchte mich irgendwie so durchzukämpfen. Nach etwa 300 Metern hatte sich das dichte Feld dann etwas aufgelöst. Ich hatte nur einen Störenfried neben mir. Dieser Schwimmer war zu 100% vertieft in seine Schwimmtechnik. Er hat überhaupt nicht gecheckt, dass er mir regelmäßig in die Quere kam. Egal wo hin ich mich rettete, er war irgendwie immer wieder da.
Etwa nach der Hälfte der Strecke holte ich einen älteren Herren ein. Er schwamm absolut ruhig und entspannt daher. Cool, wieder jemanden überholt, freute ich mich. Ich versuchte weiter mein Bestes zu geben. Ich wechselte hin und wieder die Blickrichtung. Und plötzlich…plötzlich war dieser ältere Herr wieder da. Nach über einem Kilometer, wir befanden uns bereits auf dem Weg in Richtung Ufer und Ziel, war er schließlich vor mir. Er sah immer noch absolut entspannt aus und ich hatte keine Chance an ihm dran zu bleiben. Das beeindruckte mich ungemein und ich verstand nicht, wie man so entspannt so schnell schwimmen kann.

IMG-20150727-WA0019Das Ufer und damit auch das Ziel kam Stück für Stück näher. Ich hörte den Moderator, der die Schwimmer begrüßte, die es bereits aus dem Wasser geschafft hatten. Ich hatte das Gefühl kaum noch voran zu kommen. Doch dann sah ich den Grund des Bodensees unter mir und wusste, dass es nun wirklich nicht mehr weit sein konnte. Schließlich war der Grund so deutlich zu sehen, dass ich mich hinstellte. Allerdings ging mir das Wasser noch bis zur Brust. Mist, ich musste noch ein Stück weiter schwimmen. Kurze Zeit später war das Wasser dann aber endlich so flach, dass ich aufhören konnte. Ich stellte mich auf und spürte sofort, dass die Beine einfach viel zu wackelig waren, um auf den steinigen Boden loslaufen zu können. Also lenkte ich hab. In aller Ruhe nahm ich meine Schwimmkappe und Schwimmbrille ab. Und ging langsam und ruhig die ersten Schritte im Wasser. Doch es nützt ja nichts, ich musste schleunigst zur Wecheslzone. Also rannte ich los. Ich nahm noch Jule wahr, die direkt auf dem Teppich stand und Fotos machte. Sie rief mir zu, dass Appi nach 29 Minuten aus dem Wasser ist. Nun ja, 13 Minuten Vorsprung – hätte schlimmer sein können.
10In der Wechselzone wartete Appi bereits auf mich, um mir schnell den Transponder abzunehmen und ihn André zu reichen, der ebenfalls bereit war und sich auf seinen Start freute. Ratz fatz hatte er den Transponder an seinem Bein und rannte los. Ich konnte gar nicht so schnell schalten, wie er weg war. Es hat glaube nicht mal gereicht um ihm viel Erfolg zu wünschen.
„Naja, war doch von der Zeit gar nicht so schlecht!“ sagte Appi zu mir. Ich war fix und fertig und konnte noch gar nicht wirklich reden. Ich hatte das Gefühl Wasser in der Lunge zu haben. Das sei normal, beruhigte mich Appi. Nach einer kurzen Verschnaufpause war ich wieder in der Lage mich über unsere Leistung auszutauschen. Wir empfanden die Strecke beide als sehr lang. Ich bin die gleiche Zeit geschwommen wie in der Alster, obwohl die Bedingungen eigentlich besser waren. Auch Appi hatte die Zeit, die er erreichen wollte nicht eingehalten. Nun ja, vielleicht waren es ja wirklich ein paar Meter mehr. Ich erkundigte mich, wie Appi durchgekommen ist. Alles prima soweit. Allerdings musste er auch mit einigen Mitschwimmern „kämpfen“. Aufgrund der Distanz schwamm er abwechselnd Brust und Kraul.
11Unsere „Fans“ und die Teammitglieder, die gerade noch nicht an der Reihe waren, hatten es sich bereits am Strand bequem gemacht.
Sehr froh, es geschafft zu haben, gesellten wir uns in die Runde. „Habt ihr doch super gemacht!“ – bestätigten uns die anderen.
Ich feute mich, dass auch jetzt noch Schwimmer im Wasser waren und ich somit weit weg vom letzen Platz war.
Wir überlegten wann wir mit der Zieleinfahrt von André und Robert rechnen konnten. Robert hatte 13 Minuten Vorsprung, aber wir konnten absolut nicht einschätzen, wie er sich über die Höhenmeter schlägt. André sagte uns, dass er mit einer Zeit von etwa 1:20 Stunden durchkommen wird.
Uns blieben entsprechend noch einige Minuten. 12Sophie und Jenny waren so nervös, dass sie sich trotzdem schon kurze Zeit später auf den Weg in die Wechselzone machten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sophie aus dem Team 1 später auf die Strecke kam als Jenny die im Team 2 André ablösen wird, war recht groß, da der Abstand unter uns Schwimmern für Robert definitiv nicht reichte um diesen auszubauen oder zu halten.
Bereits nach etwa zehn Kilometern hatte André Robert am ersten Anstieg eingeholt…und ihn auch noch dabei erwischt, wie er das Rad den Berg hinauf schieben wollte. Doch dieses Aufeinandertreffen motivierte unseren Mann mit den schmalen Waden so sehr, dass er wieder auf´s Rad stieg und sich die Berge hinauf quälte. Auch wusste er, dass es nach dem Anstieg auch wieder ordentlich bergab gehen muss, worauf sich der geschwindigkeitsliebende Robert richtig freute.
Die Zeit verging wie im Flug und so dauerte es auch überhaut nicht lange, bis André im Ziel eintraf. Er war so schnell wieder da, dass wir seine Zieleinfahrt glatt verpassten. Wir waren gerade auf dem Weg zur Rennstrecke, als uns Jule zurief, dass André schon da sei. Nach gerade einmal 1:19 Stunden war er zurück und übergab unseren Transponder an Jenny.
Auch Jenny war so schnell aus der Wechselzone, dass wir sie gerade noch erwischten, als sie auf die Rennstrecke fuhr. Ich rannte wie angestochen hinterher um ihr viel Glück und viel Spaß zu wünschen. „Genieß es!“ waren meine letzten Wort, bevor sie davonfuhr. Wir entschlossen uns einen Platz an der Stelle zu suchen, an der wir sowohl die Finisher sehen konnten wie auch die Starter, um möglichst alle Teammitglieder anfeuern zu können.14Immer wieder warfen wir einen Blick auf die Uhr. Robert war noch auf der Strecke. Er wollte etwa nach 1:45 Stunden im Ziel ankommen, hatte aber überhaupt nichts dabei, womit er hätte schauen können wie lange er schon unterwegs ist. Sophie tat uns schon richtig leid. Sie saß bereits mehr als 45 Minuten in der Wechselzone. Und das, wo sie doch so nervös war.
Nach etwa zwei Stunden fingen wir an uns richtig Sorgen zu machen. Ob er gestürzt ist? Wie würden wir es denn überhaupt erfahren? Wie würden wir das mitbekommen?
Nein, dachten wir…alles ist gut, er wird sicher gleich ins Ziel fahren. Und dann war es auch so weit. Nach etwas über zwei Stunden sahen wir Robert um die letzte Kurve fahren. Er sah nicht mal fix und fertig aus. Schön gemütlich kam er daher gefahren und freute sich, als er uns sah und uns hörte. Wir waren nicht zu überhören, so sehr freuten wir uns Robert zu sehen. Sophie hat dieses Gejubel sicher bis in die Wechselzone gehört, denn schon kurze Zeit später war auch sie auf dem Weg zur Strecke. Ihr Larsi begleitete sie in Ihren Inlinern bis an den Start und wir halfen ihr die letzten Schritte bis auf die Rennstrecke zu gehen. Sehr schön! Jetzt waren beide Skaterinnen auf der Strecke. Wir zischten zurück zur Wechselzone um Robert beglückwünschen zu können.
15Wir waren alle stolz auf Robert. Immerhin war er mit Abstand der jenige, der sich am wenigsten sportlich betätigte. Und trotzdem war er dabei und trotzdem hatte er es geschafft und die Sache durchgezogen! Man sah ihm seine Erleichterung an. Auch er war froh im Ziel angekommen zu sein. „Die Berge! Jane, das war nicht zu vergleichen mit unseren Anstiegen, die wir gefahren sind.“ Ich wusste das natürlich vorher, hätte ich ihm das aber verraten, hätte ich ihm doch den ganzen Mut genommen. Ich war mir sicher, dass er durchziehen wird, egal wie schwer es für ihn auch ist. Und mit meiner Vermutung lag ich ja offensichtlich auch absoult richtig.
13Jenny war in der Zwischenzeit schon mehr als 30 Minuten auf der Strecke. Gemeinsam mit André und Vanessa machte ich mich wieder auf den Weg zur Strecke. Wir wollten Jenny unbedingt anfeuern, wenn sie die letzten Meter vor dem Ziel ist. Und dann war es auch so weit. Nach 1:17 fuhr Jenny ins Ziel ein. „Ich hätte heulen können, als ich euch gehört und gesehen habe, so froh war ich endlich im Ziel zu sein.“ sagte mir Jenny hinterher. Ihr fielen die Anstiege auf der Strecke schwer. Wir sind absolute Flachlandkinder. Unsere Radwege führen entlang der Unstrut. Da gibt es keine Berge. „Ich wurde von alten Männern und alten Frauen überholt. An den Anstiegen hatte ich das Gefühl teilweise rückwärts zu rollen.“
Arme Jenny, doch am Ende hatte sie es geschafft und das 13 Minuten schneller als sie glaubte.
Wieder waren wir absolut überrascht davon, wie schnell Jenny uns Lars den Wechsel vollzogen hatten. Ratz fatz war Lars auf der Rennstrecke. Beinahe hätten wir ihn verpasst. Wir sahen ihn nur ganz kurz und wünschten auch ihm alles Gute, viel Spaß und viel Glück. Lars plante etwa nach 1:45 Stunden im Ziel zu sein. Er ist ein Kämpfer, da war ich mir sicher.
16Wir warteten weiter an unserem gut gewählten Platz. Fleißig feuerten wir die Skater und Mountainbiker an, die längst gemeinsam auf dem letzen Streckenabschnitt fuhren. Und dann erreichte auch unsere Sophie das Ziel. Wir riefen ihr genau wie den anderen auch zu und freuten uns sie zu sehen. Wir hofften ihr für die letzten Meter noch etwas Kraft geben zu können. Sie war sichtlich erschöpft und verzog keine Mine, als sie an uns vorbei fuhr. „Ich hatte auf den letzten drei Kilometern noch mal ordentlich Gas gegeben, deshalb war ich einfach erledigt.“ sagte sie uns hinterher.
17Kaum war Sophie im Ziel, war auch Max schon auf der Strecke. „Maaaaax! Viel Erfolg – Larsi kriegst du noch!“ rief ich ihm zu 😉 …und schon war auch Max unterwegs.
Vanessa, die Lars ablösen wird, war bereits in der Wechselzone. Benny, Appi und Robert kamen von der Massage und so warteten wir gemeinsam auf die Ankunft von Larsi. Und dieser ließ auch nicht all zu lange auf sich warten. Fast ganz nach Plan fuhr er nach 1:43 Stunden ins Ziel. Damit war er zwei Minuten schneller als geplant. Wahnsinn, wie gut er sich und seine Leistung einschätzen konnte. Und wie immer dauerte es nicht lange, bis sich Vanessa, als letzte Starterin im Team 2, auf den Weg machen konnte. Wie eine Barbie. Die langen hellblonden Haare, ihr pinkes Oberteil und oben drauf noch eine schicke Sonnenbrille. Man muss eben auch während eines Wettkampfes gut aussehen! Vanessa war vor dem Lauf ebenfalls aufgeregt wie verrückt. „Ich bin die zehn Kilometer nur ein Mal gelaufen!“ Ihre letzten Wettkämpfe lief sie während ihrer Schulzeit…also einige Jahre her. Doch zum Glück hatte Max an alles gedacht. Vanessa stärkte sich kurz vor dem Lauf noch mit einem Energieriegel und einem Isotrink und fühlte sich dadurch gleich viel fitter und absolut in der Lage die zehn Kilometer zu überstehen. „Aber ich laufe nicht gut, nur dass ihr euch darauf einstellt!“ Ihr Freund wusste, dass sie gut war…und dass sie unter einer Stunde im Ziel sein wird. Wir feuerten also unsere Barbie am Start an und überlegten und rechneten hin und her. Wir wussten nicht genau, wann Max eintreffen wird. Für eine kurze Zeit haben wir uns nochmal an der Rennstrecke niedergelassen, entschieden dann jedoch aufzubrechen, da wir unbedingt Vanessa in ihrer zweiten Runde unterstützen wollten und dann gemeinsam mit ihr ins Ziel laufen wollten. Und wie wir uns auf dem Weg zur Wechselzone machten und dort am Rand 18noch kurz mit Benny plauderten fuhr auch schon Max ins Ziel. Wir schafften es gerade noch ihn auf den letzten fünf Metern zuzujubeln. Ratz fatz stand er in der Wechselzone neben uns und schon war auch unser letzter Athlet auf der Strecke. Benny flitzte aus der Wechselzone. Vanessa hatte etwa 13 Minuten Vorsprung. „Das hole ich nicht auf!“ sagte er. „Du läufst unter 50 Minuten, das weiß ich!“ rief ich ihm nach…und schon war auch Benny unterwegs. Max war nach 1:31 Stunden im Ziel. Also auch voll im Plan. Das Team 1 hatte den riesigen Vorsprung fast wieder drin. Jetzt lag es an Benny.
Gemeinsam machten wir uns auf den Weg Richtung Laufstrecke. Vanessa war nun schon fast 20 Minuten unterwegs und konnte die20 erste Runde schon bald hinter sich haben. Der Plan war, dass wir alle gemeinsam ins Ziel einlaufen können. Sollte es das Team 1 nicht mehr schaffen den Vorsprung aufzuholen, dann würden wir in den einzelnen Teams einlaufen. Wir suchten uns einen Platz, an dem wir dann alle gemeinsam mit auf die Strecke konnten…und hier dauerte es auch nicht lange, da kam Vanessa gelaufen. Sie lag mit etwa 27 Minuten für fünf Kilometer gut in der Zeit. Sie konnte es kaum fassen, als wir ihr zuriefen, dass sie sehr gut in der Zeit liegt. Kurze Zeit später, wir trauten unseren Augen kaum, lief auch Benny schon an uns vorbei. Er hat für die erste Runde etwa 23 Minuten gebraucht. Da ist der Wahnsinn…und ich kenne meinen Mann und wusste, dass er in der zweiten noch schneller sein wird.
Langsam trudelten auch alle anderen am Treffpunkt ein. Wir machten uns bereit und dann war es auch soweit. Vanessa war auf ihren letzten Metern vor dem Ziel. Unser Team 2 sprang auf die Strecke und gemeinsam liefen wir ins Ziel. Femi auf meinem Arm…ich kam kaum hinterher 🙂

19Vanessa hatte für die 10 Kilometer 57 Minuten gebraucht und so waren wir nach 6:02 Stunden im Ziel. Und da Benny, wie erwartet die zweite Runde noch schneller lief als die erste und somit auf geniale 44 Minten kam, kam auch das Team 1 nur zwei Minuten später ins Ziel.
21Damit hatten wir es also geschafft und unseren ersten Megathlon erfolgreich hinter uns gebracht. Wir werden im nächsten Jahr wieder an den Start gehen, da sind wir uns einig!

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